tl;dr: In der EU gibt das teuerste Kraftwerk den Strompreis vor. Das sind derzeit die Gaskraftwerke, obwohl sie nur 16% des heimischen Stromes erzeugen.
Naja etwas übertrieben ist es schon. Die merit order generiert schon gewissermaßen einen Markt mit Konkurrenz. Nur halt nicht in so einem Ausnahmefall wie derzeit.
Wieder jemand, der Merit Order nicht verstanden hat. Das mit einem Kartell zu vergleichen sagt schon alles.
Da wird wieder einiges vermischt. Am freien Markt kostet der Strom in der Schweiz ca. genauso viel wie in den anderen Nachbarländern.
Allerdings gibt es in der Schweiz für Privatkunden keinen freien Markt oder Anbieterwahl, dort wurde es nie liberalisiert (ist wohl in Planung) und somit sind die Preise auch stärker reguliert. Da somit die Anbieter auch alle ihre eigenen Kraftwerke haben kann man sie zwingen ihre Preise näher bei den Gestehungskosten zu halten. Die Preise steigen aber auch.
Das alles funktioniert bei uns nicht kurzfristig. Einerseits gibt es viele Anbieter die keine eigenen Kraftwerke haben, bei einer Umstellung wie im Beitrag gefordert würde die alle sofort pleite gehen bzw. die Kunden verlieren. Außerdem sind dann noch Fälle wie Wien wo es fast keine Wasserkraft gibt – somit viel teurer Stompreis. Eine freie Anbieterwahl auf die übrigen Kraftwerksbetreiber (Landesgesellschaften, Verbund, …) führt dann auch zu neuen Markteffekten da man ab einer bestimmten Kundenmenge nicht mehr eigenen Strom zur Verfügung hat sondern den vielfach teureren Marktstrom braucht.
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tl;dr: In der EU gibt das teuerste Kraftwerk den Strompreis vor. Das sind derzeit die Gaskraftwerke, obwohl sie nur 16% des heimischen Stromes erzeugen.
Naja etwas übertrieben ist es schon. Die merit order generiert schon gewissermaßen einen Markt mit Konkurrenz. Nur halt nicht in so einem Ausnahmefall wie derzeit.
Wieder jemand, der Merit Order nicht verstanden hat. Das mit einem Kartell zu vergleichen sagt schon alles.
Da wird wieder einiges vermischt. Am freien Markt kostet der Strom in der Schweiz ca. genauso viel wie in den anderen Nachbarländern.
Allerdings gibt es in der Schweiz für Privatkunden keinen freien Markt oder Anbieterwahl, dort wurde es nie liberalisiert (ist wohl in Planung) und somit sind die Preise auch stärker reguliert. Da somit die Anbieter auch alle ihre eigenen Kraftwerke haben kann man sie zwingen ihre Preise näher bei den Gestehungskosten zu halten. Die Preise steigen aber auch.
Das alles funktioniert bei uns nicht kurzfristig. Einerseits gibt es viele Anbieter die keine eigenen Kraftwerke haben, bei einer Umstellung wie im Beitrag gefordert würde die alle sofort pleite gehen bzw. die Kunden verlieren. Außerdem sind dann noch Fälle wie Wien wo es fast keine Wasserkraft gibt – somit viel teurer Stompreis. Eine freie Anbieterwahl auf die übrigen Kraftwerksbetreiber (Landesgesellschaften, Verbund, …) führt dann auch zu neuen Markteffekten da man ab einer bestimmten Kundenmenge nicht mehr eigenen Strom zur Verfügung hat sondern den vielfach teureren Marktstrom braucht.
Zur Ergänzung: https://www.profil.at/faktiv/spoe-im-unrecht-warum-das-schweizer-modell-strom-kaum-verbilligen-wuerde/402076147
Man braucht kein Experte sein, um den Markt zu kritisieren.