Als Mann bin ich also immer Täter und Frau immer Opfer. Ich verstehe

36 comments
  1. Gewalt ist immer scheiße. Du hast absolut Recht, das sollte geschlechtsneutral formuliert werden, auch Männer können Opfer sein.

  2. Naja. Normalerweise wenn beide Geschlechter anfangen Watschen zum verteilen wirds recht einseitig ausgehen. Also bei physischer Gewalt.

    Aber ja, auch Männder können (und sind auch oft) Opfer von häuslicher Gewalt sein.

    Wennst es auf die Gruppe beschränkst, die am häufigsten betroffen is, dann sinds halt immer noch die Frauen und Mädchen.

  3. Ohh Gott, ich hatte genau die gleiche Diskussion mit einem bisschen anderen Auslöser in der Schule. Ein Freund von mir und Ich haben den Standpunkt vertreten das so etwas sehr verallgemeinert und die Mehrheit aller Männer in den Schatten solcher Vorwürfe stellt (mir is klar das es statistisch stimmt, dennoch). Die ganze Geschichte is bissl eskaliert bis man uns vorgeworfen hat wir können gar nicht mitreden, da wir noch nie Angst alleine draußen zu sein hatten, wir würden aus voller Kehle zusammen geschrien usw.. Zwischenzeitlich hat dann noch der Lehrer mit reingeredet. Am Ende haben wir das ganze Thema nochmal mit gesitteter Gesprächskultur bei einem anderen Lehrer besprochen wo am Ende alle den Punkt der anderen ohne Beleidigungen und Vorwürfe auch verstanden haben.

  4. Als männliches Opfer von Gewalt können Sie sich (in Wien) an die Männerberatung wenden oder an den Weißen Ring. Die Männerberatung hat sogar spezialisierte Angebote für männliche Opfer (etwa bei sexueller Gewalt). Also es gibt schon was..

    Wie es außerhalb von Wien ist, weiß ich leider nicht.

  5. Ich finde es wirklich schade dass Männer in unserer Gesellschaft so wenig Unterstützung bekommen. Natürlich ist es schön, dass Frauen nach Jahrhunderten von totaler Ausgrenzung so unterstützt werden, gleichzeitig kommt es mir (als Frau!) so vor, als degeadiere man die meisten Männer sofort als Monster/Feinde/Sträflinge. Das finde ich überhaupt nicht in Ordnung.

    Viele Strafdelikte, die Männern passieren, werden auch verharmlost. Natürlich ist mein Beispiel für beide Geschlechter oft so, dass es verharmlost wird, jedoch ist mir das explizit bei Männern aufgefallen.

    Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wird für eine Frau öfter so ausgehen, dass der Täter verwiesen wird und eine Anzeige bekommt. Aber wieso muss sich ein belästigter Mann damit abfinden? “Sei doch mal froh dass dir die hübsche Kollegin in den Schritt fasst”, nach dem Motto eben.

    Mir fällt das auch immer öfter auf durch meinen Partner, wie viel Sexismus Männer als harmlos abtun müssen. Pardon, aber die kleinsten Dinge (zB Breitbeinig sitzen weil man sich sonst die Eier einzwickt und längere Beine hat) ist schon frauenfeindlich/sexuell belästigend, aber Frauen die Männer im Klub trotz eindeutigem “Nein” weiterhin antanzen/anfassen soll als Kompliment gelten? Wieso werden nur die Leiden der Frauen erhört? Ich finde das einfach unfair. Und das macht mich sauer.

    Gleichberechtigung ist wirklich Lichtjahre entfernt. Die Bewegung sollte beide Geschlechter betreffen. Frauen erfahren Ungleichheit im Job, das sollte unbedingt geregelt werden. Aber dann sollten auch Männer länger in Papazeit gehen können und die Frau arbeiten. Sowas sollte normalisiert werden. Und noch viele weitere Dinge.

    Mit meinem Kommentar möchte ich niemanden verletzen oder etwas verharmlosen, keinesfalls. Falls ich das getan habe bitte ich natürlich um Entschuldigung.

  6. Wenn du diesen Schwachsinn posten musst dann hast auch von garnichts einen Ahnung. Nimms bitte lieber runter.

  7. Immer nicht, aber meistens. Ca. 75% aller Straftaten begehen Männer und ca. 95% aller Gefangenen sind Männer. Bei Gewaltverbrechen überwiegen Männer auch bei weitem mit ca. 85%.

    Aber wenn du dich darüber aufregst muss es dir sonst echt gut gehen.

