>Wenn Studierende keinen Abschluss machen, weil sie ausbrennen, fehle dieses Personal erst recht wieder – und das für Jahrzehnte, so der Rektor der PH Oberösterreich. Wegen Personalengpässen stehen Studentinnen und Studenten mittlerweile immer früher in der Klasse. **In Oberösterreich gibt es bereits Studierende, die im zweiten Semester unbegleitet in Schulen unterrichten.** “Das halten wir für ein Riesenproblem.”
Sorry das is aber nur noch ein Witz. Da bringts jeder Schnellsiedekurs mehr, als Leute auf die Schule zu schicken die erst 2 Semester lang studiert haben.
​
Ich hoffe die Bevölkerung vergisst nicht wessen Schuld das ist….. Gehrer, Hahn, Heinesch Hosek, Faßmann, Schmied…. ÖVP, SPÖ. Der Kompetenzunterschied ist nur in Nuancen zu erkennen.
Wählt dieses Gesindl endlich ab.
>Studierende, die im zweiten Semester unbegleitet in Schulen unterrichten.
Quasi der Student lernt ein Kapitel im Buch vorraus und unterrichtet das dann. Oder wie?
kurz hats mich gschreckt… in zeiten der energiekrise…
als ehemaliger LA student kann ich nur sagen das es mich nicht wundert. Studium ist extrem lang und ziemlich unnütz, da hätt ich auch jede chance ergriffen wirklich was nützliches zu machen und zu unterrichten.
Alleine in der klasse stehen so früh ist zwar schon arg, aber wenn man sich anschaut wie lang man im studium begleitet unterrichten soll kann man das sehr schnell abhacken, 1-2 monate begleitet innder schule dann hat auch ein ersti vermutlich die schulerfahrung eines fertigen masters.
und die sorge mit dem fertig studieren ist auch sehr österreichisch, klingt nach dem typischen fall von “ohne master können wir dich nicht behalten” als ob der titel jez nen unterschied macht wenn man schon länger unterrichtet.
Ich glaube auch viele leute haben einen falschen eindruck vom LA studium oder ich hab einfach Fächer erwischt wo es so ist, aber ich würde wirklich behaupten das ich als ersti nicht viel weniger gekomnt hab was ich als Lehrer brauche als am ende. Die Pädagogik ist gefühlt da um leuten denen solche Fähigkeiten fehlen, wo ich mich frage warum die lehramt machen, basic Pädagogik zu vermitteln. Die Fach LVs sind großteils umsosnt weil naja, den inhalt von ende fach bachelor LVs kann ich in der Schule halt nicht verwenden, da liegen teilweise 5 aufbauande uni LVs zwischen schule und denen. Didaktik ist hit or miss, dutzende seiten Unterrichtsvorbereitung für 2 stunden ist unnützer, realitätsfremder overkill.
Wunderbare Abbildung davon, wie hirnverbrannt diese Ausbildung geworden ist.
>Wir müssen tatsächlich aufpassen, dass wir die Studierenden **nicht zu früh** verheizen.
>
>…
>
>In der aktuellen Diskussion um mögliche Änderungen bei der Lehrerausbildung gibt es für die RÖPH ein paar rote Linien: So habe die international übliche Bachelor-Master-Struktur **eine Aufwertung gebracht, die man nicht wieder aufgeben sollte.**
Würd mich ja interessieren, woran man diese Aufwertung erkennen soll. 5 LVs zum selben Thema, wo das Portfolio zur Abgabe nur leicht verändert werden muss? Weniger Praxis? Mehr Wissenschaft, die man nie verwenden wird?
>Dass das 2015 bzw. 2016 umgestellte Studium im Vergleich zum früheren System praxisfern sei, wie etwa die Lehrergewerkschaft oft bekrittelt, will Vogel so nicht gelten lassen … “Wenn man die Praktika in Bachelor und Master und die Induktionsphase (einjährige Praxiseinführung durch einen erfahrenen Mentor, Anm.) zusammenzählt, hat man nicht weniger Praxis. Sie wird halt über längere Zeit gestreckt.”
Das ist einfach faktisch falsch. In einem Seminar haben wir das durchgerechnet – dadurch dass die PH (Wien) noch extra Reflexionen und Coaching macht, wurde die Praxis über den gesamten Zeitraum insgesamt gekürzt, weil Reflexion und Coaching jetzt auch zur Praxis dazugezählt werden. Die Stunden, die man in der Klasse ist, sind defacto weniger.
