Es steht zwar im Artikel, dass das jetzt nur Pflaster u.ä. sind, aber was konkret zu tun wäre fehlt mir. Ich bin kein Finanzexperte, you tell me.
Ja das Thema ist leider wirklich verdammt umfangreich und hat soviele Seite zu betrachten, dass man da ganze Abhandlungen drüber schreiben könnte.
Löst zuviel Geld eine Inflation aus => Jein. Liegt das ganze Geld am Bankkonto oder in Aktien interessiert das die Wirtschaft und damit die Warenpreise eigentlich nicht. Werden von dem Geld Waren gekauft (auch mehrfach) dann führt zuviel Geld zu Inflation.
Die aktuelle Inflation ist vermutlich Großteils der Corona Pandemie geschuldet. Da hat der Artikel schon recht. Firmen waren teils Wochen und Monate-lang geschlossen aber der Konsum wurde durch staatliche Unterstützung aufrecht erhalten. Das führt zwangsweise zu einer Verknappung der Güter die eben zu Preissteigerungen führt. Das ist eigentlich ein simples Prinzip. Hier liegt auch das Problem der unterbrochenen Warenketten.
Putin hat das ganze durch seine angezettelte Energiekrise nochmal verschlimmert. (Er hätte seinen Angriff wohl zu keinem besseren Zeitpunkt durchführen können …)
Ja und was machen wir jetzt?
Standardantwort auf Inflation ist Nachfragedrosselung durch steigende Zinsen (was jetzt auch in Europa langsam mal beginnt). Problem an der Sache ist halt: Wir haben ja keinen Angebotsüberschuss sondern eine Produktionsrückgang. Also wirklich “zuviel” wird ohnehin gar nicht gekauft (übliches “Heißlaufen der Wirtschaft”).
Ändert trotzdem nix => Konsum muss runter damit die Unternehmen sozusagen keinen Grund mehr haben Preise zu erhöhen.
Nur wenn die Energiepreise weiter steigen hilft das auch alles nix. Dann werden die Produkte einfach weiterhin teurer werden, selbst wenn die Firmen immer weniger dran verdienen würden. Also => Irgendwie die hohen Energiepreise einfangen. Zumindest sie am weiteren Steigen hindern.
Und zur Staatlichen Unterstützung der Menschen. Selbes Problem wie oben: Man muss es schaffen, dass der Konsum sinkt, nur darf das ganze eben nicht soweit gehen, dass sich die Ärmsten nix mehr zum Essen leisten können. Ich weiß auch nicht wie man das bewerkstelligen soll. Fakt ist halt, dass jegliche Unterstützung für jemanden, der quasi noch Geld am Konto hat die Inflation weiter anfachen wird.
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Es steht zwar im Artikel, dass das jetzt nur Pflaster u.ä. sind, aber was konkret zu tun wäre fehlt mir. Ich bin kein Finanzexperte, you tell me.
Ja das Thema ist leider wirklich verdammt umfangreich und hat soviele Seite zu betrachten, dass man da ganze Abhandlungen drüber schreiben könnte.
Löst zuviel Geld eine Inflation aus => Jein. Liegt das ganze Geld am Bankkonto oder in Aktien interessiert das die Wirtschaft und damit die Warenpreise eigentlich nicht. Werden von dem Geld Waren gekauft (auch mehrfach) dann führt zuviel Geld zu Inflation.
Die aktuelle Inflation ist vermutlich Großteils der Corona Pandemie geschuldet. Da hat der Artikel schon recht. Firmen waren teils Wochen und Monate-lang geschlossen aber der Konsum wurde durch staatliche Unterstützung aufrecht erhalten. Das führt zwangsweise zu einer Verknappung der Güter die eben zu Preissteigerungen führt. Das ist eigentlich ein simples Prinzip. Hier liegt auch das Problem der unterbrochenen Warenketten.
Putin hat das ganze durch seine angezettelte Energiekrise nochmal verschlimmert. (Er hätte seinen Angriff wohl zu keinem besseren Zeitpunkt durchführen können …)
Ja und was machen wir jetzt?
Standardantwort auf Inflation ist Nachfragedrosselung durch steigende Zinsen (was jetzt auch in Europa langsam mal beginnt). Problem an der Sache ist halt: Wir haben ja keinen Angebotsüberschuss sondern eine Produktionsrückgang. Also wirklich “zuviel” wird ohnehin gar nicht gekauft (übliches “Heißlaufen der Wirtschaft”).
Ändert trotzdem nix => Konsum muss runter damit die Unternehmen sozusagen keinen Grund mehr haben Preise zu erhöhen.
Nur wenn die Energiepreise weiter steigen hilft das auch alles nix. Dann werden die Produkte einfach weiterhin teurer werden, selbst wenn die Firmen immer weniger dran verdienen würden. Also => Irgendwie die hohen Energiepreise einfangen. Zumindest sie am weiteren Steigen hindern.
Und zur Staatlichen Unterstützung der Menschen. Selbes Problem wie oben: Man muss es schaffen, dass der Konsum sinkt, nur darf das ganze eben nicht soweit gehen, dass sich die Ärmsten nix mehr zum Essen leisten können. Ich weiß auch nicht wie man das bewerkstelligen soll. Fakt ist halt, dass jegliche Unterstützung für jemanden, der quasi noch Geld am Konto hat die Inflation weiter anfachen wird.