Da hat Generalsekretär Mark Rutte Recht: Die Nato wird gemeinsame Nenner finden für jene Themen, die aktuell viel Sand ins Bündnis-Getriebe bringen: Unterstützung der Amerikaner im Krieg gegen den Iran, Ukraine-Hilfe, Lastenteilung.

Die Nato hat ein grundsätzliches Problem

Ein Grundproblem der Allianz ist damit aber nicht gelöst: Ausgerechnet der mit Abstand stärkste Partner Amerika betreibt unter Führung Donald Trumps seine Bündnis- wie seine Außenpolitik insgesamt: fixiert auf kurzfristige Vorteile, auf „Deals“.

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Da ist kaum Platz für Grundsätze und Strategie. Umso mehr für Gefühle, Stimmungswechsel, Hauruck. Daher die Wut darüber, dass die Partner das Nato-Gebiet nicht einfach mal auf die Straße von Hormus ausweiten wollen, bloß weil sich Amerika dort verhoben hat. Daher auch die vielen Richtungswechsel Trumps in seiner Ukraine- und Russland-Politik.

Auf Vertrauen angelegt

Schwierig für ein Bündnis, das auf gemeinsame Werte, Verträge, Vertrauen und auf Stabilitätsexport angelegt ist.

Wobei die Europäer aufpassen müssen, die Allianz nicht ihrerseits zu belasten. Dass Partner wie Spanien den USA ihre Basen für den Irankrieg sperren, steht für das Gegenteil von Partnerschaft. Politisch töricht. Erinnert sei auch daran: Die Forderung der USA nach massiver Entlastung durch die Europäer bei der konventionellen Verteidigung Europas ist redlich. Auch wenn sie von Trump kommt.