Ex-Spar-Chef Drexel erwartet „Gegentrend“ zu Work-Life-Balance

29 comments
  1. Wenn ich mir als ein einfacher Sparmitarbeiter 3 Wohnungen bis zur Pension im Rheintal kaufen kann arbeit ich für ihn… Aber ohne Moos nix los😉

  2. Der nächste Depp der uns einreden will, dass wir fröhlich pfeifend zur 12 Stunden Schicht antanzen, um 5 gratisstunden Anfragen sollen und keinen Urlaub nehmen sollen, wenn wir uns die 50 m2 Wohnung leisten wollen.
    Wo kommen echt diese ganzen realitätsfernen Pfeifen her?

  3. Es soll endlich anständig kleschn, die Trottln verstehen einfach net, dass es heute nix bringt viel zu hackln, oder sich anzustrengen

    Man kann sich ohne riesigen Kredit sowieso nix leisten, und Aufstiegschancen gibt’s aufgrund nie endender Freunderlwirtschaft a net

    Es wird einfach nix geboten, und genau das kriegens dann auch

  4. Selten sowas dummes gelesen – ich versteh ja noch, dass man ab und an mal reinbeißt und a Stunde länger bleibt um was fertig zu machen, aber das ist dann halt auch ZA und MUSS bezahlt werden bzw halt dann auch mal als ZA gewährt werden.

    Dieses „sich den Arsch aufreißen“ für die Firma bringt dir heute kaum mehr was, weil die Firma eh so dringend nach Arbeitskräften suchen, dass sie über jeden froh sind, der „Dienst nach Vorschrift“ macht und seine ihm/ihr aufgetragene Arbeit gewissenhaft erledigt und halt ned a kompletter Trottel ist.

    Hab Kollegen die immer fleißig das ZA Konto befüllen aber im Endeffekt auch nur Zeit schinden und in der Extra-Zeit auch ned mehr weiterbringen. Die sind eher mit den Aufgaben überfordert, aber AG sieht das selten und glaubt eher noch, dass die wirklich viel tun, weil sie ja im Monat 20 Überstunden machen.

  5. Verstehe die Kritik hier nicht. Er hat schon recht. Natürlich wird es früher oder später einen Gegentrend geben. Davon bin ich überzeugt. Wenn man mehr Freizeit hat, wird ein Teil der Bevölkerung sie für mehr Arbeit nutzen, um mehr zu verdienen. Vorausgesetzt man macht seine Arbeit gerne oder hat eine Nebenbeschäftigung die einen Spaß macht. Nicht jeder braucht oder will ein 3-tägiges Wochenende. Ich zähle mich persönlich da auch dazu.

  6. Als Boomer ist man einfach überhaupt nicht in der Position, so einen scheinheiligen Schmarrn von sich zu geben.

    > Sie sind nicht mehr so häufig, wie die vorherige Generation bereit, die Extrameile zu gehen“.

    was für eine Extrameile? Boomer haben weit nicht so viel gearbeitet wie millenials. Da war Dienst nach Vorschrift und man hat trotzdem genug verdient um gut zu leben, samt eigener Immobilie und regelmäßigen Fernreisen. Bei Millenials hingegen ist es oft gang und gäbe neben dem Job, bei dem es oft reichlich Überstunden gibt, noch einen Side Hustle zu haben, was ehrenamtliches und nebenbei eine Fortbildungen (natürlich überspitzt formuliert, aber ihr wisst worauf ich hinaus will) und können von dem Wohlstand den ihre Eltern hatten nur träumen.

    Einfach total zum kotzen. Dafür, dass wir ihnen in ein paar Jahren dann selber die Windeln wechseln können, weil sie es mit dem Pflegesektor (so wie den meisten anderen Branchen) komplett verkackt haben

  7. “So plädiert er dafür, Überstunden weniger stark oder gar nicht zu besteuern sowie Einkommen nach der Pensionierung steuerfrei zu stellen: „Das würde Hunderttausende zurück auf den Arbeitsmarkt bringen und die Leute hätten eine Freude“, so Drexel.”

    Ist mein Gesichtspunkt falsch, dass die Leute großteils froh sind, in Pension zu gehen und eher noch schwarz arbeiten, weil die Pension nicht ausreicht um sich die Zeit danach zu erhalten?

    Sicher gibt es eine Minderheit, die noch weiter arbeiten wollen. Aber zu behaupten, es wären hunderttausende und würden zu 100% auch eingestellt bleiben, ist doch stark übertrieben?

    Man nehme Problembereich Lehrer, da gibts die einen die nie aufhören wollen und dann gibts auch die die, wegen den Ferien Lehrer geblieben sind und eher mehr schaden als den “state of the art” lehren.

    Just my 2 Groschen.

  8. Hab den Artikel schon gelesen, ein Vogel der kein Leben außerhalb der Firma hat. Was er von sich gibt ist nix von Wert bzw. kannst nix neues von dem Typen lernen.

  9. Bin gespannt, wann diese lächerlichen Versuche von Industriepropaganda endlich aussterben…

  10. Da wird von den Kapazundern immer groß geredet und aber auch hier wird auf einen wesentlichen Punkt nicht eingegangen, nämlich dass es meist auch ganz klar an der Bezahlung happert.

    Scheiß Stundenlohn bleibt scheiß Stundenlohn, auch wenn ich mehr hack‘l. Ganz davon ab haben sich Löhne und Lebenskosten diametral entwickelt.

