Religion
In der Stiftskirche St. Lamprecht ist am Montag der Linzer Altbischof Maximilian Aichern beigesetzt worden. Ende Jänner starb er im Alter von 93 Jahren. Fast drei Jahrzehnte wirkte der in Wien geborene Benediktiner in der Abtei St. Lamprecht, fünf Jahre als Abt des Klosters.
Obwohl Bischof Maximilian Aichern den Gutteil seines Lebens als Bischof der Diözese Linz in Oberösterreich verbracht hat, war er in „seinem“ Stift St. Lambrecht in der Steiermark tief verwurzelt. Vor 72 Jahren trat der gelernte Fleischhauer als 22-Jähriger aus Wien ins Benediktinerkloster St. Lambrecht ein.
Jetzt kehrte er nach einem langen, erfüllten Leben für immer zurück. Familie, Freunde, Weggefährten, aber auch geistliche und weltliche Würdenträger waren gekommen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.
Beisetzung in der Äbtegruft
„Wir nehmen großer Dankbarkeit Abschied vom ältesten Mitbruder, der vor beinahe 72 Jahren als Novize eingekleidet wurde“, so der aktuelle St. Lambrechter Abt Alfred Eichmann und der Konvent des Benediktinerstiftes. Bischof Maximilian wurde auf eigenen Wunsch in der Äbtegruft beigesetzt, dort, wo sein Vorgänger als Abt, Wilhelm Blaindorfer, 1977 bestattet worden war.

Katholische Kirche Steiermark
Der Sarg des Verstorbenen wurde in die Äbtegruft des Stifts gebracht
Der steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl würdigt den im 94. Lebensjahtr Ende Jänner verstorbenen Aichern: „Ich glaube, dass eines der Dinge, die Maximilian Aichern immer wieder betont hat, ist, dass der ganz konkrete Mensch interessant ist. Und das wird bleiben.“

ORF
Aicherns Wahlspruch lautete In caritate servire („In Liebe dienen“, Anm.)
Sozialhirtenbrief war sein „Lebenswerk“
1990 veröffentlichten die Bischöfe unter seiner Leitung den Sozialhirtenbrief – ein wichtiges Dokument der kirchlichen Soziallehre und wohl Aicherns Lebenswerk, wie Bischof Krautwaschl betont: “Ich glaube ganz einfach, dass wir in unserer Gesellschaft Menschen brauchen und Worte brauchen und Taten brauchen, die uns zusammenbringen. Und da war Maximilian sicher einer, der das vorgelebt hat. Und das braucht es gerade heute wieder.