Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Nato könnte 800.000 Soldaten durch Deutschland schicken

27.04.2026 – 08:34 UhrLesedauer: 3 Min.

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Nato-Soldaten verschiedener Mitgliedsstaaten (Archivbild): 800 000 von ihnen könnten durch Deutschland verlegt werden. (Quelle: IMAGO/Dwi Anoraganingrum)

Im Bedrohungsfall müssen Nato-Streitkräfte durch Deutschland an die Ostflanke gelangen. Die Ukraine hat die von Russland annektierte ukrainische Halbinsel Krim angegriffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Sollte es zu einer Bedrohung eines oder mehrerer Nato-Staaten kommen, würden Truppenteile der Nato an deren Ostflanke verlegt. Das erklärte der Bundeswehr-Oberst Armin Schaus dem Sender n-tv. “Allein zur Abschreckung würden bis zu 800.000 Streitkräfte der Nato-Staaten samt Gerät durch Deutschland hindurch an die Ostflanke verlegt.”

Dafür müsse es nicht zu einem militärischen Angriff durch Russland kommen, so Schaus. Er glaube, Deutschland werde sich weit weg vom Spannungsfall befinden, wenn es zu dieser Bewegung durch Deutschland komme, “wenn also diese Verlegung von hunderttausenden Kräften durch alle Verkehrsträger geht – Lufttransport, Schiene, Wasser und ganz viel über Straße”, so der Bundeswehr-Oberst.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Russland nach Angaben staatlicher Medien die weitere Unterstützung seines Landes zugesichert. Bei einem Treffen mit einer russischen Delegation um Verteidigungsminister Andrej Beloussow soll Kim den Ausbau der militärischen Beziehungen besprochen haben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

Anlass des Besuchs war die Einweihung eines Denkmals für nordkoreanische Soldaten, die in der russischen Grenzregion Kursk getötet wurden. Schätzungen zufolge hat Nordkorea rund 14.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine entsandt, von denen mehr als 6.000 gefallen sein sollen. Beloussow zufolge vereinbarten beide Seiten, die militärische Zusammenarbeit auf eine langfristige Basis zu stellen und noch in diesem Jahr einen Kooperationsplan für die Jahre 2027 bis 2031 zu unterzeichnen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat eine für die im Ukraine-Krieg gefallenen nordkoreanischen Soldaten eröffnete Gedenkstätte eingeweiht. Während seiner Rede dazu, die er bereits am Sonntag in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang hielt, sprach Kim auch von der Notwendigkeit, die Beziehungen zwischen Pjöngjang und Moskau zu einem “mächtigen Bollwerk” zu stärken, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. Nordkorea ging dafür eine für das Land beispiellose Militärkooperation mit Russland ein. Laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes NIS wurden bis zu 15.000 Soldaten aus Nordkorea zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt. Rund 600 sollen demnach während ihres Auslandseinsatzes gestorben sein, mehr als 4.000 weitere Soldaten verwundet.

Bei der Eröffnungszeremonie für das “Gedenkmuseums für militärische Auslandsoperationen und Kampferfolge” – so der offizielle Titel der Gedenkstätte – waren auch der russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin sowie der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow anwesend. Die Veranstaltung erfolgte zum Jahrestag der russischen Rückeroberung der zuvor von ukrainischen Streitkräften eingenommenen Region Kursk.