  8. Ich arbeite als Sozialarbeiter im Gefängnis und muss leider sagen, die meiste Zeit sind es leider die Frauen, die von Männern Opfer werden. Es gibt natürlich auch Gewalt gegenüber Männer, welche leider stigmatisiert ist und oft nicht ernst genommen wird. Aber wenn man sich die Statistiken der letzten Jahre ansieht, ist die Nachfrage für Gewaltschutz und Prävention gegenüber Frauen ansieht, gibt es da aktuell einfach eine höhere Nachfrage an Angeboten zur Hilfe.

    PS: Was nicht bedeutet, dass man deswegen die Männer vernachlässigen sollte, aber Gewalt gegen Frauen nimmt nunmal überhand aktuell.

  9. Also wenn der Post hasserfüllt sein soll dann sollte sich der oder die Mod(s) mal in Therapie begeben. es habts echt einen Knall!

  10. Ah der wöchentliche „aber Männer haben es viel schlechter wie Frauen“ auf r/Austria. Die Diskussion hier wird sicher wieder besonders „erhellend“.

  11. OP das sind ein paar Hilfenummern von Organisationen, die sich auf Gewalt gegen Frauen & Rehabilitation von gewalttätigen Männern spezialisiert haben, und kein Plakat auf dem steht “Männer können keine Opfer von Gewalt sein.” Was regst du dich darüber so auf?

  12. Spätestens seit Johnny Depp sollte die Gesellschaft wissen, dass auch Männer Opfer sein können.

  13. Nur weilst ein paar Sticker siehst, wo Gewalt an Männern nicht angesprochen wird, heißt das nicht, dass du als Mann immer Täter bist und als Frau immer Opfer. Ernsthaft, was hast du dir von dem Post erwartet?
    So a Kindergarten…

  14. Lt. den Studien dazu ist Gewalt (in Beziehungen) *eigentlich* recht gleichmäßig verteilt, dafür fehlt aber durch das politische Klima weitestgehend das Bewusstsein. Alleine nur zu erwähnen dass die Statistik ungefähr 50:50 ist löst bei einigen Leuten schon einen Misogyn!-Reflex aus

    Ist so wie durch manches Studien- und Gesetzdesign Vergewaltigung von Männern durch Frauen nicht als Vergewaltigung aufscheint, wenn es bspw. als “…forced penetration…” definiert ist.

    Prinzipiell merkt man schon dass das Thema plötzlich öfter diskutiert wird, ob durch die Amber und Captain Jack Sparrow Situation, Aufkleber in Männertoiletten, dieses Posting,…

    Persönlich habe ich es nur so erlebt dass Beziehungsgewalt durch Frauen bestenfalls als Kavaliersdelikt gesehen und in der Regel von Gesellschaft und Recht ignoriert wird, während es im umgekehrten Fall als mieses Verbrechen mit scharfen rechtlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen eingestuft wird.

  15. Wenn du in Google eingibst “Mein Freund schlägt mich” kommt die Krisentelefonnummer und wenn du “Meine Freundin schlägt mich” eingibst dann kommt auf gutefrage.de “Ist es okey das meine Freundin mich schlägt?”

  16. Was ich bei solchen „Diskussionen“ und „Aufregern“ nie verstehe..
    Die ganzen „Männer werden aber auch missbraucht!“ und „Männer haben es ja eig viel schlechter als Frauen“ Posts und Kommentare tauchen oft nur dann auf, wenn irgendwo auf (häusliche) Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht wird ohne, dass explizit erwähnt wird „aber natürlich meinen wir Männer auch“. Und wenn jemand Anlaufstellen für Männer dann unterhalb postet um drauf aufmerksam zu machen, dass es sehrwohl auch Hilfe gibt, wirds ignoriert und weiter geschrieben, dass Männer eigentlich „mehr“ Opfer sind als Frauen. Weil es gab da ja eine studie aus den USA…oder so.
    Im Gegensatz dazu..Wenn mal ein konkreter Post über männliche Opfern gemacht wird, lese ich nicht in 50%+ der Kommentare, dass doch Frauen auch Opfer sind und sich niemand um die kümmert. Da findets jeder cool und feierts, so wie‘s is und wie sichs gehört. Und niemand (oder nur eine sehr kleine Minderheit) echauffiert sich, dass Frauen nicht auch explizit erwähnt werden.

