Überzogene Netzsperre sorgt für Probleme im österreichischen Internet

15 comments
  1. Das schreibt Cludflare betroffenen Kunden:

    The problem is that copyright holder LSG – Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten GesmbH convinced an Austrian court to order ISPs to block several Cloudflare IP addresses, one of which corresponds to your website. This is documented by one ISP, LIWEST, here: http://netzsperre.liwest.at/ . Our engineering team is looking at mitigation strategies here. In the interim, these are your options:

    1. Upgrade to business plan so that your website gets an IP address from an unaffected prefix.

    2. Ask your Austrian users to contact their representatives to draft laws that reflect an understanding that blocking IP addresses instead of hostnames causes collateral damage.

    Kind regards,

  2. Amtshaftungsklage gegen die Republik.

    Verfahren gegen den Richter wegen mutmaßlicher Rechtsbeugung bzw. wegen Inkompetenz.

  3. Ich weiß ja nicht welche Dilettanten da beteiligt sind, aber ich bin wirklich schockiert.
    1) Was erdreisten sich diese Heuschrecken-Firmen eigentlich ungeprüft irgendwelche IPs sperren zu lassen? Sind das alles völlig inkompetente Dilettanten oder ist das Mutwillig? Ein WHOIS auf die IP hätte in 5 Sekunden entlarvt das sie zu Cloudflare gehört.
    2) Seit wann übernehmen Provider bei uns ungschaut Sperraufforderungen?
    3) Mir war klar, dass es gerichtlich angeordnete DNS Sperren gibt. Aber seit wann gibt es IP sperren? Und seit wann ohne entsprechendes Gerichtsurteil? Dann verlange ich jetzt auch das Leute eingesperrt werden, einfach weil ich behaupte das sie kriminell sind…

    Damit sind die „Verwertungsgesellschaften“ unsere neue Zensurbehörde, die offenbar vorbei an jeder Art von Kontrolle entscheidet was wir sehen dürfen. Die Chatkontrolle ist ja schon ein kafkaesker Wahnsinn. Aber das hier Sony, BMG und Co offenbar nach Gusto entscheiden dürfen was wir sehen ist ja eine völlig neue Dimension.

  4. Das Statement von Magenta ist absoluter Wahnsinn:

    > **In der Vergangenheit gab es bei der RTR die Möglichkeit eines Feststellungsverfahrens. Darin konnten Internetprovider vorab rechtssicher überprüfen lassen, ob eine Sperre zulässig ist oder nicht. Dieses Verfahren gibt es allerdings aufgrund eines Höchstgerichtsurteils nicht mehr**. […] Im aktuellen Fall können wir daher leider nur darauf warten, dass die RTR die Zulässigkeit im Nachgang einer Sperre prüft. Bei Unzulässigkeit schalten wir die betreffende Seite natürlich unverzüglich wieder frei. Wir bedauern, dass es bei Kundinnen und Kunden durch die Sperren zu Unannehmlichkeiten kommt.

    In was fuer einer Bananenrepublik leben wir bitte?

  5. Tja, und genau deswegen wird seit Jahr und Tag vor IP-basierten Sperren gewarnt. Aber mit simpler Logik hat es die Politik ja generell nicht so …

  6. Ah, sie an. Funktioniert wieder bei mir (Magenta)

    Da haben sich wohl mehr als genug Leute beschwert…

  7. Unrelated, aber dass die “FreibeuterFilm GmbH” eine Sperre für cine.to veranlasst hat, finde ich schon irgendwie witzig.

  8. > Politik muss handeln

    Lese ich imme öfter. Klar kann man einfach Grüne und ÖVP die Schuld geben, wäre super einfach, aber ich denke wir werden um eine Demokratiereform nicht hinwegkommen.

    Aktuelle Politik kann nicht mit der Geschwindigkeit des 21 Jahrhunderts mithalten.

  9. Muss zugeben bin selber seit 15 Jahen in der IT und habe noch nie etwas von Cloudflare gehört oder gelesen.

    Aber das war mir trotzdem klar, dass des absolutes Eigentor is wenn man IP Adressen sperrt.

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