Warum wird in Österreich immer geraunzt?

Ich meine, was soll man mehr machen als sich aufstellen zu lassen. Wenn sich keine Frau um das BP-Amt bewirbt, warum wird sich dann darum beschwert? Ist ja nicht so als würden Frauen in Österreich davon ausgeschlossen BP zu werden. Irmgard Griss hat sich ja 2016 schon aufstellen lassen. Also warum dieses Jahr nicht, wenn es sie so stört, dass keine Frau zur Wahl steht? Oder soll etwa auch bei Wahlen eine Frauenquote her?

Ich verstehe die Welt nicht mehr.

43 comments
  1. Ich warte schon auf den standard artikel, in dem wieder einmal den männern die schuld dafür gegeben wird.

  2. Ich nehm an sie hat nicht kandidiert weil sie doch schon 75 ist. Wärs damals der Hofer geworden, wär da Sascha zu 100% auch nicht angetreten. Die anderen Kandidaten san halt eigentlich auch nur da um sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren um vielleicht in ein paar Jahren wieder zu kandidieren.

    Außerdem, wärs der Griss lieber wenn die Helga aufm Stimmzettel gelandet wär? Das war mWn die einzige Frau wo ich aktiv mitbekommen hab, dass Unterstützungserklärungen gesammelt wurden (dass sies net schafft war aber jedem rational denkenden Menschen eh klar)

  3. Anscheinend gibt es in Österreich keine eigenständige Frauenbewegung, die 6.000 Unterstützungserklärungen zusammengebracht hätte oder ein Antreten sinnvoll fand.

    Was ist mit Feministinnen, KPÖ, Frauennetzwerken? Fridays for Future?

  4. Hat’s die Dame mit dem Vespa-Gewinnspiel also nicht geschafft 6.000 Unterstützungserklärungen zu sammeln? Schade.

  5. Ähm, wenns der Bevölkerung so wichtig wär, könnt sich doch irgendeine x-beliebige Frau aufstellen lassen und in die Stichwahl spazieren einfach nur weil sie eine Frau ist? Oder isses mindestens 90% der ÖsterreicherInnen scheißegal ob eine Frau kandidiert oder nicht?

  6. Könnt ihr euch an die ganzen Männerhorden erinnern, die vor der Wahlbehörde gewartet und jede Frau mit Gewalt zurückgedrängt haben, die Unterstützungserklärungen einreichen wollt? Ich auch nicht. Wenn es ihr so wichtig ist, wieso tritt sie nicht selbst an, oder unterstützt eine Kandidatin?

    Ich hab vor 6 Jahren Griss gewählt, weil ich sie für die beste Kandidatin hielt, ich werd auch weiterhin den mMn besten Kandidaten wählen, unabhängig vom Geschlecht. Auch die Ferrero-Waldner hab ich damals dem Heinzi vorgezogen. Aber wieso sollte sich irgendwer schämen, weil keine Frau zur Wahl steht?

  7. alter, diese kommentarspalte….

    ich bin eine frau und mir geht es tierisch auf die nerven, dass ich in einem angeblich so entwickelten und gleichberechtigten land die wahl zwischen sieben männern habe. deshalb finde ich es auch gerechtfertigt, das zu erwähnen und diesen zustand zu kritisieren, an dem man sieht, dass gelebte gleichstellung noch nicht so selbstverständlich ist, wie sie sein sollte. auch wenn frauen in der theorie nichts im wege steht, zu kandidieren, gibt es trotzdem eine menge hürden. angefangen bei der erziehung, die erwiesenermaßen jahrelang dazu führte und immer noch führt, dass männer sich mehr zutrauen, über fehlende vorbilder (ein richtiger teufelskreis, den diese wahl nicht gerade verbessern wird) bis hin zu machtstrukturen innerhalb der parteien, die frauen den weg zur kandidatur erschweren. aber klar, man müsste sich nur “etwas mehr anstrengen”.

    “wenn es sie stört, dann soll sie es doch selber ändern” ist auch so eine dämliche aussage, man darf etwas an den kandidaten auszusetzen haben, ohne selbst kandidieren zu wollen. ich bin sicher, ihr alle schweigt entweder über alles, was euch stört, oder seid leidenschaftliche aktivisten 🙂

  8. Also dass keiner der 6 narzisstischen Schlümpfe, die dem VdB Konkurrenz machen wollen, eine Frau ist, finde ich jetzt weder ehrenrührig für die Frauen noch für die Österreicher.