    Das soll jetzt keineswegs in die Richtung gehen, dass ich glaube, dass das Thema keine Aufmerksamkeit verdient. Ganz im Gegenteil.
    Aufmerksamkeit und mehr Hilfe auch auf männliche Opfer häuslicher Gewalt zu lenken ist wichtig. Auch, damit die Hemmschwelle sinkt, dass sich jemand die Hilfe sucht, die er benötigt und auch, damits nicht noch mehr stigmatisiert wird in die Richtung „sei nicht so eine Memme“, etc.
    (Was bei Frauen an dieser Stelle aber auch noch viel zu oft vorkommt.. man muss nur anschauen, wie oft Frauen nicht ernstgenommen werden, wenn sie sich bei der Polizei hilfe suchen probieren. Bei Männern leider noch viel viel mehr..).
    Aber WARUM ist es für so viele erst ein relevantes Thema und wird nur „viel zu wenig besprochen“, wenn ein Post oder eine Organisation halt häusliche Gewalt bei Frauen anspricht? Weil sie sich halt drauf spezialisiert haben. Warum muss das eine (Gewalt gegen Frauen) immer klein geredet werden, um Aufmerksamkeit aufs andre (Gewalt gegen Männer) zu lenken?

    Also: Wenn euch das Thema häusliche Gewalt gegen Männer SO verdammt wichtig ist, dass ihr es unter jedem Post schreiben müsst, der Frauen als Opfer häuslicher Gewalt nennt.. warum macht ihr dann nicht eure eigenen Posts darüber mit Anlaufstellen?
    überlegt euch..was tut ihr in eurem Privatleben aktiv dagegen, außer solche Posts zu kommentieren? Oder was könntet ihr in Zukunft (anders? besser?) machen?
    Sprecht ihr genug mit euren männlichen Freunden und probiert toxische „männliche“ Klischees und Stereotypen abzubaun? Bietet ihr euren (männlichen) Freunden an, dass sie bei Problemen in der Beziehung zu euch kommen können und drüber reden? Habt ihr selbst überhaupt die Möglichkeit, mit euren Freunden ernsthaft über so ein Thema zu sprechen? Wenn ja – toll! Wenn nein – wie könntet ihr das ändern? Und wenn etwas ist, bietet ihr ihnen Zuflucht an? Verstärkt ihr sie in dem denken, dass auch von der Frau „geschlagen“ zu werden nicht ok ist. Und sagt ihr ihnen das auch, wenn sie meinen „ach sie kann mir ja eh ned wehtun, weil sie nicht stark genug ist um mich fester zu haun“, etc.
    Ertappt ihr euch selbst dabei, dass ihr nur drüber anfangt zu reden (bzw aufzuregen) wenn es um weibliche Opfer geht und männliche nicht explizit auch erwähnt werden?

    Nur so ein paar kleine, leicht umzusetzende Anregungen, für die Zukunft. Es gibt natürlich noch viel mehr, aber alles fängt irgendwo an.

    Und an OP: wenn du dich wirklich durch ein paar sticker so arg angegriffen fühlst und gleich denkst, dass du immer Täter bist als Mann….dann tuts mir leid für dich. Such dir bitte hilfe.

  17. Nein, bist du nicht.

    Aber anstatt dich angegriffen zu fühlen, könntest du dich mal fragen: “Oida, ist das wirklich so arg, sind so viele Männer echt so? Und was kann ich tun, dass das besser wird?”

    Nicht immer gehts primär um euch.

  18. dein post ist genauso dämlich wie wenn leute auf “Black lives matter” mit “ALL LIVES MATTER” kontern ….

  19. Männer haben auch Gefühle, erleben Gewalt und brauchen Hilfsangebote.

    Wie schön wäre es, könnte man die Gewalttätigen jeden Geschlechts dazu einspannen, diese Tatsache in die Köpfe gewisser Menschen zu klopfen.

    Außerdem, wieso steht da überhaupt “wenn Sie als Mann zu Gewalt neigen” – was mache ich dann als Nicht-Mann, wenn ich einen an der Waffel habe?

  20. Im Studium war ich sehr schockiert das selbst die Broschüren der Regierung, welche normalerweise immer gegendert sind, nur von dem Täter, dem Aggressor und der Frau als Opfer der Rede ist. Ich verstehe die Statistik welche natürlich in Richtung Frau kippt, doch nach derselben Statistik (ohne Gewähr), welche ich im Kopf habe waren fast 1/5 der Opfer häuslicher Gewalt Männer und bei Kindern/Jugendlichen war es 50/50. Das Hilfsangebot ist mager, schwer versteckt ,aber vorhanden. Hoffe das die Stigmatisierung nachlässt und es zumindest einen Platz gibt wo Männer in Gefahr sich melden können, ohne sich dafür schämen zu müssen.
    Ebenso hoffe ich das Gewaltprävention und Aufklärung besser wird!

  21. Eine Frau ist so lange unschuldig, bis ihre Schuld bewiesen ist. Ein Mann ist so lange schuldig, bis seine Unschuld bewiesen ist.

  22. Ich verachte die feminisitische Bewegung für das zu was sie verkommen ist.

    Postmodernismus ala make your own reality.

    Hoff es kommt irgendwann wieder a Gegenrevolution zu Pragmatismus und Vernunft im Westen.

Leave a Reply