Hallo zusammen, weil ich besonders in der letzten Zeit immer wieder auf Artikel wie diese stoße ([https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/blackout-kommt-die-frage-ist-nur-wann/402145410](https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/blackout-kommt-die-frage-ist-nur-wann/402145410)) wollte ich hier mit euch mal ein bissl darüber tratschn was ihr von dem ganzen Thema haltet und ob bzw. wie ihr auf sowas vorbereitet seid.

Hab mich aus Interesse mal informiert ob es offizielle Checklisten für Österreich im Falle eines Blackouts gibt und habe mit erstaunen festgestellt, dass man hier echt viel findet. Interessant hab ich gefunden, dass viele Checklisten auf 7 bis 14 Tage ohne Strom ausgelegt sind. Hier wird in einer Checkliste empfohlen, dass man bei einer Dauer von 14 Tagen mit 35 Liter Wasser pro Person im Haushalt rechnen soll. Ebenso werden Alternativen für Beleuchtung und Kochen aufgelistet. Auf was ich sicherlich vergessen hätte wäre ein batteriebetriebenes Radio, auch das wird in den Checklisten aufgeführt \^\^

Wie seht ihr das ganze? Denk ihr das wir einen Blackout erleben werden oder ist das nur eine Vorsichtsmaßnahme?

21 comments
  1. ICh sehe diesen Winter schon mal dahingehend die Gefahr, dass das Netz überlastet wird, wenn zu viele extra per E-Heizung ihre Wohnungen heizen müssen oder tun aus diversen Gründen.

  2. Naja was soll sein, ohne Strom sterb ich auch net, im Notfall Notstromaggregat und passt.

    Auch wenn es egoistisch klingt, der österreichische Staat hat gesetzesmässig die Pflicht die Versorgung für Grundbedürfnisse der Leute aufrecht zu erhalten, dazu zählt eben Lebensmittel, Wohnraum usw. aber auch Strom, sollten sie über einen größeren Zeitraum nicht mehr dazu in der Lage sein, hat Österreich für mich entgültig jeden Wert verloren und ist in meinen Augen nicht mehr lebenswert.

    Danke fürs lesen, wollts einfach los werden.

  3. Hab selbst etwas kaltes Essen und Batterien/Lampen in der Wohnung, aber Wasser ist ein großes Problem, mit 35 Liter wirst nicht für 14 Tage auskommen, absolut utopisch. Ich rechne für mich selbst mit so ca 5 Liter am Tag: Trinken, Essen kochen, etwas putzen, 1x Klo spühlen und mitm nassen Fetzen duschen. Es nützt dir nichts das sdu 2L zum trinken hast aber dann Cholera bekommst von der sich aufstürmenden Scheiße. Das sind dann für mich 70 Liter, das kann ich nicht in der Wohnung lagern.

  4. > Wie seht ihr das ganze? Denk ihr das wir einen Blackout erleben werden oder ist das nur eine Vorsichtsmaßnahme?

    Großflächig, tagelang? Find ich persönlich eher unwahrscheinlich, aber was kenn ich mich schon aus. Unabhängig von irgendwelchen “Blackouts” oder sonstigen großflächigen Katastrophenszenarien is es ganz generell einfach vernünftig, Vorräte für 1-2 Wochen herumliegen zu haben (gut, Wasser hab ich jetzt auch nicht eingelagert). Campingkocher mit zwei vollen Kartuschen schadet auch nicht, selbiges mit ein paar Kerzen/Taschenlampen. Braucht ja nur im Haus irgendwas eingehen und es dauert ein paar Tage, bis das wer reparieren kann. Oder du bist krank und kannst ned vernünftig einkaufen gehen, bzw. willst andere Leute nicht herumschicken müssen. Oder die Straße hat’s bei einem Unwetter beschädigt und du kommst mitm Auto nicht weg, im Alpenraum is ja jetzt nicht komplett unrealistisch, dass eine Ortschaft ein paar Tage nicht erreichbar is wegen einem Lawinenabgang/Verwehungen. Vor allem sind 1-2 Wochen Vorräte ja echt ned viel oder schwer zu halten (bis auf’s Trinkwasser vielleicht): hast ein paar Packerl Nudeln, Reis, Erdäpfelpürree und/oder frische Erdäpfel, ein paar Glaserl Sugo und eine handvoll Konservendosen und die Sache is geritzt. Verkochst die Sachen ganz regulär unterm Jahr und stockst nach, damit’s dir nicht alle gleichzeitig ablaufen. Da brauchst ja keinen ganzen Vorratskeller, im Schutzbunker. Galamenü is es im Ernstfall dann keines, aber du brauchst dir nicht nach zwei Tagen schon Sorgen ums Essen machen und fangst an, den ledigen Kristallzucker zu futtern für die Kalorien weil sonst nix mehr da is.

