Am Samstagabend kam Mikaela Shiffrin im Olympia-Ort Cortina d‘Ampezzo an – und gab sofort ihre einzige Pressekonferenz, bevor sie selbst in die Bewerbe einsteigen wird: Dreimal, in der Team-Kombination, im Riesentorlauf und im Slalom, wird die 108-fache Weltcupsiegerin versuchen, ihre Bilanz von bisher zwei Olympia-Goldenen und insgesamt drei Olympia-Medaillen aufzubessern. Bevor das der Fall ist, wird sie aber wie so viele die Abfahrt der Damen verfolgen. Natürlich vor allem, um zu sehen, wie sich Lindsey Vonn nach ihrem Kreuzbandriss schlägt: „Ich bin richtig, richtig aufgeregt. Ich habe am Sonntag sogar trainingsfrei. Das heißt, ich werde vor dem Fernseher sitzen und allen meinen Teamkolleginnen die Daumen drücken“, meinte Shiffrin.
Zu Vonn meinte sie: „Ihre Zähigkeit ist unglaublich, es ist einfach wunderschön, ihr nur Zusehen zu können“, meinte Shiffrin und gab sich überzeugt, dass Lindsey Vonn alles schaffen kann: „Ich glaube daran, ich bin ein Believer, wie wir sagen.“ In den sozialen Netzwerken sind aktuell Sujets mit „Be LV“, zusammengesetzt aus „believe“ und den Initialen Vonns, viral. „Ich habe zu 100 Prozent den Glauben, dass alles möglich ist.“ Und dann stellte sie klar, dass sie keinerlei Einfluss darauf hat, ob es zu einem eventuellen „Dreamteam“ mit Vonn in der Team-Kombination kommen wird; vorausgesetzt, dass Vonn nach der Abfahrt es auch da noch einmal probiert. „In Saalbach bin ich mit Breezy Johnson gefahren, das Ergebnis war ja mit Gold sehr erfolgreich. Aber ich habe keinerlei Einfluss darauf, mit wem ich ein Team bilde. Das ist Sache der Trainer. Aber wenn ich mir unser Team anschaue: Egal, mit wem ich antreten darf, alle sind großartig.“