Der Bundesrat stellt der Ukraine angesichts der schweren Energiekrise ein Hilfspaket im Umfang von bis zu 32 Millionen Franken zur Verfügung. Wie die Landesregierung mitteilte, sollen damit dringend benötigte Energieanlagen beschafft und geliefert werden.
Begründet wird dies durch die «intensiven russischen Angriffen auf die zivile Energieinfrastruktur». Die Ukraine leide unter massiven Stromausfällen bei winterlichen Temperaturen. Zu Jahresbeginn rief Kiew den Energie-Notstand aus. Am Weltwirtschaftsforum in Davos bat die ukrainische Regierung Bundespräsident Guy Parmelin und Aussenminister Ignazio Cassis um rasche Unterstützung.

Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj und Bundesrat Ignazio Cassis bei einem diplomatischen Treffen in Kiew, 2. Februar 2026.
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Das nun bewilligte Paket umfasst die Beschaffung, Lieferung und Installation von achtzehn gasbetriebenen Strommodulen einschliesslich Zubehör und Verbrauchsmaterial. Nach der Installation könne unmittelbar Strom produziert werden. Die Anlagen sind für Fernwärmeunternehmen in vier besonders betroffenen Grossstädten vorgesehen.
Zudem liefern Schweizer Unternehmen bis zu achtzig Dieselgeneratoren unterschiedlicher Leistung. Ein Teil geht an das ukrainische Entwicklungsministerium, das die Geräte prioritär einsetzen soll. Weitere Generatoren und mobile Heizgeräte erhält der Zivilschutzdienst der Ukraine. Damit wird eine bestehende Zusammenarbeit fortgeführt, unter anderem zur Bereitstellung von beheizten Zelten für die Bevölkerung.