Anscheinend hat [der Post](https://www.reddit.com/r/Austria/comments/x74sjx/da_sucht_wieder_jemand_händeringed_personal/?utm_source=share&utm_medium=web2x&context=3) es in die kleine Zeitung geschafft und die (ältere) Facebookgeneration ist über die Reaktionen nicht sehr erfreut, denn [das Stellenauschreiben](https://www.facebook.com/KreuzwirtThal/posts/490461083084623) bekommt seitdem auf Facebook sehr viel Zuspruch.

[Link zum Artikel](https://www.kleinezeitung.at/next/6186301/Steirisches-Wirtshaus_Dann-lieber-gleich-zum-AMS-Ehrliche?utm_source=facebook&utm_medium=post&utm_campaign=FBHauptseite)
Wie man einen Facebook post teilt weiß ich leider nicht, aber die kleine Zeitung hat ihn am Mittwoch Abend um 17:30 gepostet falls sich wer die Kommentare durchlesen will

32 comments
  1. Ja wenn den facebook-boomern die ausschreibung so gfallt sollen sie sich halt drauf bewerben? Oder sind sie söba zu faul und zu bequem dass amoi echte arbeit machen und richtige leistung bringen, oder was a immer de gfrasta der jüngeren generation vorwerfen.

  2. Hat halt nichts mit echter Ehrlichkeit zu tun, sondern der ganze erste Teil des Inserats war komplett zynisch gemeint.

    Und dafür einen Shitstorm zu ernten sollte nicht verwundern.

  3. Ich find die Stellenausschreibung weder besonders originell noch neu.

    Hat es ja eh schon des oefteren in die Richtung gegeben.

    Was dann zaehlt ist die Bezahlung. Wenn einer auf den das passt, dort gut verdienen kann ohne grossartige Ausbildung, dann passt das doch fuer alle.

    Ich seh keinen Grund, sich da aufzuregen, aber auch keinen, da extra Zuspruch zu geben.

  4. Wieder so ein Thema wo von beiden Seiten versucht wird neue Extreme zu erreichen.

    Die Wirte machen einen auf Dicke Hose und sprechen das konservative Wirtshaus Klientel an mit ihrem Arbeitsverständnis.

    Und die Arbeitnehmer tun so als müsste man ihnen jeden morgen die Füße küssen.

    ​

    Es würde Allen gut tun einen Schritt aufeinander zu zu machen und diese beschissene Polarisierung endlich sein zu lassen.

    Die Arbeitgeber sollen ein paar hunderter mehr zahlen und ein kleines Stück tolerant werden was arbeitszeiten angeht.

    Und die Arbeitnehmer könnten ruhig mal zeigen, dass sie bereit sind zu arbeiten und vielleicht mal auszuhelfen wenn not am Mann ist.

  5. Ja, jeder weiß dass man das positive an etwas am besten hervorhebt indem man möglichst negativ ist…

    Und das ganze Blabla um die Ehrlichkeit – ist wie die Leute die sich selber als Arschloch bezeichnen, als wäre das eine Charaktereigenschaft mit der andere umgehen müssen, nicht etwas woran man arbeiten sollte. Die ganze „if you can’t take me at my worst, you don’t deserve me at my best“ Mentalität…

  6. Also ich finde das von beiden Seiten ziemlichen Kindergarten. Sowohl vom Wirten der mit seinem “zynischen” Posting in Wahrheit nur Stammtischweisheiten ala die Jugend will ned wirklich arbeiten raushaut als auch von den Reddit Usern die extra negative Google Bewertungen abgeben oder meinen “lustige” E-Mails zum schicken. Es werden sich ned mehr Leute auf sein ehrliches Inserat bewerben und da Wirt wird auch ned umdenken weil er a paar negative Google Bewertungen kriegt oder a paar “lustige” E-Mails. Im Gegenteil.

    Die Wirte müssen halt lernen dass sich der Arbeitsmarkt ändert. Des wird nur noch schlimmer werden je mehr Boomer in Pension gehen weil halt dann immer mehr Stellen für weniger Leute offen sind. Da nimmt ma halt keinen 40h Stunden Job in der Gastro.

  7. Finds auf Facebook auch toll wie Leute schreiben dass der Wirt recht hat, ‚sie selbst auch 15 Jahre in der Gastro waren, aber jetzt Weils gesundheitlich fetznhinig san, das leider Nichtmehr machen können.

    Oida? Stockholmsyndrom?

  8. Boomer in der Gastro:
    „Faule Jugend will nit arbeitn.“
    Auch Boomer in der Gastro:
    -Elite Alkoholiker
    -Burnout
    -mit 35 scho aufgraumb gwesn
    -Suizidgefährdet
    -Ka Familie

    Aha?

