>Innsbruck – Betrunken Rad fahren – für viele Innsbrucker noch immer ein Kavaliersdelikt. Ein Trugschluss – die Polizei sieht das anders. Wie die Statistik des Strafamts (Landespolizeidirektion belegt, ist mittlerweile bereits jeder dritte erwischte Alkoholsünder in der Landeshauptstadt ein Radfahrer.
>Die Zahlen im Detail: Zwischen Anfang Jänner und Mitte August zogen die Polizeibeamten in Innsbruck 120 Radler aus dem Verkehr. 101 Radfahrer hatten mehr als 0,8 Promille Alkohol im Blut, 19 verweigerten den Test. Im selben Zeitraum stoppten die Beamten 196 Autofahrer, die über der 0,8-Promille-Grenze waren, weitere 26 wollten nicht „blasen“.
>„Im gesamten Vorjahr war das Verhältnis ähnlich, auf zwei alkoholisierte Autofahrer kam ein Radler“, weiß Strafamtsleiter Florian Greil. Konkret waren es 234 Radfahrer, die von der Innsbrucker Polizei wegen Trunkenheit am Lenker angezeigt wurden, weitere 28 verweigerten den Test. Demgegenüber standen 531 motorisierte Alk-Lenker, weitere 81 wollten sich nicht testen lassen.
>Günter Weber von der Innsbrucker Verkehrspolizei bestätigt, dass bei Radfahrern mittlerweile mehr Kontrollen durchgeführt werden. „Das hat verschiedene Gründe“, so der Beamte: „Einerseits fahren mehr mit dem Rad, was auch zu mehr Unfällen führt, bei denen dann Alkoholtests durchgeführt werden.“ Andererseits würden Radfahrer häufig durch ihr Fehlverhalten die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich ziehen. „Wenn sie beispielsweise auf dem Gehsteig oder durch die Altstadt (Fußgängerzone) radeln“, erklärt Weber. Entsprechende Amtshandlungen enden dann nicht selten mit einem Alkoholtest. Aber auch die Radstreifen der Polizei, die sich vorwiegend um Radler kümmern, seien sehr effektiv. Die verstärkten Kontrollen sind aber auch eine Reaktion auf die zunehmenden Beschwerden über undisziplinierte Radfahrer aus der Bevölkerung.
>Weber und Greil sind sich einig, dass es sich bei den angezeigten Alk-Radlern sehr häufig um Studenten handelt. Ein teurer Spaß, in der Theorie ist betrunken Radeln genauso teuer wie betrunken Auto fahren. Die Mindeststrafe ab 0,8 Promille beträgt 800 Euro, ab 1,2 Promille 1200 Euro. Wer mit über 1,6 Promille erwischt wird oder den Test verweigert, muss mindestens 1600 Euro zahlen. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen motorisierten und tretenden Verkehrsteilnehmern. „Für Radfahrer gilt die 0,8-Promille-Grenze, Autofahrer zahlen schon bei Werten über 0,5 Promille“, erläutert Greil: „Außerdem werden Radfahrern nur in Ausnahmefällen (z. B. Unfall, Wiederholungstäter) die Führerscheine abgenommen.“ Dazu kommt, dass betrunkene Radler in Innsbruck in der Regel nur die halbe Mindeststrafe zahlen. Möglich macht das ein Milderungsgrund, der das Fahrrad als „minder gefährliches Tatmittel“ wertet
Also fahren doppelt so viel Menschen betrunken mit dem fucking Auto als mit dem Rad? Das find ich eigentlich ziemlich schockierend.
Wahnsinn… Betrunken fahrrad fahren…. Sollten lieber das auto nehmen,da braucht man dank der 4 Räder kein gleichgewicht und stürze sind ausgeschlossen
Das Problem in Österreich ist, dass besoffene Radfahrer (bis auf die unterschiedliche Mindestgrenze) genauso hart bestraft werden wie besoffene Autofahrer. Das geht rauf bis zu Strafen im hohen vierstelligen Bereich. In den meisten anderen Ländern sind die Strafen für Radfahrer deutlich niedriger (falls es überhaupt welche gibt). Macht ja auch einen Unterschied ob man besoffen mehr als eine Tonne Gewicht steuert, oder weniger als ein Zehntel davon.
