Wirtschaft
In der neuen Wohnsiedlung am Dossenweg im Salzburger Stadtteil Gneis seien nach größeren Anlaufschwierigkeiten fast alle Wohnungen verkauft worden. Diese Zwischenbilanz zieht die Wohnbaugesellschaft Heimat Österreich. Die lange diskutierte Wohnsiedlung kann ab Juli bezogen werden.
Viele der 120 Eigentumswohnungen waren dort lange schwer verkäuflich. Bisher wurde 105 verkauft. Und auch für die restlichen 15 Wohnungen gebe es schon Interessenten, sagt Stephan Gröger von Heimat Österreich.
Dabei habe sich der Verkauf vor einem Jahr zunächst sehr zäh angelassen. Sie seien wegen der von der Stadt Salzburg auferlegten Verkaufsregeln Ladenhüter gewesen. So habe es statt persönlicher Ansprechpartner nur eine Online-Anmeldung samt Los-Entscheidung gegeben, so Gröger.
Nun auch Auswärtige kaufberechtigt
Die Lage habe sich aber geändert, betont der Manager: „Wer eine Wohnung kauft, möchte eine gute Beratung und Personen, die man befragen kann. Zuvor durften nur Stadtbewohner etwas kaufen, und zum Beispiel die Grödiger waren ausgeschlossen. Dass das geändert wurde, hat das Interesse massiv gesteigert.“
Die 15 noch verfügbaren Wohnungen in der Siedlung gehören zu den so genannten Baurechtswohnungen. Diese werden auf „nur“ 99 Jahre verkauft und sind deshalb günstiger. Hier ist Gröger zuversichtlich, dass bis zum Einzug der ersten Bewohner im Juli alle Wohnungen verkauft werden können.
Verkauf im Baurecht deutlich günstiger
Baurechtswohnungen haben eine Kaufpreis von ca. 5.300 Euro pro Quadratmeter. Bei den „normalen“ Eigentumswohnungen in der Siedlung sind es 6.200 Euro pro Quadratmeter, sagt Gröger. Beides sei wegen der Wohnbauförderung deutlich günstiger als frei finanzierte Wohnungen von privaten Bauträgern in dieser Gegend.
Käufer müssen die Kriterien der Salzburger Wohnbauförderungen erfüllen. Sie dürfen also zum Beispiel kein zu hohes Einkommen haben. Die Förderung betrage bei einer Drei-Zimmer-Wohnung im Schnitt rund 50.000 Euro.
Einige Rückkehrer aus Innergebirg
Bisher seien die Käufer „bunt gemischt“, so Gröger: „Wir haben viele aus der Stadt Salzburg, aber auch aus Nachbargemeinden. Aber wir haben auch Fälle, wo jemand aus dem Lungau oder Pinzgau da ist, der beruflich dorthin gegangen, jetzt aber wieder zurückgekommen ist.“