Bei einem Angriff auf zwei Öltanker vor der irakischen Küste ist dem irakischen Staatsfernsehen zufolge mindestens ein Besatzungsmitglied getötet worden. 38 weitere Besatzungsmitglieder seien bislang gerettet worden und die Suche nach Vermissten dauere an, sagte der Leiter der irakischen Hafenbehörde, Farhan al-Fartousi, dem irakischen Staatsfernsehen am Donnerstag. Die Pressestelle der irakischen Regierung teilte der irakischen staatlichen Nachrichtenagentur INA mit, zwei Tanker seien “Sabotage” ausgesetzt gewesen.

Zuvor hatte al-Fartousi INA gesagt, ein “ausländischer Öltanker” sei in den irakischen Hoheitsgewässern angegriffen worden.

Die ersten sechs Tage des Krieges gegen den Iran haben die USA einem Bericht der “New York Times” zufolge mehr als 11,3 Milliarden Dollar (mehr als 9,76 Milliarden Euro) gekostet. Viele Kosten im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für die Angriffe seien darin noch nicht enthalten, berichtete die Zeitung weiter. Sie beruft sich auf eine Pentagon-Besprechung mit Kongressabgeordneten. Die endgültige Summe für die erste Woche des Krieges könnte damit noch erheblich steigen.

US-Medien zufolge hatten Regierungsvertreter aus dem Verteidigungsbereich dem Kongress zuvor gesagt, dass allein in den ersten beiden Tagen Munition im Wert von 5,6 Milliarden Dollar verbraucht worden sei. Dies würde deutlich über früheren öffentlichen Schätzungen liegen.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Kriegstag töteten sie den obersten Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, und weitere Mitglieder der iranischen Führung. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

Nach einer Explosion an der US-Botschaft in Norwegens Hauptstadt Oslo am Wochenende hat die norwegische Polizei drei Brüder wegen des Verdachts eines “terroristischen Bombenanschlags” festgenommen. Die Ermittler gingen davon aus, dass einer der Brüder einen Sprengsatz vor der Botschaft platziert habe und die anderen beiden an der Tat beteiligt gewesen seien, sagte der Staatsanwalt Christian Hatlo bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Die drei Norweger in ihren Zwanzigern wurden Hatlo zufolge in Oslo festgenommen. Die Polizei untersuche noch das Motiv der mutmaßlichen Täter. Eine der Hypothesen sei, dass die Männer im “Auftrag eines Staates” gehandelt hätten. “Das ist angesichts des Ziels – der US-Botschaft – und der heutigen weltweiten Sicherheitslage durchaus naheliegend”, sagte Hatlo.

Der Anwalt eines der Verdächtigen, Oystein Storrvik, sagte dem norwegischen Sender TV2, sein Mandant habe seine Beteiligung an dem Fall zugegeben. “Er gesteht, dass er die Bombe dort platziert hat”, sagte Storrvik.