Nehammer: Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel möglich. Die Einzelhändler werden doch in wenigen Wochen die Preise soweit anheben wie vor der möglichen MWSt Senkung, oder bin ich zu pessimistisch?

29 comments
  1. Davor aber die Preise noch mal schnell um 20% anheben. Das ist der Trick. Dann MWSt Senkung, ein bissi Zeit vergehen lassen und die Preise wieder anheben wie vor der Senkung.

  2. Steuersenkungen (im MWSt Bereich) sind der größte Blödsinn weil sie sie gut wie nie an die Endverbraucher weitergegeben werden. Die Unternehmen nutzen das so gut wie immer zur Profit Steigerung.

    Und wenn dann die Steuer wieder angehoben wird, wirds nochmal teurer weil die Unternehmen ja nicht mehr auf den Profit verzichten wollen.

  3. Sehe eine Senkung der MWSt auch eher kritisch. Einerseits wird das einfach da einfach die Produktpreiskalkulation entsprechend angepasst.

    Auf der anderen Seite ist die MWSt die größte Steuereinnahme eines Staates, Gefahr die ich da sehe ist, dass wir uns da langfristig ein noch größeres Loch graben.

    Davon abgesehen komme ich nicht um den Gedanken herum, dass die ÖVP gerade in besonderer Spendierlaune ist, um der Nachfolgeregierung einen schönen Schuldenberg zu überlassen. Nimmt man an, die ÖVP hat sich schon mit der Opposition abgefunden, wäre eine SPÖ Regierung voller unbeliebter Maßnahmen wohl der direkteste Weg für eine “neue, sich selbst gefundene” ÖVP bei der übernächsten Wahl wieder zu gewinnen.

  4. Die wollen krampfhaft Wahlzuckerl verteilen aka “wenn wir neue Schulden aufnehmen und euch das Geld schenken, bitte bitte wählt uns wieder”. Abgesehen davon das wir die ja gar nicht regulär gewählt haben – siehe Wahlkampfkosten, siehe intervention der shorty-Gang bei Fellner etc… um “eventuell” Stimmen zu ergattern und die Wähler dergestalt zu beeinflussen.

  5. Ich sehs nicht so pessimistisch wie viele hier. Der Österreichische Lebensmittelhandel ist ja doch sehr kompetitiv, die Motivation die Senkung großteils weiterzugeben um wettbewerbsfähig zu bleiben ist also da.

  6. nein, das bist du gar pessimistisch. das passiert genau so.

    sah man gut als sie die steuern auf frauenhygieneartikel gesenkt haben, leider waren dann urplötzlich die herstellungskosten um genau den betrag teurer und der preis blieb gleich…

    das war nur ein steuergeschenk an die hersteller

  7. Des wird ja nie funktionieren, die Großgeschäften sehen des als Möglichkeit noch mehr Profit zu machen was sie eh schon machen mit der massiven Inflationsverfälschung woran sie sich schuldig machen. Nächstes Jahr werden wir lesen wie alle Geschäfte rekord Gewinne machen über unsere Rücke. MWSt Senkung hilft nur die Geschäfte, nicht der Konsument.

  8. Natürlich, aber psst, im Moment können die Experten das noch nicht voraussehen, es dauert also noch bis dann völlig unerwartet genau das eintritt was vorher schon jeder gewusst hat.

  9. Wenn die eine Steuersenkung nicht weitergeben würde, warum erhöht der Lebensmittelhandel dann nicht einfach sowieso alle Preise um 20%? Finde keinen anderen Unterschied als dass der Konsument eher checkt dass er veroascht wird? Zu teuer sind den Leuten die Sachen ja jetzt auch schon, scheint kein Problem zu sein.

  10. Des warat natürlich großartig. Eine niedrigere Mehrwertsteuer macht Waren für KundInnen sofort billiger und hat auch positive Effekte auf die Refinanzierung der vorgestellten Maßnahmen. Win-Win, what could possibly go wrong?

    Ich bin ja der Meinung, man sollte den Typen aufs Abstellgleis schieben. “Herr Flex, Sie sind offensichtlich nur damit beschäftigt, Ihren eigenen Arsch zu retten. Das ist menschlich verständlich, aber mit den Interessen dieses Landes nicht kompatibel.”

  11. Eine MWSt Senkung ist eine Showmaßnahme und kompletter Schwachsin. Die Preise werden für 1 Woche runter gehen und dann unauffällig steigen.

    Der Staat verzichtet zu Gunsten der Unternehmensprofite auf Steuereinnahmen.

  12. In Deutschland kostet der Sprit nach der Steuersenkung nach nicht einmal einem Monat wieder soviel wie vor der Steuersenkung.

    Wenn die Konzerne eine Möglichkeit sehen den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen tun sie es.

  13. Man könnte ja ein System machen wo man Kassenbelege einreicht und dann die 10% erstattet bekommt. So eine Art MwSt Cashback. Aber das wäre vermutlich zu aufwendig.

  14. Hmm, koppeln mit einer Regelung dass die Gewinnspanne nicht steigen darf wenn die MwSt wegfällt?

    Wars nicht leider bei Tampons und co auch so dass die Produkte trotzdem teuer blieben?

  15. Des wird nichts helfen…
    Beispiel NL und DE beim Sprit. Die Ölkonzerne erhöhen trotzdem weiter.
    Das Problem sollte am Würzel gelöst werden und nicht am Blatt…

    Steuersenkung wird heißen dass Zwischenhändler und Supermärkte etwas mehr vom Kuchen nehmen werden.

    Alles was anderen auch schon geschrieben haben 👍🏻

  16. Die Auswirkung von Steuersenkungen in der kurzen Frist hängt von der Elastizität des Angebots und der Nachfrage ab und kommt je nach Marktsituation mehr oder weniger den Konsumenten/Produzenten zu gut. Das Hauptproblem mit solchen Steuersenkungen ist aber, dass die Steuer nur ein Aufschlag ist. Wenn die Preise grundsätzlich steigen, dann helfen solche Maßnahmen wenig.

    Die meisten Makroökonomen, mit denen ich zu tun habe, sind eher für zielgerichtete Maßnahmen, welche den Markt intakt lassen, aber die Effekte für Ärmere abfedern. Zum Beispiel Zahlungen für ärmere Haushalte oder im Falle von Treibstoff, Zahlungen für Pendler, welche keine Alternative zum Auto haben.

  17. Wir werden von solchen Idioten regiert und europaweit gibts nirgends Hoffnung auf mehr Kompetenz, sh. kürzliches EZB Notfall-Meeting…

    Irgendwann werd ich den siechenden Kontinent hinter mir lassen können, das ist der einzige Eid den ich unseren Herrschern gegenüber ableg.

  18. [https://wien.orf.at/stories/3160917/](https://wien.orf.at/stories/3160917/)

    Und dann kommt dieser ***** mit seinen populistischen BS daher….

    Manchmal fragst dich echt, was alles passieren muss, bis die Leute wirklich alles niederbrennen vor Wut.

    Die ÖVP hat den politischen Tod sowas von verdient, aber gibt genug Trotteln die diese mafia wählen, weils meinen sie würden davon profitieren weils eh in der Krone steht…

  19. Ernsthafte Frage: Wären zu diesem Zeitpunkt nicht Lebensmittelmarken die bessere Idee? Die wären auch mehr oder weniger an Grundnahrungsmittel zweckgebunden und rabattieren dann nicht den 50€ Sekt.

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