Bildungsreport: Frauen mit höheren Abschlüssen – aber weniger Verdienst

14 comments
  1. Wo findet man diese Jobs wo Frauen, für die gleiche Arbeit weniger als Männer verdienen?

    Bisher haben überall wo ich gearbeitet habe Männer und Frauen das gleiche verdient. Zumindest ist es mir noch nie unterkommen, dass Männer für die selbe Arbeit explizit mehr bekommen haben.

  2. Das ist die selbe geframte Scheiße wie man sie vom Standard nicht anders gewohnt ist…

    >Ein Mann mit Matura verdient demnach im Schnitt mehr als eine Frau mit Universitätsabschluss.

    Auch eine Frau mit Matura verdient mehr als eine Frau mit Uni-Abschluss, wenn dein Abschluss ein Kunst Studium oder sonst was brotloses ist und die andere Person z.B. in der Technik oder IT arbeitet. Da wird sogar der Geselle mit herkömmlichen Lehrabschluss mehr verdienen. Wenn man ein Studium ohne Jobaussichten macht, ist das irgendwo logisch.

    Ob du einen Hochschulabschluss hast oder nicht, sagt nichts über den zukünftigen Verdienst aus.

    >Bei der Berufsschule sind die Ausgaben rückläufig. Nur drei von 100 Bildungseuros gehen auf das Konto der Berufsschulen. Ein Umstand, den Achleitner als “paradox” bezeichnet. Letztlich sei der am häufigsten abgeschlossene Bildungsgrad in Österreich nach wie vor der Lehrabschluss – rund ein Drittel der Bevölkerung steigt mit diesem ins Berufsleben ein.

    Man hätte hier das Hauptthema, nämlich die krachenden Berufsschulen wählen können und deren Ausbildungsqualität die immer schlechter wird. Anstatt wieder einen depperten Geschlechterkampf draus zu machen.

    …aber nein, man hat sich wieder entschieden einen esoterischen Frauen-Opferrollen Artikel zu schreiben mit aus den Fingern gezogenen Argumenten die so zurecht gelegt sind, dass man sich nur auf den Kopf greifen kann.

    Naja, das ist der Grund warum ich aufgehört habe den Standard zu lesen. Traurig zu sehen, dass sich nichts geändert hat.

  3. Da keinerlei qualitative Betrachtung der Thematik zu erkennen ist, gehe ich davon aus das hier durchaus ein bewußter Bias zur Stimmungsmache vorliegt.

    Wir wissen das es enorme Unterschiede je nach Sparte gibt. Dennoch wird ganz bewußt populistisch eine Grafik gezeigt, die nach Ausbildungsgrad und nicht nach Sparte trennt.

  4. Der ganze Artikel strotzt nur so von Pauschalisierung und Verallgemeinerung. Auf wichtige Details wie zb welche Abschlüsse, welche Matura, welche Jobs und konkrete Zahlen wird gar nicht eingegangen.

    Es liegt doch auf der Hand dass in den Männerdominanten STEM Feldern mehr verdient wird als in der Pflege in denen Frauen die Mehrheit bilden.

    > Bis zu einem gewissen Grad ist dieser bekanntlich auf Teil- und Vollzeitquote sowie einer Überrepräsentation in schlechter-bezahlten Berufen zurückzuführen.

    Diese wichtige Information wird natürlich nur ganz beiläufig aufgegriffen und befindet sich erst gegen Ende des Artikels. Qualitatsjournalismus wie man ihn kennt.

  5. Was viele Frauen sagen: “Ich fang niedriger an, aber wenn der AG sieht wie gut ich arbeite und wie fleißig ich bin, dann bekomme ich schnell eine Gehaltserhöhung”
    Was viele Männer sagen:”…und das Geld fang ich hier nicht an…”

  6. “Ein Mann mit Matura verdient demnach im Schnitt mehr als eine Frau mit Universitätsabschluss.”

    ​

    HTL Kollege von mir verdient aktuell mehr (6k Brutto) als ich mit Bachelor (informatik)
    einfach weil er sich reinhängt und 60+ stunden wochen hat, was mich nicht interessiert

  7. Höhere Abschlüsse in was? Jemand mit Maschinenbau HTL Abschluss verdient mehr als jemand mit einem Bachelor in Germanistik. Das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.

  8. Tja. Bei MINT-Abschlüssen is der Unterschied zwar vorhanden, aber bei rd 6-7%.

    Theoretische Afrikanistik des Hochmittelalters is zwar als Hobby sicher interessant, aber besonders reüssieren wirst damit ned am Arbeitsmarkt.

    Schon vor Ewigkeiten gabs in Deutschland eine Umfrage bei AbiturientInnen/StudienenfängerInnen, was der Grund für ihre Studienwahl war. Über 60% der Buben haben gesagt, die Verdienstmöglichkeiten. Über 80% der Mädels haben gesagt “Selbstverwirklichung”.

    Also bissl Mitdenken muss ma schon auch

  9. Der Standard wird mittlerweile wirklich langsam zur Kronenzeitung. Reißerische Headline irgendeine Grafik welche diese angeblich bestätigt und dann kurz vor dem Ende “Voll- und Teilzeitstellen sind in der Statistik gemischt”.

    Ja danke für nichts. Mich hätte eine (bzw. zwei) Grafik interessiert, wie Voll- und Teilzeitstellen getrennt von einander aussehen.

  10. Der Artikel geht sehr wohl darauf ein, dass Männer auch in Teilzeitstellen durchschnittlich mehr verdienen.

    Imho bringt dieses ganze Gebashe gegen den Gender Pay Gap oder das Augenverschließen vor einem Problem das ganz offensichtlich existiert niemanden was. Klar, Frauen haben oft Teilzeitstellen, aber das liegt eben nicht daran dass sie fauler sind als Männer sondern dass die Kinderbetreuung an ihnen hängen bleibt.

    Dann kommt noch dazu, dass frauendominierte Branchen schlechter vergütet werden, wegen Gründen. Stichwort Informatik. War anfangs auch eine frauendominierte Branche und eher schlecht vergütet, mittlerweile ist nur ein geringer Anteil der Informatiker weiblich und die Jobs sind sehr gut bezahlt. Ein Schelm wer dabei böses denkt.

    Das ist ein tief sitzendes, strukturelles Problem was schon mit der Erziehung beginnt. Den Kindern wird von klein auf eingetrichtert, das Mädchen eher sozial begabt, und Buben eher technisch begabt sind. Und ja, das ist noch immer so.

  11. Weil oft die Kritik kumt, dass Apfel mit Birnen verglichen werden: Ma merkt unterschiede scho beim Einstiegsgehalt fir Vollzeitstellen nach dem Studium pro Branche.

    Sieht ma zB in [dem Bericht von der Statistik Austria](https://statistik.at/fileadmin/pages/326/ATRACK_Projektbericht_2022-05-02_DE.pdf) auf Seite 49.

    Alternativ gibts zB a nu de [Ingenieure sowie das Baugewerbe.](https://statistik.at/fileadmin/pages/326/Factsheet_2021_BA_Ingenieurwesen_verarbeitendes_Gewerbe_und_Baugewerbe.pdf)

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