Also, meine Schwester wohnt in Partenen, und jetzt wird ihnen die Volkschule zugesperrt weil sich kein Lehrer findet. Das führt zu einer Kettenreaktion. Die Lebensmittelkonzerne weigern sich Partenen zu beliefern, das bis dato einen Nahversorger hatte.
Der Betreiber hat sogar angeboten die Lebensmittellieferung selbst in Gaschurn abzuholen; dem letzten Ort der beliefert wird, aber selbst das erlauben sie nicht.
Dem Ort wird damit einfach der letzte Lebensmittelhändler weggenommen, was nicht nur für die ansässige Bevölkerung beschissen ist; sondern auch für die Wintertouristen und die Angestellten der Kraftwerke.
Ich find das schon ziemlich dreist, dass in unserer Gesellschaft einfach Konzerne darüber entscheiden, welche Dörfer existieren können und welche nicht.
EDIT: Also die Schuld liegt prinzipiell schon bei der Gemeinde, die nicht zukunftsorientiert gearbeitet hat, und die auch nicht die Illwerke richtig in die Pflicht genommen haben. Der große Unterschied zwischen Dörfern ohne Infrastruktur und der Situation dort ist halt, dass dort schon Leute leben, die auf die Infrastruktur angewiesen sind, und diese jetzt verlieren. Das ist eine andere Situation als wenn man sich mit Auto zB entscheidet aufs Land zu ziehen, da weiß man ja vorher was man bekommt.
Überdramatisch bin ich auch, aber das liegt in meiner Natur als bipolarer Mensch. Insofern ja, wenn ihr nun einen ausgeglichenen Take erwartet habt, vielleicht hilft mein Edit.
Keine Sorgen der Markt wird das schon Regeln…
Aber Mal Scherz beiseite… Was ist mit den TouristikerInnen… die haben dich in der Regel einen langen Hebel.
Naja das ist ärgerlich. Aber wenn unsere Lehnsherren äh Firmen das entschieden haben, dann dürfen wir uns doch glücklich schätzen ihnen zu dienen, äh für ihren Profit zu leben, nein äh, ja also das Gute halt. Wenn dieser Ort sich nicht rechnet, dann muss er halt weg. Die hohen Manager und Vorstandsvorsitzenden sind einfach per Geburtsrecht, äh Kontostand, nein also aufgrund toller Ausbildung klüger als wir und wir verstehen das Alles auch nicht.
Außerdem darf man ja nicht vergessen, dass es die Aufgabe des Menschen ist der Wirtschaft zu dienen und nicht die Aufgabe des Wirtschaftssystems die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen.
Also: alles gut!
was sagt der wohnungs/hausmarkt dort drüben?
sind die grundstücke leistbar und was macht das internet dort?
Mit verlaub das ist doch a blissl überdramatisiert.
Maps sagt der nächste Spar sind 3,6km/4min die Schule wird kaum weiter sein.
Das ist doch bitte wirklich keine Distanz. Das Konzerne die Lieferung verweigern klingt erstmal schlecht hat aber mit Sicherheit seine Gründe.
Dass man ihn die Ware nicht selbst abholen lässt, verstehe ich, weil dadurch auch die Kühlkette unterbrochen wird. Aber dass der LKW nicht noch 3km weiter fahren kann, ist irgendwie nicht ganz begreiflich.
Generell scheint der Betreiber des Nah&Frisch nicht viele Auswahlmöglichkeiten bei Zulieferern zu haben. REWE ist anscheinend im ganzen Tal nicht aktiv, MPREIS ist in der selben Einkaufskooperation wie Nah&Frisch, also bleibt als einzige Alternative Spar.
Gehen wir doch alle in die Stadt, das ist effizienter und viel viel besser fürs Klima. Sollte doch reichen als Grund oder???
Liefert Metro (Dornbirn) nicht? Andernfalls könnte er zweimal (oder dreimal) die Woche nach Dornbirn fahren (Hin/Zurück 3 h, sicher mühsam). Oder gibt’s einen anderen Großmarkt näher?
also der Artikel liest sich mehr nach “Dorf in Vorarlberg stirbt langsamen Tod und keinen (außerhalb) interessierts”.