  9. Ohne, dass ich darüber sonderlich nachdenken werde, es ist mir nämlich beinahe wurscht, solange dort eine halbwegs integre Person in der Hofburg sitzt.

    Ich finde es aber einfach schade.

    Leider gibt es aber auch tatsächlich kaum eine mögliche Kanditatin. Wer denn? Mikl-Leitner? Bures? Edtstadler? ….dann ist ja fast schon zsammgräumt mit halbwegs bekannten, halbwegs erfahrenen Figurinnen.

    Das ist ein Armutszeugnis. über die strukturellen Zustände vor allem in den “Großparteien”

  10. mein gott die griss wieder. also eigentlich mag ich sie ja, aber das is sowas von unedig. hätts sich halt beworben und unterstützungserklärungen gesammelt.

    es ist ja nicht so das weibsvolk ausgeschlossen ist. wir sind da ja nicht bei einer steinigung.

  11. Also für mich ist mittlerweile auch die alteingesessene Politikerriege etwas beschämend. Heute dreht die Griss am Rad gestern wars die Rohrer in der ZIB2:

    Sie sieht es als demokratisches Versagen, dass die Roten und die Schwarzen keinen Kandidaten zur BP Wahl aufstellen, und stattdessen nur so Clowns antreten. Is meine Interpretation von dem was sie gesagt hat, aber ihr verschmitztes Lachen hat ja eh schon alles gesagt. Die Rohrer war schon immer eine Arroganzlerin hinter der Fassade des Frauseins als Vorwand.

    ​

    Ich seh das ganz anders. Es ist beschämend, dass man überhaupt verlangen kann muss oder soll, dass die Großparteien einen BP Kandidaten aufstellen müssen. Was bitte ist DAS für ein Demokratieverständnis???! Der BP sollte UNABHÄNGIG agieren. Wie passt das da zusammen, dass man gerade von den Großparteien Kandidaten erwartet? Das ist doch einfach nur noch so ein Establishment Gesülze, dass mirs Speiben kommt.

    Vielmehr sollte es so sein, dass sich die Großparteien Kandidaten aus der zivilen Bevölkerung nominieren sollten und diese dann fördern sollten. Weil eben die Hürde BP zu werden OHNE PARTEI viel zu hoch ist.

    Oida red mich noch einmal an auf demokratiepolitisch …. Die sind ja alle nimma ganz dicht.

    ​

    ​

    Und zum Thema Frauen:

    Die FPÖ wollten eh die Fürst aufstellen. Aber die is offenbar die einzige die nicht so deppat is und sich zum Spielball der dEmOkRaTiE machen lässt.

    Also haben wir eh noch gscheite Frauen im Land.

  12. Ich würd gern wissen ob die Frau Griss denn eine Unterstützungserklärung für eine weibliche Kandidatin abgegeben hat.

  13. bei der ÖH Wahl war dafür nur ein einziger Mann und der von den Freiheitlichen… find beides ungünstig. Mehr Diversität gibt dem Wort Wahl ja auch ein bisschen mehr Sinn. aufstellen lass ich mich deswegen aber auch nicht.

  14. Es ist auch beschämend, dass wir generell noch nie eine Präsidentin hatten und erst 1x eine Kanzlerin, die aber auch nicht gewählt wurde, lol.

  15. Das letzte Mal vor 2016 dass eine Frau kandidierte war bei der Rekordwahl von Heinz Fischer, und diese Frau war Barbara Rosenkranz…

    EDIT: letztes Mal vor 2016

  16. Und wieso genau ist das ein Problem?

    Ist nur ein Problem wenn man Gruppenidentätspolitik betreiben will, aber wohin uns das schon häufig in der Geschichte gebracht hat wissen wir bereits

    Ganz zu schweigen davon, dass fast alle Kandidaten sowieso ziemliche Kasperl sind

  17. Hätt ma lieber die Helga Egger unterstützen sollen oder wie? Die is eine Frau. Man muss der Gesellschaft ned die Schuld geben, dass sich keine wählbare Frau aufstellen lassen hat, hätte sicher genug gegeben.