  5. Die Blackoutgefahr ergibt sich grundsätzlich aus zu hoher Erzeugung und eher weniger aufgrund zu hohen Verbrauchs. Im Moment fehlt es an großangelegten Speichermöglichkeitne für das europäische Energienetz um Erzeugungsspitzen abfedern zu können. Es scheint auch nichts dahingehend gemacht zu werden, da das ganze finanziell relativ aufwendig ist.

    Also ja ich glaub wir erleben das noch. Und danach wird wohl wohl endlich was dahingehend unternommen werden.

  6. Die Meldung gibt es schon seit Jahren. Grundsätzlich zahlt es sich immer aus für den Notfall gewappnet zu sein, und die Empfehlung ist 14 Tage egal ob wegen Blackout, Erdbeben, Flut oder welcher Katastrophe auch immer. Es geht darum die Zeit zu überbrücken bis Hilfe systematisch organisiert werden kann. Das kann eben dauern. Wenn man ein bisschen mitdenkt beim wöchentliche Einkauf, kann man schon langsam ein Vorrat an Konserven und Wasser aufbauen. Wichtig ist aber auch das man immer wiede schaut dass die rechtzeitig vor Ablauf ersetzt werden (und entsprechend halt aufgegessen).

    Was man auch gerne vergisst: in vielen Wohnanlagen funktioniert der Abwasser auf Dauer auch nur mit Strom. Ergo: Eimer als Ersatzklo auch mit einplanen, und sich überlegen, wo man dies im Ernstfall entlädt.

  7. Je mehr das lesen und sich vor einem blackout fürchten desto schneller haben wir die hamsterkäufe und leere Regale

    die 35l Wasser sind vermutlich das größte problem

  8. Wenn in der ganzen Ortschaft nach 5-6 Tagen ohne Strom nur noch bei dir Licht leuchtet, weilst halt ein Notstromaggregat und größere Mengen Treibstoff gebunkert hast, wirst nicht lange alleine bleiben.

    Von daher müsste man sich bei längeren Blackouts noch über ganz andere unangenehme Dinge Gedanken machen. Ist zwar auch Schwarzmalerei dabei, aber tendenziell kommen Menschen auf blöde Ideen wenn sie in die Ecke getrieben werden.

  9. Das Bundesheer rechnet anscheinend zu 100% mit einem Blackout in den nächsten Jahren, es ist also ratsam sich vorzubereiten. Finds gut, hab mich aber so ziemlich 0% darauf vorbereitet lol. Sollte mal paar Flaschen Wasser kaufen zumindest.

  10. Für mich ist das Panikmache vom Bundesheer und “Experten” die gerade jede Menge Geld mit Vorträgen und Krisenpläne schmieden machen.

    Am lautesten schreit gerade das Bundesheer, die Präsentation die ich von denen gesehen habe (die haben sogar einen Offizier mit einer Powerpoint in mein Unternehmen geschickt) war aber eher reißerisch und hatte nur wenige objektive Fakten, der kannte sich auch bei Rückfragen weniger aus. Ich nehme an die freuen sich, dass sie was gefunden haben wo sie wieder etwas relevanter werden können.

    Dann gibt es die Experten wie Saurugg und co, welcher sogar letztens im ORF interviewed worden ist. Der läuft grad durch viele Unternehmen und sackt viel Geld ein für Blackout-Vorträge und sehr allgemeine “Tipps” für Unternehmen zur Blackoutvorsorge. Finden kann man den Herrn unter https://www.saurugg.net/ (Achtung Augenkrebs – da könnt ihr euch auch die Qualität der Präsentationen vorstellen). Dieser Herr war zufällig auch 15 Jahre beim Bundesheer bevor er beurlaubt wurde und ist auch Präsident der “Gesellschaft für Krisenvorsorge”(https://gfkv.at/ ). Was sehr offiziell klingt ist einfach ein Verein der insbesondere viele Partner aus der Vorsorge und Prepper-Szene hat, also Notnahrung und Notstromaggregate etc.

