Veröffentlicht am 6. Februar 2026, 20:50
/ ©Fotomontage: Leserin & Canva
Zuletzt sorgte ein Rückruf vieler Danone-Produkte für Verwirrung in Österreich.
Zuletzt sorgte ein Rückruf vieler Danone-Produkte für Verwirrung in Österreich.
Was wird eigentlich wann und wo zurückgerufen? Das haben sich viele Österreicher in Bezug auf Babynahrung in den vergangenen Tagen und Wochen gefragt. Wir zeigen, wie alles abgelaufen ist und was nun gilt.
Gestartet hat alles mit einem großen Rückruf von der Firma Nestlé, der Anfang des neuen Jahres für große Aufmerksamkeit und Aufregung gesorgt hat. Welche Chargen betroffen sind und allgemein mehr zum Thema hier: Bakterien-Fund: Großer Nestle-Produktrückruf für Babynahrung. Grund für diesen und alle weiteren Rückrufe, die noch folgen sollten, ist Cereulid. Kommt man hier über einen bestimmten Gehalt, kann dadurch Erbrechen und Durchfall verursacht werden. Die Symptome treten meist 30 bis sechs Stunden nach dem Verzehr auf.
Billa nimmt erste Danone-Ware aus den Regalen
In Europa wurden daraufhin zahlreiche weitere Marken zurückgerufen, darunter auch Danone. Rund um die Babynahrungsprodukte der bekannten Firma war es in Österreich aber lange Zeit still. Ehe „foodwatch Österreich“ Mitte vergangener Woche einen „still und heimlichen“ Rückruf vermutete. Gegenüber 5 Minuten hieß es von SPAR und BILLA aber, dass keine Produkte betroffen seien. Billa habe lediglich vorsorglich Produkte aus dem Regal genommen. Mehr dazu hier: Produkte „sicher“, BILLA und Co nehmen sie dennoch aus Regalen.
Drei Produkte und vier Chargen von Danone zurückgerufen
Doch nur zwei Tage später, am 31. Jänner 2026, waren plötzlich doch Produkte betroffen, Danone hat erstmals Babynahrung in Österreich offiziell zurückgerufen. Zu dem Zeitpunkt mussten drei Produkte und vier Chargen aus den Regalen. Bei SPAR hieß es weiterhin, dass die ganze verkaufte Ware gut und nicht von einem Rückruf betroffen sei, bei Billa und Co hatte man ja sowieso bereits vorgesorgt. Ob es genau die Ware war, die zwei Tage später öffentlich zurückgerufen werden sollte, die schon davor aus den Regalen verschwunden ist, ist unklar.
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Danone mit Riesen-Rückruf in Österreich
Der nächste Paukenschlag ließ nur fünf Tage auf sich warten. Am gestrigen Donnerstag wurde das vorerst letzte Kapitel des Babynahrung-Rückrufs in Österreich geschrieben – und wie! Aus den drei Produkten und vier Chargen wurden bei Danone 15 Produkte und über 120 Chargen, wobei einige davon nur in Deutschland verkauft werden und wegen des möglichen grenzüberschreitenden Handels auch in Österreich sicherheitshalber vom Rückruf betroffen sind. Was genau zurückgerufen wird und alles zum neuesten Ereignis könnt ihr auch hier nachlesen: 15 Produkte, über 120 Chargen: Danone-Rückruf weitet sich aus.
Kärntnerin kann Rückruf-Ware nicht zurückgeben
Wenig später hat sich eine Kärntnerin bei der Redaktion gemeldet. Sie sei gerade zu einem BIPA im Bezirk Villach-Land gefahren und hätte eines der zurückgerufenen Produkte zurückgeben wollen. „Mir wurde gesagt, dass noch kein aktueller Produktrückruf besteht“, erklärt sie gegenüber 5 Minuten verwirrt. Die Produkte seien „nicht angenommen“ worden. Auf Nachfrage von 5 Minuten hat es dazu weder seitens REWE noch seitens Danone bisher eine Rückmeldung gegeben.
SPAR erst seit Donnerstag von Produktrückruf betroffen
Bei SPAR jedenfalls erklärt man, dass man bis Donnerstag, 5. Februar, von Danone die schriftliche Info hatte, „dass keine Produkte betroffen sind, die zu uns geliefert wurden“, heißt es auf Nachfrage seitens der Pressestelle. Und: „Daher wurden die Produkte bis gestern noch nicht aus dem Sortiment genommen.“ Am Nachmittag dann die Info, dass aufgrund neuer Labor-Erkenntnisse nun doch einige Produkte betroffen sind, die auch nach Österreich geliefert wurden. Diese können in allen Märkten „anstandslos auch ohne Kassabon“ zurückgegeben werden.
„Wir haben noch gestern (Anm.: Donnerstag, 5. Februar) alle diese Produkte aus den Regalen genommen“, erklärt SPAR-Pressesprecherin Nicole Berkmann auf Nachfrage von 5 Minuten.
Gesundheitsministerium schaltet sich ein
Mittlerweile hat sich auch das Gesundheitsministerium eingeschaltet. Seit dieser Woche gibt es eine österreichweite Schwerpunktaktion, wobei Lebensmittelbehörden in allen Bundesländern Proben ziehen. Bislang sei hierzulande noch kein Kleinkind oder Baby bekannt, das an kontaminierter Ware erkrankt ist. Alles dazu hier: Aptamil & Milumil Rückruf: Jetzt schaltet sich das Ministerium ein.