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Die aktuelle Lage im Iran-Krieg im News-Ticker: Pause in den militärischen Konfrontationen. Starten nun die Verhandlungen über ein Ende des Kriegs?
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Update, 8:30 Uhr: Nach den jüngsten militärischen Konfrontationen scheinen die USA und der Iran erneut auf die diplomatische Karte zu setzen. Die Trump-Regierung wartet auf Teherans Antwort auf einen US-Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs. Gespräche der Konfliktparteien unter der Vermittlung Pakistans könnten laut Wall Street Journal bereits in der kommenden Woche erneut in Islamabad stattfinden. Trump sagte am Abend, seine Regierung erwarte eine Rückmeldung des Irans. Auf die Frage, ob die Iraner die Verhandlungen hinauszögerten, antwortete Trump: „Das werden wir bald herausfinden.“

Trump wartet auf eine Antwort aus dem Iran. © Jose Luis Magana/AP/dpa
Update, 9. Mai, 6:50 Uhr: Der Iran kann einer Seeblockade nach Einschätzung des US-Geheimdienstes CIA noch vier Monate standhalten. Zudem hätten die von US-Präsident Donald Trump als Erfolg gefeierten Bombardements die iranische Führung nicht zum Einlenken gezwungen, berichtet die Zeitung Washington Post unter Berufung auf einen Insider. Der Konflikt dürfte der Analyse zufolge trotz Trumps Bemühungen um ein rasches Ende vorerst andauern.
Straße von Hormus
Update, 21:54 Uhr: Das iranische Militär hat die Kämpfe mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet erklärt. „Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig“, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle.
Vorausgegangen war laut iranischer Darstellung ein Angriff amerikanischer Streitkräfte auf einen unbeladenen Öltanker unter iranischer Flagge am Mittwoch, der die jüngste Eskalation im Iran-Krieg ausgelöst haben soll. In der Nacht zuvor hatte die iranische Marine US-Schiffe mit acht Marschflugkörpern und 24 Kamikazedrohnen attackiert – ein Marschflugkörper und drei Drohnen sollen amerikanische Zerstörer getroffen und Brände ausgelöst haben, wie Tasnim berichtete. Eine US-Bestätigung steht aus.
Energiekrise druch Iran-Krieg: Asean-Staaten plannen Rahmenabkommen zur Energiesicherheit
Update, 19:49 Uhr: Angesichts der durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiekrise wollen die südostasiatischen Asean-Staaten baldmöglichst ein Rahmenabkommen zur Energiesicherheit schließen. Nach einem Gipfel der Asean-Staats- und Regierungschefs in Cebu sagte der philippinische Präsident Ferdinand Marcos am Freitag: „Wir setzen uns dafür ein, die Idee zu fördern und weiterzuentwickeln, eine Reserve an Treibstoffen aller Art aufzubauen.“ Alle Mitgliedstaaten seien sich über die Notwendigkeit einig, schnell zu handeln.
In ihrer Abschluss-Erklärung forderten die Asean-Staaten eine Öffnung der Straße von Hormus, die seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar blockiert ist.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Update, 18:51 Uhr: Nach den US-Luftangriffen auf Ziele entlang der Küste ist iranischen Angaben zufolge mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Ein Regierungsvertreter der Küstenstadt Minab berichtete laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim über Opfer, nachdem ein Frachtschiff im Meer getroffen worden war. Zehn von 15 Besatzungsmitgliedern seien verletzt worden. Für den Rest der Crew wurde eine Suchaktion eingeleitet. Ein Mitglied wurde am Freitag schließlich tot geborgen.
Neue Kämpfe in der Straße von Hormus zwischen Iran und US-Streitkräften
Update, 18:22 Uhr: In der Straße von Hormus ist es nach iranischen Angaben zu neuen Kampfhandlungen zwischen dem US-Militär und iranischen Streitkräften gekommen. Die Nachrichtenagentur Fars sprach am Freitag von „sporadischen Kämpfen mit amerikanischen Schiffen“, die sich seit einer Stunde zugetragen hätten. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.
