Mein Beitrag zur aktuellen Abmahnwelle:

27 comments
  1. Das hat uns die DSGVO gebracht:

    – Genervte Unternehmen

    – Genervte Nutzer (AcCePt AlL CoOkIes – pweese uwu)

    ​

    Das hat die DSGVO nicht gebracht:

    – Mehr Datenschutz

  2. Ob wirklich die IP an Google übermittelt wird, ist nicht ganz geklärt, oder? Es ist nur eine Vermutung afaik

  3. Eva hat die Webseiten gar nicht aufgerufen, das war ein Webcrawler…

    Eva hat nur gegen Geld ihre persönlichen Daten öffentlich auf den Webserver des gierigen Anwalts gestellt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

  4. Also ich finde es gut. Bei dem ganzen Schritt der auf modernen Websiten von überall geladen wird gehört Transparenz her. Und Schriftarten (ein paar Kilobyte) muss man wirklich nicht von externen Quellen (noch dazu Google) nachladen.

  5. Ohne zu wissen worum es da geht: Die IP adresse “übermitteln” wenn sie benötigt wird ist doch kein Problem, oder?

  6. Das is einfach ein unmoralischer Cheat den die machen.

    Das hat mit Datenschutz nix zu tun. Man sucht nach unbedarften Kleinunternehmern die sich dem Abenteuer Internet hingegeben haben und presst die jetzt auf sehr schirche Art und Weise aus. Eine ganz grauslige Aktion. So gut kann Geld gar nicht tun dass man sich nach sowas ned schmutzig fühlen muss

  7. Kein Wunder das uns die IP Adressen ausgehen wenn die alle bei Google landen. Ich mach eine Petition, die sollen uns gefälligst die IP Adressen wieder zurück senden. Mein Provider gibt mir zwar immer neue, aber gratis werden die die IP Adressen ja auch nicht bekommen also zahl im Endeffekt erst recht wieder ich dafür. Außerdem, was macht Google mit den ganzen Adressen, soviele Geräte können die ja gar nicht haben, oder haben die noch nie was von NAT gehört?

  8. Für alle die davon betroffen sind:

    Beruflich hab ich mit vielen Kunden zu tun, die von dieser Abmahnwelle betroffen sind (fast 20), wir haben bei einigen die Log-Files ausgewertet und der Aufruf ist immer wirklich nur mittels irgendeinem Web-Crawler passiert, der sich als Firefox ausgibt, wo jedoch nur ein Teil der Webseite geladen wurde. Es ist kein natürlicher Aufruf mit einem normalen Web-Browser erfolgt, wo alle Webseiten Inhalte geladen werden, z.b. Design Elemente, Bilder, JavaScript Files, etc., sondern nur ein ganz ganz geringer Teil an Dateien. Gerade so viel, das man einfach den Quelltext automatisiert auswerten kann. Seiten die via JavaScript Frameworks umgesetzt wurden, wo alles nachgeladen wurde, sind gar nicht betroffen, auch dann nicht wenn Sie Google Fonts extern eingebunden hatten, scheinbar ist hier der Crawler “zu dumm”.

    Viele Seiten die betroffen waren, haben auch Google Maps direkt eingebunden ohne was und das wurde nicht bemängelt, weil es meistens auf einer Unterseite war (z.b. Kontakt statt Startseite), das wäre der Eva aufgefallen das Google hier auch Ihre IP bekommt, hätte Sie die Seite wirklich besucht…

    Edit: Typo

  9. Ja, eine Bekannte hat auch eine Mail bekommen und alle Beratungsstellen sind genervt und wissen nicht weiter.
    Was macht man da? 140€ Obolus zahlen und drauf pfeifen oder was riskieren?
    Ziemlich gut das ganze System ad absurdum geführt.

  10. Es lässt sich relativ leicht nachweisen, dass diese “Eva” die Website nicht besucht hat, sondern nur ein Crawler ohne menschliches Zutun.

    Ein Crawler fällt nicht unter den DSGVO-Schutz. Würde mich ja interessieren, was Gerichte dazu sagen würden.

  11. Ich versteh net wie man da selbst schuld sein kann (was das meme suggeriert, oder hast du es falsch verwendet?), der durchschnittsnutzer weiss ja netmal dass sich fonts von webseite zu webseite überhaupt unterscheiden, nächster Schritt wäre zu begreifen, dass fonts irgendwo als datei liegen. Und jetzt noch der überhammer: Die können auch von anderen Quellen geladen werden. Die DSGVO soll auch den dümmsten schützen, und bei IT sind die meisten ja eher net so bewandert.

    Das Grundproblem ist ja, dass man fonts lokal hosten kann und auch einen europäischen
    (oder DSGVO konformen) CDN verwenden kann wenn einem die Fonts zu viel abverlangen, das alles ist aber “zu viel arbeit” und man riskiert halt lieber eine Strafe. Danach kann man zumindest wieder sudern.

    Dass der eine Jurist da jetzt hergeht und alle möglichen Leute abmahnt find ich auch nicht fein, aber es steht ja schon länger fest dass das nicht erlaubt ist, also hätt mans doch ändern können.