  18. das problem wird auf die bevölkerung abgewälzt, daweil sollte die politik sich an der nase nehmen weil die ihre kandidaten präsentieren die sie als vermeintlich stärkste für die wahl halten, und nicht wir. auch wenn ein großer teil der kandidaten eh n witz ist.

  19. Vorschlag mit dem die gute Frau sicher zufriden wäre: Mindestens 50% der Kandidaten müssen weiblich sein, ansonsten darf keine Wahl stattfinden und solange diesed Kriterium nicht erfüllt ist, bleibt der Staat ohne Führung.

    /s

  20. Glaub, es wird schwierig, das in einem sub zu diskutieren, das sehr antifeministisch ist. Gibt ja hier auch keinen einzigen weiblichen Mod, oder?

  21. Ein Armutszeugnis für wem? Wohl nicht für Männer, weil da haben sich ja ein paar gefunden.

  22. Was oder wer hat denn Frauen daran gehindert zu kandidieren?

    Am besten fand ich ja den Sager in der ZIB2 von gestern. Frau Rohrer – die ich sonst schätze – meinte dazu, dass es die Pflicht von Männern gewesen wäre, Frauen zum Kandidieren zu motivieren. Aha, also wieder mal die Schuld von Männern. Und wenn ein Mann dazu aufgerufen hätte, dann hätte man ihm sicher vorgeworfen den Frauen Befehle erteilen zu wollen, weil die das ja selber entscheiden sollen. Und ja, ich finde auch dass sie das selber entscheiden sollen. Und wenn keine will, dann ist es eben so.

    Ich selber hab mal an einer Institution gearbeitet, da mussten Ausschreibungen sogar wiederholt werden, wenn sich keine Frau beworben hat (es sei denn die “Gleichbehandlungs”/Männer-Diskriminierungskommission verzichtet darauf). Wohlgemerkt: nicht weil keine genommen wurde (was an sich schon eine Sauerei wäre), sondern weil sich **keine beworben** hat. So weit ist es gekommen. Vielleicht muss die BP-Wahl heuer ja auch wiederholt werden, diesmal halt aus einem anderen Grund …

  23. Es ist weder beschämend noch ein Armutszeugnis, *solange keine davon abgehalten werden sich zur Wahl zu stellen*. Genauso wie es nicht beschämend ist dass es so wenig weibl. Maurer gibt *solange das alles auf freiwilliger Basis entstanden ist*

    Sie kann gern selber antreten, vielversprechende Kandidatinnen unter ihre Fittiche nehmen und fördern,…aber dieses Quotendenken ist imho komplett unproduktiv [und imo auch super selektiv, solange es nur für die super fancy Positionen gefordert wird, und nicht auch für Klärgrubentaucher, Maurer, und ähnliche Berufe die anstrengend, gefährlich und durchschnittlich bezahlt sind]

  24. Ich würde gerne wissen, wem sie dafür die Schuld gibt und was für Verbesserungsvorschläge sie hat. Gibts da etwas von ihr, oder ists wieder nur dieses “Es ist nicht so, wie ich will, machts irgendwer etwas!”?

  25. Es ist vor allem eine Schande für DIE FRAUEN selbst, und ihr eigenes Welt und Geschlechtsbild. Kenne genügend Frauen die ein kernkonservatives Leben führen wollen, ja sogar einfordern, die sofort vom Arbeitsmarkt weg sind sobald ihnen irgendwelche Typen erzählen das sie für sie sorgen werden. Das Märchen das die FPÖ eine Männerpartei wäre glaube ich schon lange nicht mehr, das gilt vielleicht für deren Repräsentanten aber sicher nicht für deren Wählerinnen.

  26. >Ist ja nicht so als würden Frauen in Österreich davon ausgeschlossen BP zu werden.

    Es nennt sich [struktureller Benachteiligung](https://de.wikipedia.org/wiki/Strukturelle_Diskriminierung). Als Beispiel: Es ist nach wie vor Usus, dass Frauen den Haushalt planen, schmeißen und Kinder erziehen sollen (also 3 Jobs verwalten) neben evtl einer Anstellung, während der Mann nur Geld hereinbringen muss (1 Job verwalten). Dann ist es klar, dass Frauen weniger oft Unternehmen gründen, und weniger oft Muße haben als BP zu kandidieren.

Leave a Reply