Wenn man in Österreich besoffen ist und zwischen Fahrrad und Auto die Wahl hat nimmt man also lieber gleich das Auto, weil dort kann man wenigstens nicht umkippen.
Betrunken zu fahren ist so oder so scheisse. Leider wird das in Österreich aber noch immer als Kavaliersdelikt angesehen…
Wer Geld zum Saufen hat, hat auch Geld für ein Taxi.
Wer fett ist muss auch Moped fahren.
Kein Kiwara hält eine 50ccm Reibn auf, wenn ersichtlich ist das der Fahrer weit über 16 ist.
Bier > Radler
Genau deswegen hab ich mir einen Scooter gekauft weil ich da bis 0,8 trangeln kann dass sind bei mir fast 4 Bier.
Mir war ja bis zu einem gewissen Grad bewusst, dass alkoholisiert Fahren in Österreich mehr oder weniger als Kavaliersdelikt gesehen wird – aber nach dem Lesen der Kommentare hier bin ich schon a bissl schockiert, wie viele Leute auch auf Reddit das gutheißen!
Und es ist völlig egal, welches Verkehrsmittel man benutzt – alkoholisiert hat man im Straßenverkehr NICHTS verloren!!
Ich war im Knast, weil ich die Strafe nicht bezahlen wollte. Totally worth it :D!
Es gehört ein 0,0 her wenn man mit dem Auto fährt und viel härtere Strafen. Ich sag das als leidenschaftlicher Biertrinker.
Am Radl kanns von mir aus 0,3 sein aber besoffen in ein Auto steigen ist gemeingefährlich und meistens kommen Unbeteiligte zum Handkuss.
Die richtige Lesart wäre folglich, dass der Anteil der betrunkenen Fahrer bei Autos etwa doppelt so hoch ist wie bei Fahrrädern.
Für mich klingt das ja auch als ob die kiwara in Innsbruck gern Radler nerven
Fun fact: in Oesterreich gilt eine Grenze von 0.8 am Rad, in Deutschland 1.6. In Daenemark gibts gar keinen Grenzwert, man darf aber nicht eine Gefahr fuer den Verkehr sein. Selbst wenn, verliert man dort den Führerschein nicht.
Ohne zu wissen, wie viele Radler und Autofahrer gesamt kontrolliert wurden und zu welchen Uhrzeiten ist das recht aussagslos. Wenn die Polizei am Rande eines Konzerts eine Schwerpunktaktion macht und nur Radfahrer rauspickt (fiktives Extrembeispiel um die Logiklücke zu verdeutlichen), verfälscht das die Statistik schon.
Interessanter und aussagskräftiger wäre eher: Es wird Eine Schwerpunktaktion an einem Ort gemacht, wo alle kontrolliert werden und dann wird der Vergleich zwischen Autofahrern und Radlern gezogen. Aber dass die meisten Polizisten extrem voreingenommen gegen Radler sind, ist eh bekannt.
Insgesamt aber (das sag ich auch als Sani): fahrts ned besoffen, egal mit welchem Verkehrsmittel. Das ist einfach immer gschissen.
Radlertrinker sind tatsächlich eine ernstzunehmende Pest
Verstehe ich nicht. Wie schafft man es mit Radler betrunken zu werden? 😉
Davon abgesehen: Stoppt Bierversuche.
Macht ja gar keinen Sinn Radler is ja kein Alkohol
Ja buuhuu wennst di bsoffn aufs Radl sitzt bist halt maximal für di a Gefahr, im Auto sieht’s ganz anders aus.
Ich finde das so geil, wie ihr alle betrunken Radfahren relativiert, weil betrunken Autofahren noch viel schlimmer ist … 🤣
Kann ich dann als motorisierte, aber einspurige Alternative das betrunken Motorradfahren ins Spiel bringen? Wenn ich da nur in der 1. mit knapp 30 fahre, ist nach eurer Logik her ja alles paletti 🤔
Besser als mim Auto fahren. Und wenn Pech haben, kommens unter die Räder. Aber viel schaden könnens damit ned anrichten.