Was können die Großkonzerne dafür, dass die Schule zusperrt?
Vermutlich stammen die Probleme eher vom Wintertourismus als von Spar/Rewe…
Also 3 km zum Einkaufen fahren ist ein Todesstoß?
Habt ihr bei Großhändler nachgefragt, die keinen eigenen Lebensmittelmarkt haben?
Andere Konzerne (Amazon…) profitieren. In Gaschurn und Partenen lassen sich die Leute viel liefern, damit sie nicht wegen jeder Kleinigkeit aus dem Tal raus müssen.
In meinem Ort Vandans, auch im Montafon hat gerade die Bäckerei geschlossen. Jetzt bleibt nur noch der Spar, oder selber backen.
Hier dürft sich der Tourismus rächen. Zu teuer, dass sich normales Volk ansiedelt, und damit Überalterung und langsames Aussterben. Wird in Zukunft noch viele solcher Orte treffen. Schuld geben brauchst net den Konzernen sondern den Gemeindekaisern die jahrelang die Dörfer für den saisonalen Tourismus ausverkauft haben.
Bei 300 Einwohner ist es nicht verwunderlich dass es nichts gibt außer Wohnhäuser und Bauernhöfe.
Gibt bei mir in der Gegend (marchfeld) viele solche Gemeinden wo es nichts gibt als Häuser und vielleicht einen Kindergarten und Bauernhöfe. Gibt also hofläden und für alles andere fährt man in die nächste größere Gemeinde (supermarkt, volksschule, hauptschule) bzw gleich in die bezirkshauptstadt oder nach wien für htl, Hak, Gymnasium.
Bei volksschule braucht man schon 4 Lehrer, einen je jahrgang außer die Kinder lernen viel eigenständig und ein Lehrer geht durch.
EDIT 2: hey, bitte, ich kann leider den Titel nicht nachträglich ändern, nur weil ich jetzt verstanden habe, dass es wohl eher ein Versäumnis der Gemeinde ist; ich hab mich aber auch dagegen entschieden, meinen original Kommentar stark zu verändern, damit noch klar ist, worauf sich die Kommentare darunter beziehen.
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Also, meine Schwester wohnt in Partenen, und jetzt wird ihnen die Volkschule zugesperrt weil sich kein Lehrer findet. Das führt zu einer Kettenreaktion. Die Lebensmittelkonzerne weigern sich Partenen zu beliefern, das bis dato einen Nahversorger hatte.
Der Betreiber hat sogar angeboten die Lebensmittellieferung selbst in Gaschurn abzuholen; dem letzten Ort der beliefert wird, aber selbst das erlauben sie nicht.
Dem Ort wird damit einfach der letzte Lebensmittelhändler weggenommen, was nicht nur für die ansässige Bevölkerung beschissen ist; sondern auch für die Wintertouristen und die Angestellten der Kraftwerke.
Ich find das schon ziemlich dreist, dass in unserer Gesellschaft einfach Konzerne darüber entscheiden, welche Dörfer existieren können und welche nicht.
EDIT: Also die Schuld liegt prinzipiell schon bei der Gemeinde, die nicht zukunftsorientiert gearbeitet hat, und die auch nicht die Illwerke richtig in die Pflicht genommen haben. Der große Unterschied zwischen Dörfern ohne Infrastruktur und der Situation dort ist halt, dass dort schon Leute leben, die auf die Infrastruktur angewiesen sind, und diese jetzt verlieren. Das ist eine andere Situation als wenn man sich mit Auto zB entscheidet aufs Land zu ziehen, da weiß man ja vorher was man bekommt.
Überdramatisch bin ich auch, aber das liegt in meiner Natur als bipolarer Mensch. Insofern ja, wenn ihr nun einen ausgeglichenen Take erwartet habt, vielleicht hilft mein Edit.
Keine Sorgen der Markt wird das schon Regeln…
Aber Mal Scherz beiseite… Was ist mit den TouristikerInnen… die haben dich in der Regel einen langen Hebel.