  9. Und wieder kein Wort darüber, dass die Stellenausschreibung trotzdem nicht die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt.

  10. Es wird echt nen Konflikt zwischen Jung und Alt geben oder???
    Ich mittendrin bin allerdings auch auf der Jungen Seite.
    Meine Arbeitskraft wurde nie geschätzt. Mann wollte immer mehr und ich bekam immer weniger.
    Und dann kamen die Möglichkeiten Arbeitszeit zu reduzieren ohne dass der Arbeitgeber was machn kann und dass wurde dann aus Teotz genutzt.
    Red i mit Jüngeren sehen die keine Aussichten, kein Geld und ne kaputte Umwelt.
    Red i mit älteren Jahrgängen sind die Jungen die Faulen die Nichts Leisten wollen.

    Das Lustige ist.
    Der baldige Pensionist bekommt fuer die gleiche Arbeit die der Junge macht den doppelten Lohn.
    Ich hab Leute ersetzt die in der Pension mehr kriegen als ich der Arbeitet. Und die Chefs die Jetzt maulen ham das für Ok befunden.
    Und jetzt ham wir den Salat.
    Die Jungen wolln diese Jobs nicht mehr machn und die Alten gehn in Pension.
    Know how weitergeben ist seit ewigen Zeiten uninteressant.
    Wir hatten Leute die netter Weise ein halbes Jahr vorher ankündigten zu kündigen um nen neuen Mitarbeiter einzuschulen. Der neue Mitarbeiter kam 3 Monate nach dem letzten Arbeitstag des Mitarbeiters.
    Von Wert war nur, dass man 9 Monate weniger Personalkosten hatte.

    Tja ich vermute ne Anhebung des Pensionsalters steht ins Haus und die Selben Leute die dieses System unterstützt haben, werden noch ein Bisschen Länger buckeln gehn weils sonst keinen gibt ders Macht.

  11. „Mein (Arbeits-)leben war oasch. Warum soll Deines besser sein??“ Die Einstellung war mir immer schon schwer suspekt.

    Ich geh auch langsam aufs „Alter Sack“-Alter zu aber mich darüber zu ärgern, daß nicht mehr jede unmenschliche Arbeitsbedingung durchgeht, käme mir nicht in den Sinn.

  12. Weltfremd. Mehr Bezahlung = Mitarbeiter, die den Job auch fürs Geld machen.

    Der Absatz mit “unter Wert verkaufen” ist auch lustig. Als ob banales Essen gehen zu zweit in Ö 50-60 Euro wert wäre.

  13. Ich habe in der Gastro lang genug gearbeitet um zu merken, dass man sich einfach kaputt macht dabei.
    Die Kollegen, welche schon sehr lange in der Gastro gearbeitet hatten waren kaputt. Von Alkoholproblem und anderen Drogen (was noch das harmloseste war) bis zum Buckel und kompletter Aufgabe. Kinder sind selten und wenn jemand Kinder hatte, dann hatte er/sie fast nie zu Gesicht bekommen.

    Meiner Meinung nach muss sich hier nicht nur beim Geld was ändern sondern vor allem in der Einstellung.
    Es ist möglich geregelte Arbeitszeiten in der Gastro durchzubringen, wenn man will.
    Wenn das Lokal schließt, dann schließt es, auch wenn noch Leute da sind. Das ist einfach ein Problem von Management und Zeitplanung des Arbeitgebers.

    Das sind Menschen die da arbeiten und keine Maschinen! Und ja die wollen auch leben und nicht nur arbeiten.

    Ist natürlich nicht überall gleich und es gibt auch in der Gastro Arbeitgeber, welche auch human sind. Meiner Erfahrung und was ich so von Kollegen mitbekommen habe sind die leider eher eine seltene Ausnahme.

  14. Ich find die Aussage zwecks Handy am Arbeitsplatz & die ganzen Kommentare dazu am kuriosesten. Wann habt ihr jemals eine/n Kellner/in gesehn, der/die während der Schicht am Handy war? Als Koch/Köchin hast genauso wenig Zeit fürs Handy… In Bürojobs gibts sowas ja schon eher, aber in der Gastro? Des is so a typische “Probleme finden wos keine gibt” Mentalität.

  15. Hach ja, die jungen die nix arbeiten wollen. Ich hab in der Gastro angefangen und bin so schnell wie möglich wieder weg, wars wert. Im Notfall würd ich noch in die Gastro gehen, aber nur wenn ich vorher wirklich absolut nichts gefunden hab.

    Ich arbeit liebend gern, aber nicht auf die Kosten meiner mentalen und körperlichen Gesundheit

  16. Das beste sind dir Kommentare, dass die Jungen die ersten sind, die sich aufregen wenn der Tisch nicht sauber ist oder man nicht sofort bedient wird.

