Der Vorfall ereignete sich inmitten erhöhter regionaler Spannungen, als Israel und die USA Luftangriffe auf den Iran durchführten, was zu Vergeltungsangriffen mit Raketen aus Teheran auf Golfstaaten mit US-Stützpunkten und Israel führte.
Die Aufnahmen entstanden in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts Incirlik, einer wichtigen NATO-Einrichtung etwa 10 km von der Stadt Adana entfernt. Dort ist das US-Militär seit Jahrzehnten stationiert.
Zu den verhafteten Journalisten gehörten Kenan Sener, Chefredakteur der unabhängigen Nachrichtenagentur Anka, sowie der Reporter Sergen Olcer und Mehlika Bilen, Geschäftsführerin von Koza TV.
Aufnahme auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik. Foto: defense.gov
Dieses Ereignis fiel zeitlich mit Protesten türkischer Bürger in der Stadt Izmir zusammen. Viele Menschen versammelten sich vor einem weiteren NATO-Stützpunkt, um Parolen gegen die Angriffe der USA und Israels auf den Iran zu skandieren, was auf eine wachsende Welle der Empörung hindeutet.
Nach den Verhaftungen durch die Behörden verurteilte der türkische Journalistenverband die Maßnahmen aufs Schärfste und erklärte, sie stellten eine Behinderung legitimer journalistischer Rechte dar. Auf der Social-Media-Plattform X veröffentlichte der Verband eine deutliche Botschaft zur Verteidigung seiner Kollegen.
Die Erklärung der TGS lautet wie folgt: „Es ist inakzeptabel, dass Journalisten, die ihrer Arbeit zu einem Thema nachgehen, das in engem Zusammenhang mit einem in unserer Region tobenden Krieg steht, festgenommen werden. Wir stehen an der Seite unserer Kollegen. Die Journalisten müssen unverzüglich freigelassen werden.“
TGS argumentiert, dass die Inhaftierung von Journalisten, die während einer heiklen Kriegszeit ihrer Berichterstattung nachgehen, ein Fehler sei und fordert die Behörden auf, die Sicherheit und die Rechte dieser Journalistengruppe zu gewährleisten.
Quelle: https://congluan.vn/lan-song-phan-doi-vu-bat-giu-cac-nha-bao-tho-nhi-ky-tai-can-cu-nato-10331935.html