Aber offenbar ist die Wien-Energie schon gestern an das Finanzministerium herangetreten, um um Hilfe anzusuchen.
Es ärgert mich jetzt wirklich, dass es kein Statement von Ludwig oder Czernohorsky dazu gibt. Ich finde die Stadt sollte jetzt so schnell wie möglich die Kund:innen beruhigen und nicht über Nacht ein möglichst aalglattes Statement ausarbeiten.
Waaassss? Das einzige große Energieunternehmen in Österreich das zum Großteil auf Fossile Brennstoff setzt hat jetzt Probleme ihre Gasrechnungen zu decken?
Hoffentlich ändert sich jetzt mal was bei dem Scheißladen, Wien hätte in Österreich die einzigartigen Möglichkeiten auf Geothermie zu setzen, aber das war der Wien Energie anscheinend zu teuer.
Aber hey dafür hat Wien jetzt “Fernkälte”, und die Wien Energie ist ja was der CO2 Ausstoß angeht “nur” die dritt größte Drecksschleuder in Österreich.
“unvorhergesehen” also. und was sehen sie nächste woche net?
dass die preisgarantien unhaltbar sind, wenn die inflation stetig steigt?
dass die tarifanpassungsmöglichkeiten von nur zweimal im jahr sinnlos sind, wenn preise zweimal im monat angepasst werden müssen?
dass die abschaffung der notkamin-pflicht kontraproduktiv war, und stattdessen ausgeweitet hätt’ werden müssen auf einen funktionietenden ofen, und einen raum explizit zur vorratshaltung laut zivilschutzrichtlinien?
dass die leute mit (not)kamin derzeit öfen einbauen, wo sie nur können, und die rauchfangkehrer mit der abnahme net nachkommen, wodurch viele öfen ohne abnahme betrieben werden, und es im Winter zu feuerwehreinsätzen deswegen kommen wird?
dass eine verpflichtung, die energie von WienEnergie zu beziehen, in den mietverträgen von Wiener Wohnen eine fetzendeppate idee is, weil die leut’ so keine alternativen aufbauen konnten?
) so net umsetzbar is, weil die fernwärme-pflicht nix bringt, wenn die färnwärme gas braucht, das zu teuer is?
i hab’ eigentlich genug andere sorgen, um die i mich jeden tag kümmern muss, aber selbst mir fällt auf, dass deren gesamtkonzept vorn und hint’ net zusammenpasst. das muss doch den leuten, die sich damit täglich hauptberuflich befassen, viel früher klar geworden sein, als mir.
zum abschluß noch ein journalistisches gustostückerl:
“Ein Reality-Check zwischen Wiener Gemeindebau und Waldviertler Einfamilienhaus. […] Der monumentale Karl-Seitz-Hof in Floridsdorf […] Rohre legen, verkleiden, Gastherme abhängen: Ein bis zwei Tage dauern solche Bauarbeiten in der Regel. Dann ist eine weitere Gasheizung Geschichte. Im nächsten Herbst und Winter wird Fernwärme für eine behagliche Wohnung sorgen.”
vom 29. VI. 2022.
ceterum censeo “unit libertatem” esse delendam.
Anscheinend schaffen es manche Menschen wohl nichteinmal einem verdurstenden Mann Wasser zu verkaufen.
Die Stadt Wien hat also auch schon eine Milliarde zugeschossen. Oje…
Heute im ö1 Mittagsjournal hieß es sie haben sich um 8 Milliarden verspekuliert weil und brauchen Geld wegen den Margins die sie nicht mehr zahlen können.
8 comments
Der Twitter-Thread der Wien-Energie wirkt sehr beruhigend (https://twitter.com/WienEnergie/status/1563978729696772096?t=h5ZZv-ZSsl1AB2oXIyS7OA&s=19).
Aber offenbar ist die Wien-Energie schon gestern an das Finanzministerium herangetreten, um um Hilfe anzusuchen.