    Wozu malochen wenn es zum Lebenstraum eh nicht mehr reicht?

    Und die meisten Jobs brauchen nicht die berühmte „Extrameile“. Die sind Dienst-nach-Vorschrift. Wenn ich als AG mehr will muss ich einfach mehr bieten. Und zwar parallel dazu.

    Diese Unsitte, erstmal als AN auf unbestimmte Zeit unbezahlt mehr zu tun um dann vielleicht eine unbestimmten Benefit zu bekommen: LOL

    Und dann diese vorgeschobene Konsumgeilheit… die Leute werden schon arbeiten gehen weil alles Geld kostet… nonaned. Aber was in Wahrheit das Geld frisst sind diese Konsumzwänge in die man sich drängen lässt. Natürlich, wenn ich jedes Jahr das neue Flagship-Phone brauche usw. wird es schnell eng. Aber man kann erstaunlich erfüllt leben wenn man sich auf ein paar wesentliche Sachen besinnt.

  11. Das größte Mistvieh im Einzelhandel. Habe vor 13 Jahren in einer großen Interspar Filiale Samstags gearbeitet. Von der Feinkost bis Stellenleiter – jeder hat über ihn geschimpft. Ich mein, schau dir doch diese Fresse an

  12. Der Gegentrend könnte ein kleiner Bürgerkrieg sein, wo wir die reichen fressen und wo wir diese 1000 und 2000 und 3000 % Gewinnmacher aufessen, die absolute Dreckslöhne zahlen.

    Wenn Saftmännchen, dick, rund und gschaftig, davon erzählen, wie faul doch alle sind, während sie andere für sich arbeiten und die Gewinne erzielen lassen, muss man gesamtgesellschaftlich vielleicht einmal die Sinnfrage stellen.

    Und für Saftmännchen in ihren 7er BMWs und A8er Audis kann es dann ungemütlich werden.

    Vielleicht! Hat nichts mit dem Post hier zu tun, ist auch kein Aufruf. Nur so ein Nachdenken wo Verballschiss von gschaftigen weichen Saftmännchen hinführen kann

    Das Geile ist, dass der technologische Fortschritt und Maschinen die Gesellschaft eigentlich reicher machen, nur seit den 80er kommt davon unten nix mehr an

  13. Stupid fxcking cxnt work life balance **IS** the countertrend to excessive neoliberal capitalism and bullshit hustle culture. This mf is acting like it all came out of nowhere. I just can’t.

  14. das ist keine prognose, sondern eine drohung…

    jede errungenschaft die marginalisierten gruppen das leben verbessert hat, hat bei privilegierten einen backlash “provoziert”

    in dem fall heißt das nicht: “die leute wollen wieder mehr verdienen und drum verzichten sie auf work-life-balance”, sondern “wir werden unser möglichstes tun die einkommen und lebenserhaltungskosten wieder soweit auseinanderklaffen lassen, dass möglichst wenige es sich überhaupt leisten können nicht 60h zu arbeiten”

  15. Ich bin dann gerne bereit “die Extrameile zu gehen”, wenn mein Chef auch bereit ist für mich “die Extrameile zu gehen”. Mir hat aber no nie ein Chef von sich aus a Gehaltserhöhung angeboten, oder von sich aus mal gsagt: “Geh ruhig früher, wir kommen zrecht”, oder dergleichen.

    Früher wurde “die Extrameile” auch ned aus Spaß an der Freude gegangen, sondern weil “die Extrameile” potentiell noch zu Karriereverbesserungen führte. Inzwischen haben wir aber, zumindest in meinem Feld, nur noch “flache Hierarchien” wo eh nix möglich is. Wofür soll ich ma da an Haxn ausreissen?

    Mei Chef is ned die Caritas – ich aber auch ned.

  16. Welche work live balance bitte ? Das is ein traum den vlt. ein paar sehr wenige leben der Rest ist immer noch am Ausbrennen. Wie dumm kann man sein ? Diesem *BEEEEP**BEEEEEP*geht es wohl zu gut. Nehmt ihm das Geld weg und werft ihn in die Gosse dann soll er nochmal daher reden von work live balance dieser dumme Schmarotzer.

  17. Es ist hoid a Problem wenn der Gesetzgeber soetwas wie “NORMALARBEITSZEIT” verklausuliert (in Gesetzestexten) aber sich jeder (Unternehmer vorrangig) so verhält als wäre er der deutschen Sprache nicht mächtig und nicht weiß was “normal” bedeutet.

    Ich habe genau in den Wochen in denen ich Urlaub habe, plus 2-3 zufällig übers Jahr verteilt, diese NORMALARBEITSZEIT. Ansonsten immer min. 40h weils der Kollektivvertrag halt hergibt. Also kurz: die Interessenvertretung in Form von Gewerkschaften ist fürn Arsch und das schon mindestens 20 Jahre, zu Beginn wars sogar Metaller Kollektivvertrag, erwähn i nur weil man denen irgendwie mehr Macht nachsagt.

    Man sollte da einfach klagen könnnen wenn nachweislich nichts an der “Normalarbeitszeit” normal ist sondern es die absolute Ausnahme darstellt. Freie Vertragswahl is a Witz da man nirgends auswählen kann und damit keine freie Vertragswahl statt finden kann.

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