Arbeitskräfte: Teuerung zwingt in Job

20 comments
  1. Artikel klingt für mich nach “ha, die können gern mehr verlangen. Wir zahlen so wenig, ams soll sie zum hackeln zwingen. Und wenn alles teurer wird werden die Leute schon irgendwann wieder arbeiten, weil sonst das Geld nicht reicht.
    Klingt fast schon nach einem “arbeitslosengeld ist zu hoch verglichen zum gastro Gehalt “

  2. > Andere glauben, dass die Teuerung viele zwingen wird, wieder arbeiten gehen zu müssen.

    Direkt unterm Titel und auch im Text. Die glauben alle, dass so sein wird. Wenn owa da Chef trotzdem nicht mehr zahlt als Arbeitslose und Geringfügig, wird der Glaube daran nichts ändern. Bringt nämlich nix, wenn man sich trotz Arbeit auch kein Leben mehr leisten kann.

  3. >Es wird alles teurer und wir müssen natürlich auch schauen, dass wir für unsere Gäste noch leistbar bleiben. Da gehört das Personal dazu, wo wir sagen, 50 Prozent sind Personalkosten

    Aber das Personal kann hungern, oder wie?

  4. „Katastrophe, also ich kenne irrsinnig viele Kollegen, die nachmittags zusperren müssen”

    Ah, das klingt nach schönen Arbeitszeiten 09:00 bis 13:00 und 17:00 bis 22:00 😀

  5. Hab absolut kein Mitleid mit der Branche.
    Seit Jahren liest man von schrecklichen Arbeitsbedingungen, sollens doch zusperren

  6. “Wir zahlen eh schon 50 € im Monat mehr als
    das absolute gesetzliche minimum, also daran kanns nicht liegen???”

    So ein fetzendeppates argument. KV ist kein Richtwert, nur ein minimum.

  7. Das sich mehr nach Jobs umsehen mag sein, aber zum Beispiel in die Gastro kriegt mich keiner. Das ist mir viel zu stressig. Programmieren ist da einfach angenehmer. Viele Berufe sind einfach nur grottenschlecht UND schlecht bezahlt. Das tut sich doch keiner mehr an. Ausser eben Migranten die dann ausgebeutet werden.

  8. Ich bin 35 Jahre alt und habe 12Jahre durchgehend gehackelt… Nun wollte ich eine neue Ausbildung als Gesundheits -und Krankenpfleger beginnen und die einzige Antwort vom AMS bzgl. einer Förderung etc. ist, dass der Diplomlehrgang auf FH Bachelor umgestellt wurde und es somit eine höhere Bildungsstufe ist. Somit keine Förderung mehr. Achja und ich habe mich auch bei der FH Wien für die einen Studienplatz beworben und wurde nicht genommen, da ich nicht in Biologie od. Ernährungswissenschaften maturiert habe… Antwort vom AMS: aso naja Wenn sie an der FH Wien studieren würden, könnt sich vl doch eine Förderung ausgehen, aber da ich ja leider in Krems studiere gibts wieder nix. Und ich solle doch noch einmal bei der FH Wien nachfragen, obs nicht vielleicht doch die Güte haben mich aufzunehmen. Also der Fehler fängt bereits klar bei der Ausbildung bzw. Bei Umschulungen an. Und wenn man 35+ ist und man sich auf etwas umschulen lassen möchte, ist man sowieso fürs AMS wertlos…

  9. >Um neues Personal zu finden und Branchen-Abgänger zurückzuholen, nennt die Expertin neben guter Entlohnung auch Faktoren wie tatsächliches Auszahlen der Überstunden. Auch Korrektheit beim Arbeitsverhältnis sowie Anerkennung seien Elemente. Ich mein der nächste verkauft einem Tellerwäscher “du darfst Warmwasser und Spülmittel verwenden” als Benefit.

    Haha, man spart sich sogar den obligatorischen Obstkorb.
    Ich mein ersthaft – alles genannte ist do Teil der absoluten minimalsten Grundvorraussetzungen. Sind die nicht gegeben brauchen wir noch nicht mal übers Gehalt reden.

  10. Kkingt ein bissi wie die Frau Felber die neulich in der “heute” graunzt hat, dass sich ihre Mitarbeiter die Mieten nicht mehr leisten können.

    Und weiter Personal sucht, aber nur Kollektivgehalt zahlt…

  11. Allein wie diese „Unternehmer“ fetzgscheid erklären was nicht alle anderen das Problem sind, da wunderts mich nicht dass da keiner arbeiten will. Gibt genug lokale die brechend voll sind und wo sich Mitarbeiter initiativ bewerben – ohne ams Zwang.

    Und Reform Ideen wie zb weniger Arbeitgeberbeitrag und Lohnsteuer auf solche Einkommen zu fordern und im Ausgleich dafür an höheren Spitzensteuersatz auf Einkommen zu fordern / Kapitalerträge anders zu besteuern, das wären mal Zugänge die ihnen auch helfen könnten. Aber dafür haben’s halt auch zu wenig ökonomische Intelligenz bzw glaubens wahrscheinlich, dass sie in der gleichen Steuerklasse sind wie da Elon Musk und wollen das nicht umgesetzt.

    Und was sich der ORF denkt wenns so an Beitrag planen würd ich auch gern wissen, im Endeffekt bleibt nur hängen: Arbeitslose, Gastro, Inflation, händeringend und Arbeitszwang. Es bleibt nur ein unangenehmes Gefühl. Damit ist auch wirklich niemanden geholfen.

  12. Ich komme ursprünglich aus der Gastro und es gibt gute Gründe warum ich nie wieder zurück gehen werde: seit Jahren wird/wurde das Personal ausgequetscht und verbraten, dann wurde viel zu lange nichts mehr in die Ausbildung investiert, danach lieber billigere Arbeitskräfte (meist aus dem näheren Ausland) genommen, jetzt wird gejammert das man Koch und Kellner aus die Mangel-Berufe Liste setzt um noch billigere Kräfte aus Drittstaaten zu bekommen;

    Dabei geht es noch gar nicht immer „nur“ um die mieserable Bezahlung sondern man könnte, meiner bescheidenen Meinung nach, sich mal dringend mit dem gesamten Arbeits-Umfeld auseinandersetzen: muss man denn tatsächlich 7 Tage die Woche von 10:00 – 24:00 Uhr offen haben?

    Aber sie haben schon Recht wenn sie immer jammern: „ die Leute sind einfach zu faul zum Arbeiten!“ 🤦

  13. Ich kenne ein paar Leute die der Gastro den Rücken gekehrt haben und das Gehalt war nicht deren Hauptgrund. Viel entscheidender waren die scheiß Arbeitsbedingungen, cholerische Chefs und unmöglichen Arbeitszeiten.

  14. Auch eine Branche in der wohl die Kunden falsch “erzogen” wurden. Die stöhnen bereits jetzt wenn die Preise von Bier oder ä Kaffee wegen der Inflation angehoben werden, bezweifle dass viel verstehen würden dass sie den “fairen” Lohn mitbezahlen müssen.

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