Das US-Militär teilte wiederum mit, am Freitag zwei unter iranischer Flagge fahrende Frachtschiffe mit „Präzisionsmunition“ angegriffen und manövrierunfähig gemacht zu haben. Die Schiffe „Sea Star III“ und „Sevda“ hätten versucht, die US-Blockade zu durchbrechen, erklärte das zuständige Zentralkommando Centcom im Onlinedienst X. Konkret habe ein Kampfflugzeug „Präzisionsmunition“ in die Schornsteine der Schiffe abgefeuert.
Iran-Krieg: USA erhöhen Druck auf NATO-Partner
Update, 17:26 Uhr: Außenminister Marco Rubio erklärte, dass US-Präsident Donald Trump noch keine Entscheidung darüber getroffen hat, wie mit verbündeten Staaten umzugehen ist, die der US-Armee die Nutzung ihrer Stützpunkte für Angriffe auf den Iran verweigern. „In letzter Instanz wird der Präsident darüber entscheiden – und das hat er noch nicht“, äußerte Rubio am Freitag während seines Aufenthalts in Rom.
Rubio betonte, dass die Möglichkeit, Streitkräfte in Europa zu stationieren und von dort aus zu operieren, einer der Hauptgründe sei, warum die USA in der NATO sind. Er stellte klar, dass, falls diese Option nicht mehr gegeben sei, „ist das ein Problem und muss untersucht werden“.
Iran-Krieg: US-Militär trifft laut iranischen Angaben iranisches Frachtschiff
Update, 16:25 Uhr: Bei einem US-Angriff nahe der Straße von Hormus ist iranischen Angaben zufolge in der Nacht zum Freitag ein iranisches Frachtschiff getroffen worden. Dabei seien zehn Seeleute verletzt worden, fünf weitere würden vermisst, meldete die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Freitag unter Berufung auf einen örtlichen Beamten. Das Schiff habe sich in der Nähe der Gewässer von Minab befunden und sei infolge der Angriffe in Brand geraten.
Die zehn verletzten Seeleute seien in ein Krankenhaus eingeliefert worden, während Such- und Rettungskräfte weiterhin nach den fünf vermissten Seeleuten suchten. Ob das Frachtschiff direkt angegriffen worden war, blieb zunächst unklar.
Update, 15:28 Uhr: Das US-Militär hat laut eigenen Angaben mehr als 70 Tanker vor Irans Küsten blockiert. Das teilte das US-Zentralkommando auf X mit. Die Schiffe hätten eine Kapazität von über 166 Millionen Barrel iranischen Öls im Wert von schätzungsweise mehr als 13 Milliarden Dollar. „Derzeit hindern die US-Streitkräfte mehr als 70 Tanker daran, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen“, erklärte das US-Zentralkommando. Im Zuge des Iran-Kriegs seien zudem mehr als 50 Schiffe bereits umgeleitet worden, hieß es weiter.
Washington rechnet noch heute mit Antwort aus Teheran
Update, 14:44 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat erklärt, Washington rechne noch heute mit einer Reaktion Teherans auf ein mögliches Kriegsende. „Wir sollten heute etwas erfahren“, sagte Rubio bei einem Pressegespräch in Rom vor Journalisten, wie CNN den Minister zitiert. Rubio äußerte sich demnach besorgt über Berichte, wonach der Iran versuche, eine Behörde zur Kontrolle des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus einzurichten. „Das wäre sehr problematisch, das wäre schlicht inakzeptabel“, sagte der US-Außenminister. Zum Ausbleiben der iranischen Antwort erklärte er, das iranische System sei „nach wie vor stark zersplittert und zudem dysfunktional“, was als Hindernis wirken könne.
Update, 14:11 Uhr: Der Iran hat einem Medienbericht zufolge eine eigene Behörde für die Kontrolle und zur Erhebung von Mautgebühren für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus aufgebaut. Das Amt habe bereits ein neues Regelwerk eingeführt, das „Schiffe dazu verpflichtet, eine Durchfahrtgenehmigung einzuholen und Gebühren zu entrichten, bevor sie losfahren“, meldete das Fachmagazin Lloyd‘s List, das über Schifffahrt und Seehandel berichtet.
In den Formularen müssten „detaillierte Aufzeichnungen über Eigentümer, Versicherung, Besatzung und die geplante Transitroute“ gemacht werden. Am Dienstag hatte bereits der iranische Sender Press TV berichtet, dass ein „System zur Ausübung der Souveränität über die Straße von Hormus“ aufgebaut worden sei.
