Was der Titel sagt. Warum gibts in Österreich so wenige Museumsinhalte/(Stadt)archive usw. online?

Ich war in skandinavischen Ländern unterwegs und dort gibts viele Museen die einen Großteil ihrer Sammlung (insbesondere historische Fotos und so) online haben. Teilweise sogar unter CC Lizenz zur Weiterverwendung. Warum wird das in Österreich nicht gemacht? Museen werden doch oft mit Steuergeldern bezahlt. Warum gibts da keine bundesweite Initiative das zu digitalisieren?

Warum wär das so wichtig? Ich weiß nicht wie es euch geht, aber wenn ich in ein Museum gehe habe ich eigentlich keine Lust stundenlang irgendwelche Texte und Schautafeln durchzulesen. Aber das kann man genauso gut online machen. Wenn ich in ein Museum gehe würde ich mir gerne die Ausstellungsstücke dort ansehen. Und wenn man sich dann vorher einliest, dann hat man doch viel mehr von einem Besuch.

Auch historische Fotos kommen oft nicht so gut rüber und wenn sie online sind kann man sie zum Beispiel in den sozialen Medien teilen und darüber diskutieren was sehr spannend wäre und vielleicht mehr Leute dafür begeistert.

Also warum ist das in Österreich kein Thema?

Edit: Also vereinzelt gibt es das natürlich auch bei uns schon, aber ein Großteil der Museen hat halt keine Onlinesammlung oder keine Vollständige.

Beispiele:

Schwedisches Digitales Museum [https://digitaltmuseum.se/](https://digitaltmuseum.se/)

Helsinki Stadtmuseum [https://www.helsinginkaupunginmuseo.fi/en/pictures-objects-helsinki/picture-browsery/](https://www.helsinginkaupunginmuseo.fi/en/pictures-objects-helsinki/picture-browsery/)

5 comments
  1. https://sammlung.wienmuseum.at

    Sogar mit preisgekröntem Design…
    Ja das stimmt schon, sooo vieles gibt es nicht vor allem ausserhalb Wiens nicht. Man muss aber verstehen, dass Österreicher ungern experimentieren und viele Museen zuviel zum Sterben und zu wenig zum Leben bekommen…

  2. Der Wille bei den Museen ist prinzipiell da, allerdings braucht es auch Leute die die online- Inhalte erstellen und betreuen. Es würde auch viele Archäolog*innen Restaurator*Innen und Historiker*innen geben, die die Skills dafür hätten, spannende und vor allem bereichernde Online-Inhalte (Digitalisate, 3D-Modelle) erstellen.

    Dafür würde es Geld brauchen und die meisten Museen in Österreich sind chronisch unterbudgetiert.

    Was bundesweite Initiativen betrifft, hast du halt einmal mehr den österreichischen Föderalismus als Bremsklotz.

    Ganz böse Stimmen behaupten auch, dass die Budgetierung durchaus politisch gefärbt ist, und dass wer sich beispielsweise kritisch mit der Geschichte diverser Parteien mit faschistischer Vergangenheit auseinandersetzt, weniger Geld bekommt , aber das würden die Parteien ja niemals machen.

    Kultur hat in Österreich darüber hinaus halt einen ganz speziellen Stellenwert- wir klopfen uns für unsere tolle Kulturlandschaft auf die Schulter, wollen aber nichts dafür investieren.

    Und last but not least- selbst einige große Museen sind in einem so katastrophal veralteten Zustand, dass sie schon fast Museen der Museologie sind. Bevor die an Digitalisierung denken können haben die noch größere Baustellen zu bewältigen. Beispiel hierfür das Heeresgeschichtliche Museum.

    Ich möchte aber trotzdem mit einem Positivbeispiel enden:

    Das Haus der Geschichte hat einen umfangreichen Onlinekatalog sowie tolle digitale Inhalte und digitale Interaktionen mit den Besuchern. Die Onlinepräsenz ist dort ein Teil des musealen Konzepts und schafft oft einen guten Bogen zwischen Online- und Offline- Ausstellung.

  3. Weil sie kein Geld haben. Gleiches Thema wie bei der Bildung, da kann man sich schlecht selbst bereichern, somit fließt das Geld woanders hin. Die Museen haben gerade genug Budget um den Betrieb aufrecht zu halten, da bleibt nichts für Digitalisierung.

    Wir müssen halt mal aufhören bei Korruption alle Augen zuzukneifen. Dann ist auch wieder Geld für was anderes als Villen und Yachten da.

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