Sozialarbeiterin über wachsende Belastung: “Ich schaffe es nicht mehr”

3 comments
  1. Zjo.. die Verwaltung wird immer mehr. Was erwartet man bei immer mehr und immer komplizierteren Regelungen. Manchmal frage ich mich schon, was in Leuten vorgeht, die Gesetze beschließen, ohne sich Gedanken über deren Vollziehung zu machen. Sieht man ja in letzter Zeit zur Genüge.

  2. Ich versteh sie schon und es is alles beschissen. Und ich fühle ja grundsätzlich mit ihr…

    Aber machen wir kurz halt und schauen uns diesen Absatz an:

    >Wir müssen massiv hohe Fallzahlen bewältigen. 2014 circa wurde das Vier-Augen-Prinzip eingeführt, das vorsieht, dass zwei Sozialarbeiterinnen über eine Gefährdungsabklärung entscheiden. Das ist prinzipiell gut. Für uns bedeutet es viel mehr Aufwand. Wir bekamen aber nicht entsprechend mehr Ressourcen.

    Sich über sowas echauffieren ist eigentlich peinlich. Es muss das aller Mindeste sein, dass bei so schwerwiegenden Eingriffen mindestens 2 Personen draufschauen. Was ich noch eine Stufe schlimmer finde ist, dass es reicht, wenn Sozialarbeiter da draufschauen. Kinderpsychiater oder Psychologen sind also keine Voraussetzung.

    Ich will die Sozialarbeit nicht schlechtreden, aber im Gesetz steht lediglich was von “Fachkraft”. Das is absurd. Nicht mal eine Mindesterfahrung wie zb x Jahre im Job, senioritätsprinzip, wird gefordert. Da kann im Endeffekt (im Schlimmsten Fall) ein Erwachsenensozialarbeiter der frisch aus der Drogenarbeitkommt über Kinderschicksale entscheiden.

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    Kinder haben in dem Land einfach keine Lobby. Es is nur krank.

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