Ich hoffe ihr seid bereit für die Wahrheit

27 comments
  1. Wie immer bei Rivalen: das künstliche Bemühen, Unterschiede im Gleichen zu finden… (Exkurs: “Rivalen” leben am anderen Ufer desselben Flusses. Deswegen haben sie – trotz unterschiedlichen Blicks auf denselben Fluss sehr viele Gemeinsamkeiten, auch durch den Fluss…)
    Alle deutschsprachigen Regionen haben ihre Besonderheiten, Dialekte, Essen, Bräuche. Und die gegenseitige Abneigung/Distanzierung als Gemeinsamkeit 😉

  2. Wie hat Dirk Stermann 2010 geschrieben:

    > Ich hatte keine Meinung zu den Österreichern. Aber womit ich nicht gerechnet hatte: Jeder Österreicher hatte eine Meinung zu den Deutschen.

  3. Find ich bis heute amüsant warum sich alle Österreicher angriffen fühlen von Deutschen. Minderwertigkeitskomplexe much?

  4. Naja, ich bin viel auf der Autobahn unterwegs und was einem da unterkommt an FAHRKÜNSTEN, besonders in der Urlaubszeit, ist schon bemerkenswert. Auch auf dem Berg setzen sie sich immer wieder gekonnt in Szene. Entweder kommen sie nicht mehr runter oder weiter oder eine Kuh fühlt sich belästigt. Anschliessend verklagt man dann den Kuhbesitzer. Und dann wie eh schon an anderer Stelle geschrieben die Bildungsflüchtlinge. Und nicht zu vergessen Kunst und Kultur in unserem Land. Gefühlt mehr als jeder 2te den ich in einem Interview höre ist ein deutscher. Das ist vielleicht in meinem Bundesland stärker (Sbg) weil bei uns Kunst und Kultur ein wichtiger Wirtschaftsmotor sind und die Grenze auch nah ist. Aber es fällt schon sehr auf.
    Also diese Exponiertheit ist schon verdient bzw selbstgemacht.

  5. Jein. Wenn man sich anschaut welche Nachbarländer wie viel in den deutschen Medien behandelt werden – vom Zeitungsartikel bis zu Teilnehmern in Politik-Talkshows -, liegt Österreich überproportional weit vorn. Da hilft wohl auch die niedrige Sprachbarriere.

  6. ich behaupte man muss schon etwas minderbemittelt sein wenn man ernsthaft gegen menschen aufrund ihrer staatszugehörigkeit eine abneigung verspürt.

  7. Ein ehemaliger Vorgesetzter in meiner Gastro Praktikanten Zeit meine mal “Die Deitschn san nur so lästig zu uns weil da Adolf erna zoagt hod das a Österreicher a besserer Deitscher is”. Jop das zeigt eigentlich schon mal wie gestört die Diskussion teilweise betrieben wird. Ich mag Deutsche <3

  8. Immer witzig wenn ein Österreicher davon spricht, wieviel besser es laut sämtlichen ökonomischen Kennzahlen dem Durchschnittsösi geht. Dann sagst du ihm, er solle die Durchschnitte mal mit einem vergleichbaren Bundesland wie Baden-Württemberg, Bayern, Hessen oder auch der Schweiz vergleichen (wo Österreich plötzlich ziemlich schlecht da steht) und er hat nen kompletten Nervenzusammenbruch.

  9. Komme grad ausm Österreichurlaub..die haben ja nichtmal ne normale Fleischwurst! So weit kommts noch das ich mir “extrawurst” aufs brot packe! Die Ösis sind schon ein eigentümliches Völkchen. Niedlichkeitsform ist Absicht mit Hinsicht auf die Einwohnerzahl…sobald ich zuhause bin erstmal nen geilen Ring Fleischwurst beim Metzger holen und nen Saumagen mit Kartoffelbrei vernichten…das ist mal Essen!

  10. Naja, “der Deutsche”. Berliner sind keine Bayern und Mecklenburger keine Schwaben. Sachsen keine Rheinländer und Hamburger sind keine Cheeseburger.
    Deutschland ist ja eh nur diese durch historische Ereignisse zufällige Zusammenkunft dieser verschiedenen Völker. Österreich betrachte ich als im Grunde auch dazugehörig weil nicht dazugehörig. Vereint im Hass aufeinander.

    Aber ernsthaft: nein, wir denken nicht nicht über euch. Österreich und Österreicher sind super.

    Habe letztens auch einen Touristen in meiner Heimat (Mecklenburger Seenplatte) gesehen der den weiten Weg aus Ö. mit dem Auto dort hin gefahren ist. Gefällt mir dass der Tourismus auch nicht nur in eine Richtung geht.

  11. Ich bin Österreicher, spreche aber immer schon Hochdeutsch und bin in Tirol zur Schule gegangen. Ich kann nur sagen, dass meine Schulzeit massiv durch Reaktionen auf meine Art zu Sprechen geprägt war. Sich in seinem eigenen Land nicht willkommen zu fühlen ist eine echte Belastung, die ich erst ablegen konnte, als ich zum Studium nach Deutschland gezogen bin (geht ja auch anders rum). Da hab ich erst gemerkt, wie irrelevant diese “liebevolle” Deutschenhasserei eigentlich ist, weil kein Deutscher überhaupt davon weiß. Die Ablehnung erfahre ich aber immernoch jedes Mal, wenn ich zuhause bin.

    Ich finde es faszinieren und traurig zugleich, dass Österreich zwar tourismusbedingt so viel Kontakt ins Ausland hat und auch extrem finaziell davon profitiert, aber dann trotzdem diese Engstirnigkeit und pauschale Ablehnung gegen jeden, der anders wirkt, vorherrscht. Frei nach dem Motto “Bist a Tiroler, bist a Mensch, bist koa Tiroler, bist a oasch”. (Natürlich auch nicht jeder, aber der Trend ist definitiv stark)

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