    Bitte nicht falsch verstehen, ich finde es wichtig und richtig sich auf Notfälle vorzubereiten. Vorräte für 2 Wochen zuhause zu haben ist absolut richtig. Aber aktuell wird sehr viel Panik geschürt und damit Geld gemacht. Ich glaube nicht dass das Bundesheer und Experten aus dem Bundesheer die Vereine gründen sich wirklich gut mit den Stromnetz in Europa auskennen. Ein gutes Interview zu dem Thema habe ich von der TUGraz gelesen:https://www.tugraz.at/tu-graz/services/news-stories/tu-graz-news/einzelansicht/article/wann-kommt-der-blackout-in-oesterreich/ , da wird meiner Meinung nach halbwegs objektiv auf das Thema geschaut.

  11. Es kann natürlich sein, dass es aber mehr als sagen wir 5 Tage GAR keinen Strom gibt, durchgängig und nirgends, ist denke ich sehr sehr unwahrscheinlich

    Zum Vergleich, Venezuela hat denke ich eine der desolatesten Infrastrukturen und denen ist vor kurzem mal der Generator von einem der größten Wasserkraftwerke explodiert

    Und selbst dort haben sies zusammengebracht, dass sie nach ca. 5 Tagen wieder Strom hatten

    Das Problem dort ist nur, dass praktisch jeder nur mit Karte und in Dollar zahlt, weil die Währung so desolat ist, weswegen das sehr gravierende Auswirkungen hatte, es gab z.B. Plünderungen von Supermärkten, Panik auf den Straßen usw.

    Aber bei uns, sofern man bisschen Bargeld zuhause hat, sollte essentieller Handel trotzdem noch gehen

    Absolut kein Vergnügen, aber die Welt dort ist jetzt deswegen nicht untergegangen überspitzt gesagt (obwohl das dort natürlich allgemein andere Zustände sind in der Regel)

  12. Blackout halte ich vorläufig für unwahrscheinlich.

    Ein Brownout ( das geplante abschalten gewisser Region für eine gewisse Zeit ) schon eher.

    Angeblich gibt es mit Deutschland einen Vertrag das sie uns Gas liefern dafür bekommen sie von uns Strom. North stream 1 ist dicht und durch den heißen Sommer sind die Flüsse nieder wie noch nie

  13. DA ich in Wien leben habe ich keine große Angst. Ein paar Lebensmittel habe ich in REgalen eingelagert, die reichen für ein paar Tage. 2 Radios und die Batterien dafür habe ich auch. Ein größeres Problem sehe ich bei Smartphones die bereits nach einem Tag wieder eine Aufladung brauchen. Da wäre ein Reservehandy nötig, welches 1-2 Wochen ohne Aufladung geht. Habe ich prinzipiell eh auch aber die Lautstärke ist bei dem Teil sehr gering.

  14. Blödsinn.

    Ein Blackout ist genauso unwahrscheinlich wie eine Pandemie mit irgendsoeinem Virus

    Sowas passiert doch nie!

  15. Ich glaube, dass ein Blackout in dem Maße wie er andauernd herbeigeschworen wird sehr unwahrscheinlich ist. Vor allem nicht durch erhöhtem Verbrauch. Wenn plötzlich zu viel gebraucht wird, werden entweder Kraftwerke dazugeschalten, oder Last abgeworfen. Je nach Ausmaß merkt das die Privatbevölkerung nicht mal. Und wenn sie es merkt, nehm ich stark an, dass es so läuft, dass sich die Bereiche abwechseln werden die Strom haben.

    Und selbst WENN es einen Landesweiten Ausfall gibt, glaub ich nicht dass wir zappelnder Käfer am Rücken sind. Es wird wihl möglich sein, dass man die Donaukraftwerke einzeln betreibt, bis dass man sie synchronisiert hat. Ist zwar nicht so zuverlässig (Abschaltungen werden in so einen Betrieb viel öfter notwendig sein, da keine Reserven da sind/aufgrund der fehlenden Synchronisierung nicht geliefert werden können), aber die funktionsweise von nen Donaukraftwerk ist nicht soo anders wie ein Notstromaggregat. Der Unterschied ist, dass man Strom für den Elektromagneten des Generators braucht. Aber dafür wirds wohl Möglichkeiten geben.

    Und selbst wenn all das nicht zutrifft, kann man ohne Strom in den meisten Fällen nicht Arbeiten. Von daher hat man mehr wie genug Zeit, sich der Situation zumindest soweit anzupassen, dass man nicht gleich stirbt.

    Der Mensch hat nicht so lange überlebt weil er auf alle möglichen Szenarien vorbereitet war, sondern weil er sich schnell anpassen konnte.

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