21 comments
>Innsbruck – Betrunken Rad fahren – für viele Innsbrucker noch immer ein Kavaliersdelikt. Ein Trugschluss – die Polizei sieht das anders. Wie die Statistik des Strafamts (Landespolizeidirektion belegt, ist mittlerweile bereits jeder dritte erwischte Alkoholsünder in der Landeshauptstadt ein Radfahrer.
>Die Zahlen im Detail: Zwischen Anfang Jänner und Mitte August zogen die Polizeibeamten in Innsbruck 120 Radler aus dem Verkehr. 101 Radfahrer hatten mehr als 0,8 Promille Alkohol im Blut, 19 verweigerten den Test. Im selben Zeitraum stoppten die Beamten 196 Autofahrer, die über der 0,8-Promille-Grenze waren, weitere 26 wollten nicht „blasen“.
>„Im gesamten Vorjahr war das Verhältnis ähnlich, auf zwei alkoholisierte Autofahrer kam ein Radler“, weiß Strafamtsleiter Florian Greil. Konkret waren es 234 Radfahrer, die von der Innsbrucker Polizei wegen Trunkenheit am Lenker angezeigt wurden, weitere 28 verweigerten den Test. Demgegenüber standen 531 motorisierte Alk-Lenker, weitere 81 wollten sich nicht testen lassen.
>Günter Weber von der Innsbrucker Verkehrspolizei bestätigt, dass bei Radfahrern mittlerweile mehr Kontrollen durchgeführt werden. „Das hat verschiedene Gründe“, so der Beamte: „Einerseits fahren mehr mit dem Rad, was auch zu mehr Unfällen führt, bei denen dann Alkoholtests durchgeführt werden.“ Andererseits würden Radfahrer häufig durch ihr Fehlverhalten die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich ziehen. „Wenn sie beispielsweise auf dem Gehsteig oder durch die Altstadt (Fußgängerzone) radeln“, erklärt Weber. Entsprechende Amtshandlungen enden dann nicht selten mit einem Alkoholtest. Aber auch die Radstreifen der Polizei, die sich vorwiegend um Radler kümmern, seien sehr effektiv. Die verstärkten Kontrollen sind aber auch eine Reaktion auf die zunehmenden Beschwerden über undisziplinierte Radfahrer aus der Bevölkerung.
>Weber und Greil sind sich einig, dass es sich bei den angezeigten Alk-Radlern sehr häufig um Studenten handelt. Ein teurer Spaß, in der Theorie ist betrunken Radeln genauso teuer wie betrunken Auto fahren. Die Mindeststrafe ab 0,8 Promille beträgt 800 Euro, ab 1,2 Promille 1200 Euro. Wer mit über 1,6 Promille erwischt wird oder den Test verweigert, muss mindestens 1600 Euro zahlen. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen motorisierten und tretenden Verkehrsteilnehmern. „Für Radfahrer gilt die 0,8-Promille-Grenze, Autofahrer zahlen schon bei Werten über 0,5 Promille“, erläutert Greil: „Außerdem werden Radfahrern nur in Ausnahmefällen (z. B. Unfall, Wiederholungstäter) die Führerscheine abgenommen.“ Dazu kommt, dass betrunkene Radler in Innsbruck in der Regel nur die halbe Mindeststrafe zahlen. Möglich macht das ein Milderungsgrund, der das Fahrrad als „minder gefährliches Tatmittel“ wertet
Also fahren doppelt so viel Menschen betrunken mit dem fucking Auto als mit dem Rad? Das find ich eigentlich ziemlich schockierend.
Wahnsinn… Betrunken fahrrad fahren…. Sollten lieber das auto nehmen,da braucht man dank der 4 Räder kein gleichgewicht und stürze sind ausgeschlossen
Das Problem in Österreich ist, dass besoffene Radfahrer (bis auf die unterschiedliche Mindestgrenze) genauso hart bestraft werden wie besoffene Autofahrer. Das geht rauf bis zu Strafen im hohen vierstelligen Bereich. In den meisten anderen Ländern sind die Strafen für Radfahrer deutlich niedriger (falls es überhaupt welche gibt). Macht ja auch einen Unterschied ob man besoffen mehr als eine Tonne Gewicht steuert, oder weniger als ein Zehntel davon.
Wenn man in Österreich besoffen ist und zwischen Fahrrad und Auto die Wahl hat nimmt man also lieber gleich das Auto, weil dort kann man wenigstens nicht umkippen.