Es ärgert mich jetzt wirklich, dass es kein Statement von Ludwig oder Czernohorsky dazu gibt. Ich finde die Stadt sollte jetzt so schnell wie möglich die Kund:innen beruhigen und nicht über Nacht ein möglichst aalglattes Statement ausarbeiten.
Waaassss? Das einzige große Energieunternehmen in Österreich das zum Großteil auf Fossile Brennstoff setzt hat jetzt Probleme ihre Gasrechnungen zu decken?
Hoffentlich ändert sich jetzt mal was bei dem Scheißladen, Wien hätte in Österreich die einzigartigen Möglichkeiten auf Geothermie zu setzen, aber das war der Wien Energie anscheinend zu teuer.
Aber hey dafür hat Wien jetzt “Fernkälte”, und die Wien Energie ist ja was der CO2 Ausstoß angeht “nur” die dritt größte Drecksschleuder in Österreich.
“unvorhergesehen” also. und was sehen sie nächste woche net?
dass die preisgarantien unhaltbar sind, wenn die inflation stetig steigt?
dass die tarifanpassungsmöglichkeiten von nur zweimal im jahr sinnlos sind, wenn preise zweimal im monat angepasst werden müssen?
dass die abschaffung der notkamin-pflicht kontraproduktiv war, und stattdessen ausgeweitet hätt’ werden müssen auf einen funktionietenden ofen, und einen raum explizit zur vorratshaltung laut zivilschutzrichtlinien?
dass die leute mit (not)kamin derzeit öfen einbauen, wo sie nur können, und die rauchfangkehrer mit der abnahme net nachkommen, wodurch viele öfen ohne abnahme betrieben werden, und es im Winter zu feuerwehreinsätzen deswegen kommen wird?
dass eine verpflichtung, die energie von WienEnergie zu beziehen, in den mietverträgen von Wiener Wohnen eine fetzendeppate idee is, weil die leut’ so keine alternativen aufbauen konnten?
dass das EWG (
> https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/ME/ME_00212/fnameorig_1451879.html
) so net umsetzbar is, weil die fernwärme-pflicht nix bringt, wenn die färnwärme gas braucht, das zu teuer is?
i hab’ eigentlich genug andere sorgen, um die i mich jeden tag kümmern muss, aber selbst mir fällt auf, dass deren gesamtkonzept vorn und hint’ net zusammenpasst. das muss doch den leuten, die sich damit täglich hauptberuflich befassen, viel früher klar geworden sein, als mir.
zum abschluß noch ein journalistisches gustostückerl:
> http://profil.at/oesterreich/waerme-ohne-therme-ist-der-ausstieg-ab-2023-umsetzbar/402056845
“Ein Reality-Check zwischen Wiener Gemeindebau und Waldviertler Einfamilienhaus. […] Der monumentale Karl-Seitz-Hof in Floridsdorf […] Rohre legen, verkleiden, Gastherme abhängen: Ein bis zwei Tage dauern solche Bauarbeiten in der Regel. Dann ist eine weitere Gasheizung Geschichte. Im nächsten Herbst und Winter wird Fernwärme für eine behagliche Wohnung sorgen.”
vom 29. VI. 2022.
ceterum censeo “unit libertatem” esse delendam.
Anscheinend schaffen es manche Menschen wohl nichteinmal einem verdurstenden Mann Wasser zu verkaufen.
Ich bin auch in finanzieller Notlage!
Wann Krisengipfel?
[Wien Energie in Geldnot: „Gegen die Wand gefahren“
](https://www.krone.at/2794173)
Die Stadt Wien hat also auch schon eine Milliarde zugeschossen. Oje…
Heute im ö1 Mittagsjournal hieß es sie haben sich um 8 Milliarden verspekuliert weil und brauchen Geld wegen den Margins die sie nicht mehr zahlen können.
Willkommen zurück ausm Urlaub, Magnus