    Ich habe noch nie gesehen, dass sich junge Leute ausfallend über KellnerInnrn äußern. Anders rum aber häufig

  17. In den Kommentarzeilen wird eventuell positives geschrieben- aber auch von denen wird sich keiner bewerben…

  18. Ich hab mal auf einer Familienfeier eine Köchin Ende 50 – die allerdings schon seit über 10 Jahren in Frühpension ist wegen Bandscheibenvorfall, bis dahin aber anscheinend 80+ Stunden die Woche gehackelt hat, nie eine eigene Familie hatte und mit ihrer Mutter zusammen wohnt – nach einer 20 minütigen Schimpftirade auf die heutige faule Jugend die nicht mehr arbeiten will in dem Beruf (im Gegensatz zu ihrer Jugend, wo es soetwas wie Urlaub, feste Arbeitszeit oder Krankenstand nicht gab und man ohne zu murren gearbeitet hat bis zum umfallen), gefragt ob sie sich heute wieder für die Gastro entscheiden würde.

    Antwort: Nein, natürlich nicht.

    Das versteh mal einer.

  19. Es regt mi halt am meisten auf, dass die den Punkt ned überreißn. Es geht jo ned wirklich grundsätzlich um die Arbeitsbedingungen, sondern drum, dass die Ausschreibung so sau unguat is, dass ma sich des soziale Klima im Betrieb gar ned vorstellen will.

  20. Guter Journalismus wär gewesen, auch darauf hinzuweisen, dass die Ausschreibung nicht den Gesetzen entspricht.

  21. Das auf Facebook nicht die hellsten Kerzen verkehren wundert eher nicht, in der Zeitung gibts ja auch durchaus kritische Kommentare.

  22. > “Aber wir als Wirte tun uns schwer, zusätzlich zu Strom und Lebensmittel attraktivere Löhne anzubieten. Da müssten wir 25 Euro fürs Schnitzel verrechnen.”

    Zeigt halt, dass bei uns über Jahrzehnte lang die Kostenwahrheit/Inflation verschleiert bzw. verschleppt wurde auf dem Rücken von Arbeitnehmern. Das betrifft praktisch alle Geschäftszweige, aber in der Gastro sieht man endlich das Ergebnis.

    Löhne sind in keinem Verhältnis zu den Gewinnen gestiegen und dementsprechend schauts nun aus mit unserer Kaufkraft. Ein paar ganz wenige Reiche und dagegen eine große Gesellschaft, die auf Luxus (dazu zählt auswärts essen gehen) verzichtet. Die Antwort darauf kann nicht sein, dass man die Gehälter/Preise noch weiter drückt bis es sich wieder jeder leisten kann! Ein Kellner soll auch von was leben…

  23. Was meint der mit Pension? Die richtet sich ja nach den Löhnen + Beitragsjahren. Möglicherweise sollte er halt weniger Löhne schwarz zahlen.

  24. “Aber wir als Wirte tun uns schwer, zusätzlich zu Strom und Lebensmittel attraktivere Löhne anzubieten. Da müssten wir 25 Euro fürs Schnitzel verrechnen.”

    ​

    Laut seiner Speisekarte kostet das Schnitzerl übrigens 22.90

  25. Endlich einmal jemand der sagt wie es ist:

    “Sie suchen einen Job mit einer 4 Tage Woche,
    Sie möchten gerne nach genau 8 Stunden nach Hause gehen,
    Sie möchten gerne Ihr Handy ständig bei sich haben um über die Sozial Media Netzwerke immer am laufenden zu sein,
    Es ist Ihnen wichtig einen genau geregelten und zeitlichen Arbeitsablauf zu haben,
    und Sie möchten auch am Wochenende Ihre Freizeit genießen!?

    Sollte Sie diese Anforderung ansprechen […] würde ich Ihnen das AMS nahelegen und eine Umschulung beantragen.”

    Klingt extrem chillig. Besser umschulen als in der Gastro zu arbeiten.

  26. Natürlich war ich so wehleidig, dass ich mich in die FB-Diskussion eingemischt hab.
    Zu meinem großen Glück, ist jetzt ein Boomer gekommen, der mich endlich aufklären konnte: auf meiner Generation wird rumgehackt, weil wir alle nur dreist und faul sind!

    Zum Glück weiß ich das jetzt! Ich werde also mein Vollzeitstudium kündigen, meine Teilzeitstelle aufgeben, die mich grad so über Wasser, aber unter der Armutsgrenze hält, und natürlich auch meine Selbstständigkeit auflösen. Ich muss doch ins Weltbild passen!

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