
Ich bin mir grad echt nicht sicher ob die Krone, die ja alles andere als seriös gilt übertreibt und angst macht für klicks oder nicht in deren letzten artikel. (siehe [https://www.krone.at/2796328](https://www.krone.at/2796328))Aber ernsthaft jetzt wie sollen wir eine 20fache Preissteigerung des stroms stemmen? hab ich da was übersehen? selbst als jemand der in einer kleinen wohnung die gut gedämmt ist alleine wohnt würde man dann statt 50 euro plötzlich 1000 Euro zahlen. Das ist nicht möglich. wtf?
15 comments
Willkommen an den neoliberalen Märkten.
Sollen sie machen. Wäre ein witziges Szenario. Dann krachts wenigstens mal ordentlich.
Sobald das Order Merit System überarbeitet wurde, zählt nicht mehr das teuerste Sytem… Wir haben ja in AT eigentlich genug Wasser, Solar und Windkraftwerke. Muss halt endlich mal gefixt werden.
Wird ned passieren.
Vorher steigt die Politik den Versorgern richtig auf die zechn.
Keiner weiß, ob die Preise dauerhaft auf dem Niveau bleiben. Nicht von der Krone panisch machen lassen.
Willkommen in der Mangelwirtschaft. Siehs positiv, die aktuellen Preise sind die neue Realität, das neue Normal und können problemlos weiter steigen.
1000€ für Energie ist problemlos möglich. Wenns nicht möglich ist muss einfach weniger verbraucht werden.
Der Artikel ist sowieso Mist, weil die netzgebuehren ja quasi konstant bleiben. Ausserdem sinkt bei diesem Preis die Nachfrage massiv, wodurch der Preis sinkt.
Welcher Stromtarif wurde aufs 20fache erhöht? Keiner. Sonst wäre die kWh schon im Bereich von 2-4 €.
Alles gut, betrifft nur die wiener, de müssn halt jetz de zeche zahlen 😅
/s
Fleißig sein und gut erben.
Wen Marsch auf Wien?
Ich möcht keine angst schüren oder so, aber wenn das wirklich eintrifft in 1-2 Jahren, dann müsst ihr auch bedenken dass so ziemlich ALLES, also auch alltagsprodukte die in Ö und anderen Europäischen ländern(inkl lebensmittel) Produziert/gekühlt gelagert werden sich Massiv erhöhen abhängig davon wie viel Strom dafür benötigt wurde, und dann muss man hier nochmal die Inflation mit einberechnen. Das Betrifft vor allem Tierische Lebensmittel sowie Stahl und Chemieprodukte etc…. Ich rede von einer Situation wo man froh sein kann über die runden zu kommen wenn man Vollzeit arbeitet, falls das selbst dann überhaupt möglich ist, ausser man verzichtet auf strom komplett.
Es ist ein komplettes Marktversagen.
Und gleich dazu ein Regierungsversagen, die da schon vor Wochen in den Markt eingreifen hätten müssen. Das sind völlige Fantasiewerte, die nicht niemand zahlen kann. Da Verwechseln wieder ein paar Leute eine Excel-Tabelle mit der Realität.
Die normalen Leute haben das Geld schlichtweg ned. Die Firmen werden bei den Energiepreisen “einfach” dicht machen und die Leut auf die Straße setzen.
Wo denn bitte???
Ist auch nicht möglich. Wir sehen gerade, dass das an sich ja gar nicht so blöde Merit-Order-Prinzip in der Krise nicht funktioniert. Im Gegenteil: Durch Angst vor Engpässen [zu denen übrigens auch die Trockenheit im Westen (Frankreich, UK – zu wenig Kühlwasser für AKWs) beiträgt] und das immer teurere Gas steigen die Preise gerade enorm und in vor dem Krieg nicht erwartbare Höhen.
Das MO-Prinzip motivierte Lieferanten dazu, auf in der Produktion wesentlich günstigere erneuerbare Energie, die bevorzugt auf den Markt gebracht werden soll, umzusteigen – für die natürlich die notwendige Infrastruktur geschaffen werden muss. Gaskraftwerke sind in dieser Merit Order die letzten aber preisbestimmenden Lieferanten. Klar: Wer sauberer (und damit auch billiger) produziert, verkauft mehr seines Stroms und hat am Ende mehr Geld übrig. Natürlich muss man anmerken, dass Gas vor der Krise sehr günstig war und dieser wünschenswerte Effekt der MO so ausgebremst wurde bzw. die Vorteile für Energielieferanten gering blieben. Das treibt aber gerade existenzbedrohende Blüten. Nicht “nur” für Privathaushalte und Unternehmen, sondern auch für Lieferanten (siehe Uniper, Wien Energie und welche Unternehmen auch immer das noch treffen wird).
Das heißt: Staatliche Eingriffe in den Strompreismarkt werden unbedingt notwendig, sonst kann niemand mehr seine Abrechnung zahlen und folglich bleiben auch Versorger auf ihren Ausgaben sitzen – vor allem wenn irgendwann im Schnitt 5000 – 6000 Euro pro Haushalt anfallen. Um das kurz- und mittelfristig zu verhindern, braucht es staatlich finanzierte Strompreisbremsen und auch Schutzschirme für Energieversorger. Das sind natürlich alles Übergangslösungen.
Deshalb muss außerdem der Strompreis vom Gaspreis entkoppelt werden – das kann relativ schnell passieren. D. h. Gaskraftwerke sind für die Preisbildung gar nicht mehr bestimmend und die MO muss zumindest ausgesetzt und in weiterer Folge langfristig durch ein krisenfesteres Preisbildungssystem abgelöst werden – das dürfte die schwierigste Aufgabe sein – vor allem weil sie im großen Stil also EU-weit und am besten gesamteuropäisch ergriffen werden muss.
Niemand, wirklich niemand hat Interesse daran, dass unsere Kaufkraft ins Bodenlose sinkt, weil wir uns fast alle (Armutsbetroffene und Mittelstand) unser Leben nicht mehr leisten können, und Konjunktur, die wir für unser Wirtschaftswachstum brauchen, somit kaum mehr stattfindet. Nicht einmal Konservative und Wirtschaftsliberale.
Deshalb bin ich aktuell nicht besonders panisch.
Aber eines ist fix: All die Krisen der letzten Jahre (Corona, Energiekrise, Klimakrise …) werden wir bezahlen – ein höheres Pensionsantrittsalter wird uns auf jeden Fall blühen.