Skicrosser Alex Fiva gewann in einem packenden Olympia-Final die Bronzemedaille für die Schweiz, während Fivas Teamkollege Ryan Regez bereits im Halbfinal scheiterte. Im Halbfinal-Heat sorgte eine unsportliche Aktion von Regez für mächtigen Wirbel.
Der Berner Oberländer blockte im Halbfinal einen Überholversuch regelwidrig ab, indem er seinem Kontrahenten Tim Hronek den Arm gegen den Hals drückte. Der Deutsche verlor dadurch für einen Moment die Kontrolle über die Situation und an Geschwindigkeit. Der Japaner Satoshi Furuno war Nutzniesser der Situation und fuhr an Hronek und Regez vorbei in den Final.
«Das war einfach unsportlich»
Im deutschen TV ärgerte man sich gewaltig über die Aktion von Regez. «Das war einfach unsportlich und kostet den Timi den Finaleinzug oder die mögliche Medaille. Was soll man da jetzt noch sagen, so etwas habe ich noch nie erlebt», meinte der derzeit verletzte Skicrosser Tobias Müller als Experte der ARD.

Ryan Regez entschuldigte sich für seine Aktion unmittelbar nach seinem Rennen.Getty Images
Regez selbst war sich seines Fehlers bewusst. «Dann liege ich voll auf ihm und nehme ihn voll aus dem Rennen, das ist mega schade», bedauert der Olympiasieger von Peking 2022 in der Mixed Zone von Livigno. «Es tut mir mega leid für ihn. Ich bin nicht stolz auf das und würde das rückgängig machen, wenn ich könnte. Es ist unsportlich und nicht fair.»
Tränen bei Regez – Hronek genervt
Der 33-Jährige zeigte sich emotional nach dem verpassten Finaleinzug und vergoss Tränen im Interview: «Es ist mega frustrierend. So viele Freunde und Familie kamen vorbei und ich konnte nicht ganz abliefern. Es war einfach ein Fehler zu viel.»
Tim Hronek selbst ärgerte sich nach dem Rennen über die Aktion von Regez und nahm die Entschuldigung des Schweizers murrend zur Kenntnis. «Das bringt mir am Ende des Tages genau gar nichts. Das ist ziemlich unsportlich in meinen Augen. Davon kann ich mir nichts mehr kaufen, aber das ist der Sport Skicross», sagte der Deutsche.
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