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Aktuelle News zum Iran-Krieg im Ticker: USA nehmen strategisch wichtige Insel ins Visier. Iran warnt vor Angriff auf Öl-Infrastruktur.

Update, 6:15 Uhr: Die iranischen Streitkräfte haben nach der Bombardierung der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg durch die US-Armee Washington vor einem Angriff auf den Öl- und Energiesektor gewarnt. Ein Sprecher sagte nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV, dass bei einem Angriff auf Irans Öl-, Wirtschafts- oder Energieinfrastruktur „alle entsprechenden US-Einrichtungen in der Region zerstört werden“. 

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran

Fotostrecke ansehenInsel Kharg im Visier

Update, 5.55 Uhr: US-Streitkräfte haben die militärischen Anlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört. Das teilte US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social mit. Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er vorerst verzichtet. Gleichzeitig warnte er den Iran: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus versuchen zu behindern, werde er die Entscheidung sofort überdenken. Der Verkehr durch die für den globalen Ölhandel wichtigen Meerenge ist durch eine iranische Blockade fast zum Erliegen gekommen.

Iran-News: Kämpfe zwischen Israel und Hisbollah gehen weiter

Update, 14. März, 5:50 Uhr: Unterdessen griffen der Iran sowie die mit ihm verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon in der Nacht erneut den Erzfeind Israel mit Raketen an. Am frühen Morgen heulten an Israels Grenze zum nördlichen Nachbarland wieder die Sirenen. Israels Militär greift im Gegenzug die Miliz im Libanon weiter an.

Iran-Krieg - Israel

In Israel heulten erneut die Sirenen. (Archivbild) © Ohad Zwigenberg/AP/dpaIran-News: USA schicken weitere Truppen in den Nahen Osten

Update, 22:00 Uhr: Knapp zwei Wochen nach Ausbruch des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran schickt das Pentagon weitere Truppen und Schiffe in den Nahen Osten. Wie das Wall Street Journal berichtet, befindet sich unter anderem das amphibische Angriffsschiff „USS Tripoli“ auf dem Weg in die Krisenregion. Zusätzlich sollen laut Axios Tausende Marine-Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und F-35-Kampfjets die bestehenden US-Streitkräfte vor Ort verstärken – auf Anfrage des Centcom, das im Iran-Krieg nach eigenen Angaben mehr militärische Handlungsoptionen anstrebt. Die Infanteristen wären bei Bedarf auch für Bodeneinsätze bereit.

Iran-News: Straße von Hormus offen für Putins Schattenflotte?

Update, 20:10 Uhr: Seit dem Beginn des Iran-Krieges vor zwei Wochen haben einer auf Seetransporte spezialisierten Website zufolge nur 77 Schiffe die Straße von Hormus passiert. Mehr als die Hälfte dieser Schiffe gehöre zur sogenannten Schattenflotte, erklärte „Lloyd‘s List Intelligence“ am Freitag. Damit sind die häufig veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe gemeint, mit denen insbesondere Russland und der Iran internationale Sanktionen umgehen.

Die seit Monatsbeginn verzeichneten 77 Durchfahrten durch die Straße von Hormus bedeuten „Lloyd‘s List Intelligence“ zufolge einen massiven Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vom 1. bis zum 11. März 2025 wurden demnach 1299 Durchfahrten registriert.

Iran-News: USA setzen Belohnung für Hinweise auf Chamenei-Verbleib aus

Update, 19:08 Uhr: Die USA belassen es nicht bei den Drohungen gegen die neue iranische Führung: Die Trump-Regierung setzt eine hohe Belohnung für Hinweise auf den neuen Ajatollah, Modschtaba Chamenei, aus. Dies berichtet die AFP unter Berufung auf das US-Außenministerium. Demnach würden zehn Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) für Hinweise über den Verbleib Chameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher gezahlt. Der Sohn des bei einem israelischen Luftangriff getöteten Ayatollah Ali Chamenei war am Sonntag zu seinem Nachfolger ernannt worden.

Iran-News: Trump glaubt an „ein bisschen“ Putin-Unterstützung für Teheran

Update, 18:47 Uhr: Donald Trump hält es für möglich, dass der russische Präsident Wladimir Putin dem Iran im Krieg mit den USA und Israel hilft. Auf eine entsprechende Frage sagte er Fox News in einem Radiointerview: „Ich glaube, er hilft ihnen vielleicht ein bisschen, ja“. Putin wiederum denke wahrscheinlich, dass die USA der Ukraine helfen würden, was sie auch täten, fuhr Trump fort. „Sie tun es. Und wir tun es“, sagte er. 

Mehrere Medien hatten jüngst berichtet, dass Russland dem Iran Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten liefere. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten etwa der US-Sender CNN und die Washington Post. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff, der die US-Delegation bei Gesprächen mit Moskau und Kiew für ein Ende des Ukraine-Kriegs leitet, wurde darauf zuletzt mehrfach angesprochen. Nach eigenen Angaben teilte er Russland mit, dass es Teheran nicht mit Informationen im Iran-Krieg unterstützen soll. Kürzlich sagte Witkoff zudem, russische Vertreter hätten Trump in einem Telefongespräch versichert, keine Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu teilen.

Trump droht dem Iran mit Angriffen

Update, 17:52 Uhr: Nach Drohungen aus Teheran steht nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump die Glaubwürdigkeit des neuen obersten Führers des Irans Modschtaba Chamenei auf dem Prüfstand. „Sie reden sehr viel, also wird er jetzt liefern müssen“, sagte Trump dem Sender Fox News Radio.