  12. Ich hab einfach alle google fonts als woff2 mithilfe eines selbstgeschriebenen Skripts heruntergeladen, css files dazu automatisch erstellt und alles auf einer eigenen url bereitgestellt. Noch dazu ein PHP skript gemacht damit ich die Fonts simpel per “cdn.beispiel.web/fonts/Roboto&Open+Sans” als css einbinden kann und fertig.

    Dauer 30 Minuten, Größe 300 Mb, Ladezeiten sind verbessert und ich muss mich mit dem Scheiß nicht mehr herumärgern. Juhu.

  13. Ja da wird die kleinen Betreiber wieder hart treffen. Ich freu mich schon aufs Gejammer wenn es heißt „die kleinen Läden sperren zu, alle kaufen nur bei Amazon“ und so weiter.

    Ja weil der kleine Laden die finanziellen Mittel nicht hat diesen Quatsch zu stemmen. Überleben werden die Konzerne die sich eine Rechtsabteilung leisten können und alle anderen schmeißt man unter den Bus damit sich so ein windiger Anwalt eine neue Yacht kaufen kann.

    Ich bin auch für Datenschutz, aber es ist offensichtlich das Europa kleinen Betrieben den Krieg erklärt hat.

  14. >Bild 1: “Hmm, ein deutsches Gericht hat festgestellt, dass die Verwendung von Google Fonts potenziell nicht DSGVO-konform ist…”

    >Bild 2: “…wurscht, is ma zu viel Hackn das zu ändern, was soll schon sein?”

    >Bild 3: “Scheiß Anwalt schickt Abmahnungen, hey!” 🙁

    FTFY

  15. Was kann ich als User dafür, wenn die beschissenen Webdesigner nicht von dem Google Mist die Finger lassen können? Das seh ich ja „von außen“ als einfacher User nicht einmal.
    Dein meme hinkt

  16. Ahh der Fall -> Mag. Marcus Hohenecker vertritt Eva Zajaczkowska

    Anwalt, Aktivist und ehemaliger Bundesvorsitzender der Piratenpartei.
    Angeblich sogar Stiefsohn von Marion Hohenecker (Grasser!).

    Aktivist: [https://www.derstandard.at/story/2000107227146/nach-manipulationsvorwuerfen-unbearbeitete-fassung-von-polizeigewaltvideo-veroeffentlicht](https://www.derstandard.at/story/2000107227146/nach-manipulationsvorwuerfen-unbearbeitete-fassung-von-polizeigewaltvideo-veroeffentlicht)

    Anwalt seit 2019: [https://www.derstandard.at/story/2000138472819/datenschutzanwalt-fordert-in-massenbrief-190-euro-von-websitebetreibern-fuer-google](https://www.derstandard.at/story/2000138472819/datenschutzanwalt-fordert-in-massenbrief-190-euro-von-websitebetreibern-fuer-google)

    Piratenpartei: [https://piratenpartei.at/aus-verantwortung-fuer-die-menschen-und-fuer-oesterreich/](https://piratenpartei.at/aus-verantwortung-fuer-die-menschen-und-fuer-oesterreich/)

    Eva – Auf ihrer Adresse nicht auffindbar, und auf der Tür ein anderer Familienname:

    Zitat von: [https://abmahnung.wtf/](https://abmahnung.wtf/)

    >23.08.22 – 10:00 eva ist nicht zuhause
    >
    >einseitig zu urteilen halte ich für nicht optimal, deshalb haben wir heute versucht eva z. zu besuchen um mit ihr ein gespräch zu führen.
    >
    >leider haben wir sie an der adresse, die in der klageschrift des herrn hohenecker genannt wird, nicht angetroffen. das namensschild zeigt aber, dass wir richtig waren. eine angetroffene nachbarin konnte uns ebenfalls nicht weiterhelfen, denn sie hat besagte dame noch nie gesehen…. an der türe selbst stand dann auch ein anderer name „Maier“…
    >
    >ein schelm wer dabei böses denkt.

  17. Was genau ist jetzt der Unterschied für den User ob meine Fonts auf meinem Server oder auf einem von Google ist? Das Risiko, dass die eigene IP übermittelt wird muss man halt eingehen, wenn man Websites besuchen will.

  18. Also ganz ehrlich, ich check echt das Problem nicht – der Protokollname “Hypertext *Transfer* Protocol” weist mMn ja schon darauf hin, das a.) Dateien wo liegen, b.) die zu mir transferiert werden und c.) mein Browser (als Client) sie interpretiert und rödelt. Was ist da klagbar?

    Wenn das rechtens ist, machen wir es wie früher – jede site bekommt eine sitemap, nur jetzt als entry Page + sauber dokumentiert + alle dynamischen Inhalte (.js ebenfalls) – Benutzer muß dem zustimmen und bekommt erst dann gerendert die site.. mMn kann sich der Hr. Rechtsanwalt nur mehr verstecken, jeder halbwegs affine Richter prügelt den doch aus dem Saal, oder?

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