Betrunken zu fahren ist so oder so scheisse. Leider wird das in Österreich aber noch immer als Kavaliersdelikt angesehen…
Wer Geld zum Saufen hat, hat auch Geld für ein Taxi.
Wer fett ist muss auch Moped fahren.
Kein Kiwara hält eine 50ccm Reibn auf, wenn ersichtlich ist das der Fahrer weit über 16 ist.
Bier > Radler
Genau deswegen hab ich mir einen Scooter gekauft weil ich da bis 0,8 trangeln kann dass sind bei mir fast 4 Bier.
Mir war ja bis zu einem gewissen Grad bewusst, dass alkoholisiert Fahren in Österreich mehr oder weniger als Kavaliersdelikt gesehen wird – aber nach dem Lesen der Kommentare hier bin ich schon a bissl schockiert, wie viele Leute auch auf Reddit das gutheißen!
Und es ist völlig egal, welches Verkehrsmittel man benutzt – alkoholisiert hat man im Straßenverkehr NICHTS verloren!!
Ich war im Knast, weil ich die Strafe nicht bezahlen wollte. Totally worth it :D!
Es gehört ein 0,0 her wenn man mit dem Auto fährt und viel härtere Strafen. Ich sag das als leidenschaftlicher Biertrinker.
Am Radl kanns von mir aus 0,3 sein aber besoffen in ein Auto steigen ist gemeingefährlich und meistens kommen Unbeteiligte zum Handkuss.
Der [Modal Split in Innsbruck 2013](https://www.researchgate.net/figure/Modal-Split-of-the-trips-comparison-for-Innsbruck-1993-Mon-Sun-weighted-2002_fig4_273791138) (neuere Daten fand ich auf die Schnelle nicht) gibt 23% Rad und 26% Auto aus – fast gleich viel.
Die richtige Lesart wäre folglich, dass der Anteil der betrunkenen Fahrer bei Autos etwa doppelt so hoch ist wie bei Fahrrädern.
Für mich klingt das ja auch als ob die kiwara in Innsbruck gern Radler nerven
Fun fact: in Oesterreich gilt eine Grenze von 0.8 am Rad, in Deutschland 1.6. In Daenemark gibts gar keinen Grenzwert, man darf aber nicht eine Gefahr fuer den Verkehr sein. Selbst wenn, verliert man dort den Führerschein nicht.
Ohne zu wissen, wie viele Radler und Autofahrer gesamt kontrolliert wurden und zu welchen Uhrzeiten ist das recht aussagslos. Wenn die Polizei am Rande eines Konzerts eine Schwerpunktaktion macht und nur Radfahrer rauspickt (fiktives Extrembeispiel um die Logiklücke zu verdeutlichen), verfälscht das die Statistik schon.
Interessanter und aussagskräftiger wäre eher: Es wird Eine Schwerpunktaktion an einem Ort gemacht, wo alle kontrolliert werden und dann wird der Vergleich zwischen Autofahrern und Radlern gezogen. Aber dass die meisten Polizisten extrem voreingenommen gegen Radler sind, ist eh bekannt.
Insgesamt aber (das sag ich auch als Sani): fahrts ned besoffen, egal mit welchem Verkehrsmittel. Das ist einfach immer gschissen.
Radlertrinker sind tatsächlich eine ernstzunehmende Pest
Verstehe ich nicht. Wie schafft man es mit Radler betrunken zu werden? 😉
Davon abgesehen: Stoppt Bierversuche.
Macht ja gar keinen Sinn Radler is ja kein Alkohol
Ja buuhuu wennst di bsoffn aufs Radl sitzt bist halt maximal für di a Gefahr, im Auto sieht’s ganz anders aus.
Ich finde das so geil, wie ihr alle betrunken Radfahren relativiert, weil betrunken Autofahren noch viel schlimmer ist … 🤣
Kann ich dann als motorisierte, aber einspurige Alternative das betrunken Motorradfahren ins Spiel bringen? Wenn ich da nur in der 1. mit knapp 30 fahre, ist nach eurer Logik her ja alles paletti 🤔
Besser als mim Auto fahren. Und wenn Pech haben, kommens unter die Räder. Aber viel schaden könnens damit ned anrichten.