Gegen den Klimakollaps kann man sowieso nichts mehr tun. Selbst hier auf Reddit (was um einiges “linker” ist als der große Rest der Bevölkerung) schreien ja sofort alle auf selbst wenns nur um Tempo 100 für Autos geht: “Das bewirkt ja sowieso kaum etwas und sollen lieber die anderen etwas machen.”
Dabei wäre Tempo 100 nur einer von vielen Punkten die man durchsetzten müsste. Neben vermutlich einem Autoverbot in der Stadt (bis auf begründete Ausnahmen), starker Reduktion von dem ganzen Plastikdreck (10x so hohe Pfandabgaben auf Plastikflaschen), Besteuerung von Kerosin für den Urlaubsflug so wie Benzin.
Lässt sich halt leider alles politisch nicht durchsetzen. Um eine merkbare Reduktion zu erreichen braucht es hunderte kleine Maßnahmen und bei jeder einzelnen Maßnahme schreien alle, dass diese Maßnahme selber ja sowieso kaum einen Einfluss hat.
Den rechten Parteien ist Umweltschutz sowieso wurscht solang es nicht der Wirtschaft hilft und die linken Parteien sind auch dagegen, weil das ist ja ein Skandal wenn sich arme Menschen das Benzin nicht mehr leisten können.
> Ruhiger Warner
was für eine bescheuerte wortwahl
Es is schon gruslig zu denken wie die Welt 2050 aussehen wird.
Das ist ja mein ehemaliger Nachbar
> Ohne seine ruhige, aber eindringliche Art zu verlieren, erklärte Tschannett dann zum Schluss, worum es eigentlich geht: Im Sommer gebe es mittlerweile mehr Hitzetote als Verkehrstote. Wenn nicht gehandelt wird – sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Anpassung an die Temperaturen –, könnte sich das noch sehr viel weiter verschärfen.
Quod erat expectandum. 😕🤷♂️
Aber die großen CO2-Äquivalent-Verursacher (Industrie – speziell Zement und Stahl) werden genauso wenig machen wie die Erdöl-Staaten, die straflos Leute zerstückeln können. Letzteres ist irgendwie eine gute Metapher für deren faktische Macht, die wohl auch in Klimafragen durchschlägt.
War vor einigen Monaten auf einer Mobilitätskonferenz/Präsentation. Ging um Mobilität in ruralen Gebieten in zentral Europa. Waren neben Österreichern auch Italiener, Ungarn, Tschechien usw. dabei.
Das erste was mir aufgefallen ist, wir in Österreich sind schon mega super drauf weil wir den [„Mobilitätsmasterplan 2030“](https://www.bmk.gv.at/themen/mobilitaet/mobilitaetsmasterplan/mmp2030.html) haben. Unsere Nachbarn, Fehlanzeige (gleich wie Probleme in Verwaltung die ÖPNV erschweren aber egal, nicht wichtig für die Story)
Wie das so ist bei diesen Events gibt’s auch immer Zeit für smalltalk. Habs natürlich mal wieder wissen müssen und bin direkt zu der einen vom Ministerium hin.
Im Endeffekt war die Aussage, dass sich „hohe Ziele gesteckt werden, damit man weiß was man erreichen will und einen Anhaltspunkt hat“.
Warum man vor Publikum von „Reduzierung der täglichen Fahrten“ spricht, aber HomeOffice ein Riesen Pfui und keine Regelung war ein schweigen.
Ging so sicher 10 Minuten aber im Endeffekt war die noch planloser als ich und ich bin schon Katastrophe.
Was auch immer man uns erzählt, keiner hat vor sich an irgendwelche Pläne zu halten oder auch nur irgendwas im nötigen Tempo umzusetzen.
Reden vom Ausbau von Zug & Schiene, aber dauernd irgendwelche Teilstücke stilllegen „weil nicht profitabel“ und und und.
Persönlich seh ich da, aufgrund der Vielzahl an Problematik ( und offensichtlicher Unwille der Politik ) ganz wenig Licht, dass wir das Ruder noch herumreißen rechtzeitig. Schöne neue Welt.
Edit: Bitte nicht als fat-shaming missverstehen. Ich würd mir wirklich wünschen, dass wir als Menschheit auf einer individuellen sowie kollektiven Ebene zumindest ein zufriedenes Leben führen können. Im gegenwärtigen, sich verschärfenden System scheint mir beides immer weniger möglich. Sind Dinge wie Übergewicht, Road Rage, Social Media Isolation, Arbeits- Feierabend- Fernsehkultur, etc wirklich die Art von ‘Bequemlichkeit’ und ‘Wohlstand’ die es anzustreben gilt?
Sinnlos sich von irgendwelchen Leuten dauernd diese Untergangsbrille aufsetzen zu lassen. Gehts dem Klima gut? Ned wirklich. Könnten wirs besser machen? Ja. Wird das von heute auf morgen passieren? Nein.
Statt sich jeden Tag diese Blackpills reinzuziehen könnte man auch Bäume pflanzen, Wälder säubern, eigenen Fußabdruck reduzieren, etc. aber nein lieber den ganzen Tag vorm Rechner hocken und sich aufbinden lassen, dass die Welt morgen untergeht.
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Gegen den Klimakollaps kann man sowieso nichts mehr tun. Selbst hier auf Reddit (was um einiges “linker” ist als der große Rest der Bevölkerung) schreien ja sofort alle auf selbst wenns nur um Tempo 100 für Autos geht: “Das bewirkt ja sowieso kaum etwas und sollen lieber die anderen etwas machen.”
