Von wegen ausverkauft: Wenn Unternehmen Waren zurückhalten und Preise treiben

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  1. > In regelmäßigen Abständen treffe Brennholz zwar ein, es ist dann aber rasch verkauft. Reservieren lasse sich nichts. Eine ähnliche Auskunft gibt ein großer Holzverkäufer in Wien telefonisch: Das Holz lagere bei ihm und trockne, Vorbestellungen annehmen könne er nicht. Warum nicht? Schon so viele Kundenwünsche, sagt der Händler lapidar. Man solle es in ein paar Tagen nochmals probieren.

    Da ruft der Standard bei zwei Händlern an, beim einen kann man nicht vorbestellen weil die Lieferungen auch so direkt wieder verkauft sind, beim anderen, weil das Holz noch trocknet und er schon so viele Bestellungen dafür hat, wenn’s “reif” is. Und daraus schließen’s dann, dass die Lager künstlich voll gehalten werden um von steigenden Preisen zu profitieren? Das möcht ich prinzipiell ja nicht anzweifeln, aber das waren dann wirklich die besten Beispiele, um so eine Behauptung zu untermauern? “Qualitätsmedium” mal wieder, najo…

  2. Jeder Unternehmer wäre ja blöd da nicht mitzumachen. Warum soll ich mein Holz auch zu normalen Preisen verkaufen wenn ich stattdessen den Gewinn meines Lebens einfahren kann. Ist aber bei den meisten Branchen und Teuerungen so. Der Markt wird sich erst regulieren wenn die Leute statt sudern und kaufen auf die Ware verzichten. Und verzichten will halt keiner, mit sudern kennen wir uns aber bestens aus.

  3. Ähnliches hat mein Nachbar (Installateur) berichtet, dass die Großhändler volle Lager zurückhalten um von steigenden Preisen zu profitieren. Er hätte Steinzeugfliesen für den Aussenbereich benötigt. Der Großhändler hat ihm direkt ins Gesicht gesagt, die liefern wir gerade nicht aus, weil für September eine nächste Preiserhöhung geplant ist und somit warten wir bis dahin. Was doppelt frech ist, weil die Ware ja noch zu günstigeren Preisen eingekauft wurde.

    Viele der Preiserhöhungen derzeit laufen unter dem Motto „weil ich es kann“. Und nicht weil echte wirtschaftliche Fakten dahinter stehen.

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