>Ein Hebel, um wieder mehr Personen für ein Lehramtsstudium zu gewinnen, könnten aus Vogels Sicht zusätzliche Angebote beispielsweise in Form von Fernstudien sein. “Es ist die Frage, ob man da nicht mehr gewinnt, als wenn man die Studien ändert.” … Der Andrang auf das neue Angebot ist laut Vogel “riesig”, die Studierenden kämen aus ganz Österreich. … Beim Masterstudium sieht Vogel auch an den anderen PHs vor allem im Volksschulbereich einen Trend zu berufsbegleitenden Angeboten mit teilweise hohem Distance-Learning-Anteil.
Grade das Lehramt Studium immer mehr auf DL auszulegen wird langfristig die Situation nur verschlimmern. Leute in einer sozialen Ausbildung den ganzen Tag daheim hocken zu lassen, wo Übungen zur Körperhaltung allein vor dem Spiegel gemacht werden sollen und die nicht seltenen Präsentationen im Sitzen und mit Power Point abgehalten werden wird sicher super Lehrer hervorbringen.
Für Leute, die eine Umschulung anstreben, ist da sicher ein Vorteil, letztendlich betrifft eine Änderung zu DL aber alle Studenten und wird sehr gerne ausgenutzt, wie ich bei Kollegen mitkriegen durfte.
Eine Idee, das Studium attraktiver zu machen, wird natürlich gänzlich ausgeblendet: man könnte ja die Ausbildung verkürzen oder zumindest die 300 ECTS nicht auf wöchentliche Lehrveranstaltungen mit jeweils 2,5h Pflichtanwesenheit pro 2 ECTS runterbrechen, wie das momentan der Fall ist. In anderen Studiengängen hast du vielleicht 10h pro Woche Anwesenheit, viel davon ohne Pflicht, das geht sich auch neben einem Beruf aus. 30h + unzählige repetetive Arbeitsaufträge eher nicht.
Aber nein, wir lassen das Studium so lang, so theoretisch, so unbrauchbar wie möglich, wir lassen Lehrer ja unterbezahlt für den administrativen Müll der inzwischen jährlich dazukommt – im besten Fall fahren wir in ein paar Jahren dann damit endgültig gegen die Wand. Die Kinder wissen jetzt nach Corona eh wie sie sich selbst unterrichten müssen, das können wird dann gleich zur Normalität machen.
Ich weiß es immer wenn ich in der Klasse stehe, aber dann bin ich wieder an der Uni oder lese solche Artikel und kann tagtäglich nicht aufhören mich zu fragen, warum ich mir den Scheiß überhaupt antue, 6+ Jahre zu studieren für 1700 netto.
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>Wenn Studierende keinen Abschluss machen, weil sie ausbrennen, fehle dieses Personal erst recht wieder – und das für Jahrzehnte, so der Rektor der PH Oberösterreich. Wegen Personalengpässen stehen Studentinnen und Studenten mittlerweile immer früher in der Klasse. **In Oberösterreich gibt es bereits Studierende, die im zweiten Semester unbegleitet in Schulen unterrichten.** “Das halten wir für ein Riesenproblem.”
Sorry das is aber nur noch ein Witz. Da bringts jeder Schnellsiedekurs mehr, als Leute auf die Schule zu schicken die erst 2 Semester lang studiert haben.
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Ich hoffe die Bevölkerung vergisst nicht wessen Schuld das ist….. Gehrer, Hahn, Heinesch Hosek, Faßmann, Schmied…. ÖVP, SPÖ. Der Kompetenzunterschied ist nur in Nuancen zu erkennen.
Wählt dieses Gesindl endlich ab.
>Studierende, die im zweiten Semester unbegleitet in Schulen unterrichten.
Quasi der Student lernt ein Kapitel im Buch vorraus und unterrichtet das dann. Oder wie?
kurz hats mich gschreckt… in zeiten der energiekrise…
als ehemaliger LA student kann ich nur sagen das es mich nicht wundert. Studium ist extrem lang und ziemlich unnütz, da hätt ich auch jede chance ergriffen wirklich was nützliches zu machen und zu unterrichten.
Alleine in der klasse stehen so früh ist zwar schon arg, aber wenn man sich anschaut wie lang man im studium begleitet unterrichten soll kann man das sehr schnell abhacken, 1-2 monate begleitet innder schule dann hat auch ein ersti vermutlich die schulerfahrung eines fertigen masters.
und die sorge mit dem fertig studieren ist auch sehr österreichisch, klingt nach dem typischen fall von “ohne master können wir dich nicht behalten” als ob der titel jez nen unterschied macht wenn man schon länger unterrichtet.