Dabei wäre Tempo 100 nur einer von vielen Punkten die man durchsetzten müsste. Neben vermutlich einem Autoverbot in der Stadt (bis auf begründete Ausnahmen), starker Reduktion von dem ganzen Plastikdreck (10x so hohe Pfandabgaben auf Plastikflaschen), Besteuerung von Kerosin für den Urlaubsflug so wie Benzin.
Lässt sich halt leider alles politisch nicht durchsetzen. Um eine merkbare Reduktion zu erreichen braucht es hunderte kleine Maßnahmen und bei jeder einzelnen Maßnahme schreien alle, dass diese Maßnahme selber ja sowieso kaum einen Einfluss hat.
Den rechten Parteien ist Umweltschutz sowieso wurscht solang es nicht der Wirtschaft hilft und die linken Parteien sind auch dagegen, weil das ist ja ein Skandal wenn sich arme Menschen das Benzin nicht mehr leisten können.
> Ruhiger Warner
was für eine bescheuerte wortwahl
Es is schon gruslig zu denken wie die Welt 2050 aussehen wird.
Das ist ja mein ehemaliger Nachbar
> Ohne seine ruhige, aber eindringliche Art zu verlieren, erklärte Tschannett dann zum Schluss, worum es eigentlich geht: Im Sommer gebe es mittlerweile mehr Hitzetote als Verkehrstote. Wenn nicht gehandelt wird – sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Anpassung an die Temperaturen –, könnte sich das noch sehr viel weiter verschärfen.
Quod erat expectandum. 😕🤷♂️
Aber die großen CO2-Äquivalent-Verursacher (Industrie – speziell Zement und Stahl) werden genauso wenig machen wie die Erdöl-Staaten, die straflos Leute zerstückeln können. Letzteres ist irgendwie eine gute Metapher für deren faktische Macht, die wohl auch in Klimafragen durchschlägt.
War vor einigen Monaten auf einer Mobilitätskonferenz/Präsentation. Ging um Mobilität in ruralen Gebieten in zentral Europa. Waren neben Österreichern auch Italiener, Ungarn, Tschechien usw. dabei.
Das erste was mir aufgefallen ist, wir in Österreich sind schon mega super drauf weil wir den [„Mobilitätsmasterplan 2030“](https://www.bmk.gv.at/themen/mobilitaet/mobilitaetsmasterplan/mmp2030.html) haben. Unsere Nachbarn, Fehlanzeige (gleich wie Probleme in Verwaltung die ÖPNV erschweren aber egal, nicht wichtig für die Story)
Wie das so ist bei diesen Events gibt’s auch immer Zeit für smalltalk. Habs natürlich mal wieder wissen müssen und bin direkt zu der einen vom Ministerium hin.
Im Endeffekt war die Aussage, dass sich „hohe Ziele gesteckt werden, damit man weiß was man erreichen will und einen Anhaltspunkt hat“.
Warum man vor Publikum von „Reduzierung der täglichen Fahrten“ spricht, aber HomeOffice ein Riesen Pfui und keine Regelung war ein schweigen.
Ging so sicher 10 Minuten aber im Endeffekt war die noch planloser als ich und ich bin schon Katastrophe.
Was auch immer man uns erzählt, keiner hat vor sich an irgendwelche Pläne zu halten oder auch nur irgendwas im nötigen Tempo umzusetzen.
Reden vom Ausbau von Zug & Schiene, aber dauernd irgendwelche Teilstücke stilllegen „weil nicht profitabel“ und und und.
Persönlich seh ich da, aufgrund der Vielzahl an Problematik ( und offensichtlicher Unwille der Politik ) ganz wenig Licht, dass wir das Ruder noch herumreißen rechtzeitig. Schöne neue Welt.
Oh, der ‘Verzicht’. Auto- und Fleischkonsum zurückfahren bringt in Wirklichkeit eine Steigerung der Lebensqualität und bei so [60% Übergewichtigen](https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153908/umfrage/fettleibigkeit-unter-erwachsenen-in-oecd-laendern/) wsl sogar eine Steigerung der Lebenserwartung. Oder ist mittlerweile sogar Fettleibigkeit und ein frühzeitiger Tod zum Statussymbol geworden?
Edit: Bitte nicht als fat-shaming missverstehen. Ich würd mir wirklich wünschen, dass wir als Menschheit auf einer individuellen sowie kollektiven Ebene zumindest ein zufriedenes Leben führen können. Im gegenwärtigen, sich verschärfenden System scheint mir beides immer weniger möglich. Sind Dinge wie Übergewicht, Road Rage, Social Media Isolation, Arbeits- Feierabend- Fernsehkultur, etc wirklich die Art von ‘Bequemlichkeit’ und ‘Wohlstand’ die es anzustreben gilt?
Sinnlos sich von irgendwelchen Leuten dauernd diese Untergangsbrille aufsetzen zu lassen. Gehts dem Klima gut? Ned wirklich. Könnten wirs besser machen? Ja. Wird das von heute auf morgen passieren? Nein.
Statt sich jeden Tag diese Blackpills reinzuziehen könnte man auch Bäume pflanzen, Wälder säubern, eigenen Fußabdruck reduzieren, etc. aber nein lieber den ganzen Tag vorm Rechner hocken und sich aufbinden lassen, dass die Welt morgen untergeht.