Naja das ist ärgerlich. Aber wenn unsere Lehnsherren äh Firmen das entschieden haben, dann dürfen wir uns doch glücklich schätzen ihnen zu dienen, äh für ihren Profit zu leben, nein äh, ja also das Gute halt. Wenn dieser Ort sich nicht rechnet, dann muss er halt weg. Die hohen Manager und Vorstandsvorsitzenden sind einfach per Geburtsrecht, äh Kontostand, nein also aufgrund toller Ausbildung klüger als wir und wir verstehen das Alles auch nicht.
Außerdem darf man ja nicht vergessen, dass es die Aufgabe des Menschen ist der Wirtschaft zu dienen und nicht die Aufgabe des Wirtschaftssystems die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen.
Also: alles gut!
was sagt der wohnungs/hausmarkt dort drüben?
sind die grundstücke leistbar und was macht das internet dort?
Mit verlaub das ist doch a blissl überdramatisiert.
Maps sagt der nächste Spar sind 3,6km/4min die Schule wird kaum weiter sein.
Das ist doch bitte wirklich keine Distanz. Das Konzerne die Lieferung verweigern klingt erstmal schlecht hat aber mit Sicherheit seine Gründe.
Dass man ihn die Ware nicht selbst abholen lässt, verstehe ich, weil dadurch auch die Kühlkette unterbrochen wird. Aber dass der LKW nicht noch 3km weiter fahren kann, ist irgendwie nicht ganz begreiflich.
Generell scheint der Betreiber des Nah&Frisch nicht viele Auswahlmöglichkeiten bei Zulieferern zu haben. REWE ist anscheinend im ganzen Tal nicht aktiv, MPREIS ist in der selben Einkaufskooperation wie Nah&Frisch, also bleibt als einzige Alternative Spar.
Gehen wir doch alle in die Stadt, das ist effizienter und viel viel besser fürs Klima. Sollte doch reichen als Grund oder???
Liefert Metro (Dornbirn) nicht? Andernfalls könnte er zweimal (oder dreimal) die Woche nach Dornbirn fahren (Hin/Zurück 3 h, sicher mühsam). Oder gibt’s einen anderen Großmarkt näher?
also der Artikel liest sich mehr nach “Dorf in Vorarlberg stirbt langsamen Tod und keinen (außerhalb) interessierts”.
Was können die Großkonzerne dafür, dass die Schule zusperrt?
Vermutlich stammen die Probleme eher vom Wintertourismus als von Spar/Rewe…
Also 3 km zum Einkaufen fahren ist ein Todesstoß?
Habt ihr bei Großhändler nachgefragt, die keinen eigenen Lebensmittelmarkt haben?
Andere Konzerne (Amazon…) profitieren. In Gaschurn und Partenen lassen sich die Leute viel liefern, damit sie nicht wegen jeder Kleinigkeit aus dem Tal raus müssen.
In meinem Ort Vandans, auch im Montafon hat gerade die Bäckerei geschlossen. Jetzt bleibt nur noch der Spar, oder selber backen.
Hier dürft sich der Tourismus rächen. Zu teuer, dass sich normales Volk ansiedelt, und damit Überalterung und langsames Aussterben. Wird in Zukunft noch viele solcher Orte treffen. Schuld geben brauchst net den Konzernen sondern den Gemeindekaisern die jahrelang die Dörfer für den saisonalen Tourismus ausverkauft haben.
Bei 300 Einwohner ist es nicht verwunderlich dass es nichts gibt außer Wohnhäuser und Bauernhöfe.
Gibt bei mir in der Gegend (marchfeld) viele solche Gemeinden wo es nichts gibt als Häuser und vielleicht einen Kindergarten und Bauernhöfe. Gibt also hofläden und für alles andere fährt man in die nächste größere Gemeinde (supermarkt, volksschule, hauptschule) bzw gleich in die bezirkshauptstadt oder nach wien für htl, Hak, Gymnasium.
Bei volksschule braucht man schon 4 Lehrer, einen je jahrgang außer die Kinder lernen viel eigenständig und ein Lehrer geht durch.
EDIT 2: hey, bitte, ich kann leider den Titel nicht nachträglich ändern, nur weil ich jetzt verstanden habe, dass es wohl eher ein Versäumnis der Gemeinde ist; ich hab mich aber auch dagegen entschieden, meinen original Kommentar stark zu verändern, damit noch klar ist, worauf sich die Kommentare darunter beziehen.