Irans neuer Religionsführer hatte in einer Stellungnahme Rache für Opfer im Krieg gegen die USA und Israel gefordert und angekündigt, die Straße von Hormus weiter als Druckmittel einzusetzen. Trump kündigte derweil weitere Angriffe auf den Iran an. „Wir werden sie in der nächsten Woche sehr hart treffen.“

Iran-News: Kanzler Merz fordert schnelles Kriegsende

Update, 16:51 Uhr: Bundeskanzler Merz hat ein schnelles Ende des Iran-Krieges gefordert und auf wirtschaftliche Schäden auch für Deutschland durch den Konflikt verwiesen. „Wir hoffen, dass wir Wege finden, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden, weil er niemandem nutzt und vielen schadet, ökonomisch auch uns“, sagte Merz am Freitag bei einer Pressekonferenz mit dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Störe und dem kanadischen Premierminister Mark Carney. „Wir unternehmen alle Anstrengungen, um diesen Krieg im Iran und mit dem Iran zu beenden. Alle diplomatischen Kanäle werden genutzt“, sagte Merz weiter.

Gewissheit nach Absturz von US-Tankflugzeug

Update, 15:47 Uhr: Beim Absturz des Tankflugzeugs der US-Streitkräfte im Westen des Iraks ist nun der Tod aller sechs Insassen bestätigt worden. Alle Besatzungsmitglieder seien für tot erklärt worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) in einem Update auf X mit. Zuvor war bereits der Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder verkündet worden. 

Das US-amerikanische Tankflugzeug vom Typ KC-135 war nach Angaben des US-Militärs am Donnerstag gegen 14.00 Uhr Ortszeit abgestürzt. Die Umstände des Vorfalls würden noch untersucht. Der Verlust sei jedoch weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen, hieß es in den Posts auf X. Die Identität der verstorbenen Soldaten werde erst bis zu 24 Stunden nach der Benachrichtigung der Angehörigen bekanntgegeben.

Update, 14.50 Uhr: Trotz der neuen israelischen Angriffswelle trat eine ganze Reihe ranghoher Vertreter der iranischen Führung am Freitag in Teheran bei einer Kundgebung zur Unterstützung der Palästinenser auf, unter ihnen Sicherheitschef Ali Laridschani, Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei und Außenminister Abbas Araghtschi. Das Staatsfernsehen zeigte Peseschkian, wie er Anhänger begrüßte und Selfies auf den regennassen Straßen von Teheran machen ließ.

Laridschani bezeichnete die US-israelischen Angriffe auf den Iran als einen Akt der „Verzweiflung“. Je mehr Druck Trump ausübe, „desto stärker wird die Entschlossenheit der Nation werden“, sagte Laridschani während der Kundgebung. Als Justizchef Edschei im Staatsfernsehen sprach, war im Hintergrund eine Explosion zu hören.

Iran-News: Hegseth sieht „verzweifelten“ Chamenei

Update, 13:51 Uhr: Der amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth hat sich zum Schicksal des neuen religiösen Führers des Iran, Modschtaba Chamenei, geäußert. Er behauptete auf einer Pressekonferenz, Chamenei sei „verwundet und wahrscheinlich entstellt“. Weiter hieß es von Hegseth, er sei „verzweifelt“ und nun „untergetaucht“: „Das ist es, was Ratten tun.“ Er stellte infrage, warum Chamenei nur eine schriftliche Erklärung veröffentlicht habe und nicht vor die Kameras getreten sei. Dies sorge für Fragezeichen.

Update, 13:04 Uhr: Der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani ist am Freitag öffentlich bei einer Kundgebung zur Unterstützung der Palästinenser in Teheran aufgetreten. Die Nachrichtenagentur Irna meldete wenig später, dass im Zentrum der iranischen Hauptstadt in der Nähe der Kundgebung mindestens ein Mensch bei einer Explosion getötet worden sei. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Die israelische Armee hatte die Bevölkerung am Morgen aufgerufen, zwei Gebiete in der Nähe des Veranstaltungsortes zu verlassen. Der Auftritt Laridschanis war einer der ranghöchsten eines Vertreters der iranischen Führung seit Kriegsbeginn am 28. Februar.

Update, 11:34 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das Lockern von Sanktionen gegen Russland deutlich kritisiert. „Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch“, sagte Merz am Freitag bei einem Besuch im norwegischen Andöya. Die USA hatten zuvor bekannt gegeben, dass sie wegen der steigenden Ölpreise infolge des Iran-Krieges vorübergehend den Verkauf russischen Erdöls wieder erlauben.

Merz beriet mit dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Störe unter anderem über Möglichkeiten zur Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland. In dem Zusammenhang sagte Merz: „Russland zeigt leider weiter keine Verhandlungsbereitschaft. Wir werden deshalb und müssen den Druck auf Moskau weiter erhöhen.“ Die Unterstützung für die Ukraine werde fortgesetzt. „Wir werden uns davon nicht durch den Iran-Krieg abbringen oder ablenken lassen.“

Iran-News: Vier weitere US-Soldaten getötet

Erstmeldung: Im Rahmen des US-Einsatzes gegen den Iran sind vier weitere US-Soldaten ums Leben gekommen. Das US-Zentralkommando CENTCOM hat bestätigt, dass in dem im Westen des Irak abgestürzten KC-135-Betankungsflugzeug vier Soldaten ums Leben gekommen sind. Die Such- und Rettungsaktion für die verbleibenden zwei Crewmitglieder des Fliegers läuft demnach weiter.