Ich glaube auch viele leute haben einen falschen eindruck vom LA studium oder ich hab einfach Fächer erwischt wo es so ist, aber ich würde wirklich behaupten das ich als ersti nicht viel weniger gekomnt hab was ich als Lehrer brauche als am ende. Die Pädagogik ist gefühlt da um leuten denen solche Fähigkeiten fehlen, wo ich mich frage warum die lehramt machen, basic Pädagogik zu vermitteln. Die Fach LVs sind großteils umsosnt weil naja, den inhalt von ende fach bachelor LVs kann ich in der Schule halt nicht verwenden, da liegen teilweise 5 aufbauande uni LVs zwischen schule und denen. Didaktik ist hit or miss, dutzende seiten Unterrichtsvorbereitung für 2 stunden ist unnützer, realitätsfremder overkill.
Wunderbare Abbildung davon, wie hirnverbrannt diese Ausbildung geworden ist.
>Wir müssen tatsächlich aufpassen, dass wir die Studierenden **nicht zu früh** verheizen.
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>In der aktuellen Diskussion um mögliche Änderungen bei der Lehrerausbildung gibt es für die RÖPH ein paar rote Linien: So habe die international übliche Bachelor-Master-Struktur **eine Aufwertung gebracht, die man nicht wieder aufgeben sollte.**
Würd mich ja interessieren, woran man diese Aufwertung erkennen soll. 5 LVs zum selben Thema, wo das Portfolio zur Abgabe nur leicht verändert werden muss? Weniger Praxis? Mehr Wissenschaft, die man nie verwenden wird?
>Dass das 2015 bzw. 2016 umgestellte Studium im Vergleich zum früheren System praxisfern sei, wie etwa die Lehrergewerkschaft oft bekrittelt, will Vogel so nicht gelten lassen … “Wenn man die Praktika in Bachelor und Master und die Induktionsphase (einjährige Praxiseinführung durch einen erfahrenen Mentor, Anm.) zusammenzählt, hat man nicht weniger Praxis. Sie wird halt über längere Zeit gestreckt.”
Das ist einfach faktisch falsch. In einem Seminar haben wir das durchgerechnet – dadurch dass die PH (Wien) noch extra Reflexionen und Coaching macht, wurde die Praxis über den gesamten Zeitraum insgesamt gekürzt, weil Reflexion und Coaching jetzt auch zur Praxis dazugezählt werden. Die Stunden, die man in der Klasse ist, sind defacto weniger.
>Ein Hebel, um wieder mehr Personen für ein Lehramtsstudium zu gewinnen, könnten aus Vogels Sicht zusätzliche Angebote beispielsweise in Form von Fernstudien sein. “Es ist die Frage, ob man da nicht mehr gewinnt, als wenn man die Studien ändert.” … Der Andrang auf das neue Angebot ist laut Vogel “riesig”, die Studierenden kämen aus ganz Österreich. … Beim Masterstudium sieht Vogel auch an den anderen PHs vor allem im Volksschulbereich einen Trend zu berufsbegleitenden Angeboten mit teilweise hohem Distance-Learning-Anteil.
Grade das Lehramt Studium immer mehr auf DL auszulegen wird langfristig die Situation nur verschlimmern. Leute in einer sozialen Ausbildung den ganzen Tag daheim hocken zu lassen, wo Übungen zur Körperhaltung allein vor dem Spiegel gemacht werden sollen und die nicht seltenen Präsentationen im Sitzen und mit Power Point abgehalten werden wird sicher super Lehrer hervorbringen.
Für Leute, die eine Umschulung anstreben, ist da sicher ein Vorteil, letztendlich betrifft eine Änderung zu DL aber alle Studenten und wird sehr gerne ausgenutzt, wie ich bei Kollegen mitkriegen durfte.
Eine Idee, das Studium attraktiver zu machen, wird natürlich gänzlich ausgeblendet: man könnte ja die Ausbildung verkürzen oder zumindest die 300 ECTS nicht auf wöchentliche Lehrveranstaltungen mit jeweils 2,5h Pflichtanwesenheit pro 2 ECTS runterbrechen, wie das momentan der Fall ist. In anderen Studiengängen hast du vielleicht 10h pro Woche Anwesenheit, viel davon ohne Pflicht, das geht sich auch neben einem Beruf aus. 30h + unzählige repetetive Arbeitsaufträge eher nicht.
Aber nein, wir lassen das Studium so lang, so theoretisch, so unbrauchbar wie möglich, wir lassen Lehrer ja unterbezahlt für den administrativen Müll der inzwischen jährlich dazukommt – im besten Fall fahren wir in ein paar Jahren dann damit endgültig gegen die Wand. Die Kinder wissen jetzt nach Corona eh wie sie sich selbst unterrichten müssen, das können wird dann gleich zur Normalität machen.
Ich weiß es immer wenn ich in der Klasse stehe, aber dann bin ich wieder an der Uni oder lese solche Artikel und kann tagtäglich nicht aufhören mich zu fragen, warum ich mir den Scheiß überhaupt antue, 6+ Jahre zu studieren für 1700 netto.