Postenschacher-Vorwurf um Grazer Rektorenbestellung

5 comments
  1. >Im Raum steht der Vorwurf, dass der bisherige Vizerektor Peter Riedler aufgrund seiner Verbindungen zur **ÖVP** das Rennen gemacht habe.

    muss man noch mehr sagen?

  2. Fairerweise muss man dazu zweierlei sagen.

    Erstens, dass in Österreich in den letzten 40, 50 Jahren wohl kein einziger Rektor ohne Zustimmung irgend eines Parteisekretariates bestellt wurde. Hier wohl also nur der Umstand bemängelt wird, dass es das *falsche* Parteisekretariat war.

    Zweitens, wenn man sich diverse Rektoren-Bestellungen der jüngeren Geschichte ansieht, es öfters durchaus bizarr war, wen die ÖVP ins Rennen geschickt hat. Mithin in dieser Hinsicht schon ein kleiner Unterschied besteht: Politik ist in unserem schönen Land überall drinnen, aber bei manchen ist *inkompetente* Politik drin.

    So wie beispielsweise bei der Ausschreibung für die vorige Rektorats-Amtsperiode an der WU: da wurde dann letztlich mit Hanappi-Egger jemand aus dem prononciert linken Milieu bestellt, weil sie als einzige ein kohärentes und sinnvolles Programm vorlegen konnte. HE hat ihren Job dann auch entgegen mancher Befürchtungen wegen ihrer politischen Ausrichtung gut gemacht, und darauf geachtet nicht ideologisch einseitig zu agieren: was von Format zeugt.

    Wen hat aber damals die schwarze Reichshälfte in das Rennen um den Posten an der WU geschickt? Eine Dame, die in den Nullerjahren neben anderen Karriere-Highlights an einem Versuch beteiligt war, an der Donau-Uni Krems ein Bachelor-Studium für Astrologie einzuführen. Und sich auch noch gewundert hat, dass damals selbst das verschlafene und sonst für jeden Schwachsinn zu habende Wissenschaftsministerium auf die Barrikaden gestiegen ist.

  3. Nach der UG Novelle 2002 (Installation des sog. Uni Rates) ist das Entscheidubgsgremium, welches letztendlich den Rektor wählt, sowieso mind. Zu 40% politisch besetzt. Solche Praktiken sind das Ergebnis der ‘Reformen’ unter Schwarz Blau I

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