An die PV-Experten dieses Landes,

ich bin derzeit in der Planung einer PV Anlage und steh ehrlich gesagt noch ziemlich am Anfang. Da mich die Preise für Stromspeicher abschrecken, habe ich an einen Betrieb der PV-Anlage mit Überschusseinspeisung gedacht. Der Einspeisetarif ist hier natürlich besonders wichtig da wir von morgens bis abends arbeiten und erst Abends wieder in das Eigenheim kommen und dann selbst Strom verbrauchen.

Auf meiner Suche bin ich nun auf folgenden Tarif der EVN gestoßen, der Sonnenkraft 1:1 Einspeisetarif. Dieser vergütet dir den eingespeisten Strom zu deinem Bezugspreis (vorausgesetzt man bezieht die Energie auch von EVN), aber nur die Energiemenge die du auch monatlich beziehst.

Ist meine Auffassung richtig, dass das Netz mit diesem Einspeisevertrag wie ein Energiespeicher für mich wird?

Ich bin noch sehr neu in diesem Thema und bitte um eure Meinungen zu dem Unternehmen bzw. dem Tarif.

Habe ich womöglich das kleingedruckte übersehen und ist der Vertrag gar nicht so toll?

Quelle: [https://www.evn.at/home/sonnenstrom](https://www.evn.at/home/sonnenstrom)

11 comments
  1. Soweit ich das verstehe, rechnen die alles mit einem 1-1 Tarif ab. Das heißt wenn du mehr produzierst als du verbrauchst bekommst du für den Überschuss ebenso den Bezugspreis (meistens unterm Marktpreis).

  2. Kenne ich von Kollegen, ist grundsätzlich TOP, wenn man keinen Inselbetrieb will, sprich Blackoutsicherheit.
    Ich selbst würde keine PV ohne Akku und Insel machen, aber das ist eine persönliche Entscheidung.

  3. ich speise bei der ömag ein (zum marktpreis)

    mein bezug kommt von der energie steiermark (habe einen alten vertrag, dh ich zahle deutlich weniger für den bezug als ich fürs einspeisen kriege)

    dein modell ist nicht gewinnträchtig. je nach verbrauch würde ich mir eher eine batterie zulegen und über die ömag den überschuss einspeisen

  4. Noch wird das Netz als Energiespeicher genutzt. Aufgrund der Probleme mit der Netzstabilität wohl aber nur noch für kurze Zeit. Gewisse Gemeinden in Österreich verbieten bereits Neuanlagen ohne Speicher.
    Generell würde ich sowieso einen Speicher Empfehlen da die Amortisationszeit nur um etwa 2 Jahre steigt auch wenn ich verstehe, dass der Anschaffungspreis abschreckt.
    Alternativ kannst dir für den Moment auch nur einen Inselfähigen Wechselrichter zulegen und den Speicher zu einem späteren Zeitpunkt nachrüsten.

  5. Wechselrichter mit Blackout Funktion mitdenken!

    Grad nicht das Thema, aber wollte ich als Tipp loswerden

  6. Selbst wenn du nicht einspeist und/oder speicherst kann so ne solaranlage schon ganz gut sein. zb der kühlschrank und gefrierschrank laufen ja immer und die könntest du dann am tag quasi gratis laufen lassen was sich halt auch langsam hochsummiert

  7. Momentan solange der Strompreis so hoch ist lohnt sich der Speicher nie.
    Ich zahle Momentan 28 Cent und bekomme auch 28 Cent für den Überschuss, deswegen sehe ich keinen Sinn in einen Speicher zu investieren der nicht so Lange hält wie die PV. Aber die Zeiten können sich ja ändern und dan gibt es vielleicht (oder besser gesagte sicher)bessere Speicher Optionen/Technologien.

  8. Der EVN Sonnenstrom Tarif ist imho ganz okay, man sollte sich aber bewusst sein dass sich die “1:1” auf den Energiepreis beziehen. Wenn man aber Energie vom Netz bezieht fallen auch noch Netzentgelt und Gebühren an die per kWh abzugeben sind. Siehe zum Beispiel aktuelles Preisblatt: https://i.imgur.com/5Bz6DXu.jpg D.h. pro kWh das du im Netz “speicherst” zahlst du um die 6 Cent.

  9. Hast du Geld? Dann nimm den Batteriespeicher. Oder du wartest noch paar Jahre und rüstest nach.

    Dein Geld wird weniger wert, der Strom immer teuerer dardurch. Daher wenn der Strompreis in paar Jahren doppelt so teuer ist, dann zahlt sich die Batterie aus.

    Das Geld für die Einspeisung wird gegen 0 gehen.

Leave a Reply