Iran-Krieg: Teheran bringt sanktionierten Tanker zurück an iranische Küste
Update, 13:37 Uhr: Der Iran hat nach Angaben seiner Armee einen mit US-Sanktionen belegten Tanker mit iranischem Öl an seine Küste zurückgebracht. Der Tanker „Ocean Koi“ habe versucht, die iranischen Ölexporte „zu schädigen und zu stören“, erklärte die Armee in einer am Freitag im Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung. Das Schiff sei an die Südküste des Iran umgeleitet worden. Der Grund für den Schritt im Golf von Oman war unklar, nähere Angaben wurden nicht gemacht.
Das iranische Staatsfernsehen veröffentlichte ein Video, das die „Beschlagnahmung“ des Tankers zeigen soll. Zu sehen ist, wie iranische Streitkräfte dem Schiff nachts in kleinen Booten folgen und es mithilfe einer Leiter entern, ehe es zurück in iranische Gewässer gebracht wird. Die Armee erklärte, der Tanker sei nach seiner Rückkehr in iranische Gewässer den Justizbehörden übergeben worden.
Update, 12:47 Uhr: Aufgrund des Iran-Kriegs droht in der EU ein Kerosin-Engpass. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat angesichts dessen den Weg für die Verwendung von Kerosin aus den USA geebnet. „Eine mögliche Einführung von Jet A in Europa oder anderen Teilen der Welt würde keine Sicherheitsbedenken aufwerfen, sofern die Einführung ordnungsgemäß abgewickelt wird“, erklärte die EASA am Freitag. Der Flugzeugtreibstoff Jet A wird in den USA produziert und ist in Europa bisher nicht zugelassen.
Saudi-Arabien bemüht sich um „Deeskalation und Verhandlungen“
Update, 11:52 Uhr: Inmitten der eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat ein hochrangiger saudischer Diplomat die Bemühungen um „Deeskalation und Verhandlungen“ bekräftigt. In einem Beitrag auf X mahnte der saudische Außenminister Rayed Krimly zugleich zur Vorsicht gegenüber „Medienberichten, die auf ungenannte Quellen zurückgehen – von denen einige behaupten, Saudis zu sein –, die etwas anderes suggerieren“.
Der Hinweis dürfte auf einen Bericht des Wall Street Journal abzielen, demzufolge Saudi-Arabien und Kuwait die Beschränkungen für den US-Zugang zu ihren Militärbasen und ihrem Luftraum aufgehoben haben sollen. Laut der Zeitung, die sich auf ungenannte US-amerikanische und saudische Beamte beruft, waren die Beschränkungen kurz nach Trumps Ankündigung seiner Militäroperation „Project Freedom“ zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus verhängt worden – und hätten den US-Präsidenten dazu bewogen, die Operation am Dienstag vorerst auszusetzen.
Update, 10:22 Uhr: China hat sich „äußerst besorgt“ über die Lage in der Straße von Hormus gezeigt. Das chinesische Außenministerium äußerte sich alarmiert angesichts der wachsenden Zahl von Schiffen, die von den anhaltenden Spannungen in der Meerenge betroffen sind. Nach Angaben des Ministeriums wurde ein chinesischer Tanker in der Straße von Hormus angegriffen. Chinesische Staatsbürger befänden sich an Bord – Opfer unter der Besatzung seien bislang jedoch nicht gemeldet worden.
Iran-Krieg: Öltanker fährt durch Straße von Hormus und erreicht Südkorea
Erstmeldung: Ein Öltanker hat die Straße von Hormus passiert und Südkorea erreicht. Die unter maltesischer Flagge fahrende „Odessa“ wurde heute gegen 10 Uhr Ortszeit vor der Küste von Seosan gesichtet, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Das Schiff hatte die umkämpfte Meerenge demnach am 17. April während einer kurzen Entspannungsphase der Blockade durchquert.
An Bord befinden sich nach Schätzungen rund eine Million Barrel Rohöl – eine Lieferung, die Südkoreas Sorgen um die Energieversorgung nach den Verwerfungen des Iran-Kriegs zumindest teilweise lindern dürfte. Branchenquellen zufolge soll die Ladung zunächst zu Erdölprodukten wie Benzin und Diesel verarbeitet werden, bevor sie auf dem heimischen Markt landet.