[https://www.derstandard.at/story/2000139438550/ezb-chefoekonom-lane-loehne-werden-mit-der-inflation-nicht-schritt](https://www.derstandard.at/story/2000139438550/ezb-chefoekonom-lane-loehne-werden-mit-der-inflation-nicht-schritt)

> Um die extrem hohe Inflation bekämpfen zu können, werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Zeitlang Reallohnverluste akzeptieren müssen, sagt der Chefökonom der Europäischen Zentralbank, Philip Lane

Das werden wir dann eben akzeptieren müssen. Sonst sind am Ende noch die Rekordgewinne der Wirtschaft gefährdet. Reallohnverluste sind die Arbeitnehmer ja ohnehin gewohnt.
/s

43 comments
  1. wird das selbe sein wie in der covid zeit. Die firmen sagen, wir können wegen Corona die löhne nichts so stark anheben, weil die Zeiten ungewiss sind. Sie werden aber danach dafür stärker angehoben. Jetzt wo Corona “vorbei” ist sagt man, dass das nicht geht wegen der Inflation und dass man dafür die Löhne später stärker anheben werde…

  2. EU Beamte hatten ja schon ihre 10%. Aber das macht nichts, die sind ja auch wichtiger und besser als wir.

  3. Aufgabe der EZB ist die Preisstabilität. Nachdem sie dazu nicht im Stande sind, sollte wir sie abwählen!

    Oh wait…

  4. Das machen wir schon seit Jahrzehnten, von einer Krise in die andere. Jedes mal haben Arbeitnehmer alles mit sich machen lassen, aber der Wirtschaft gehts trotzdem schlecht. Probieren wir doch mal was anderes!

  5. Und Firmen so:
    Die Leute wollen alle keine All In verträge mehr! Keine 40h mehr wollens arbeiten die Jungen! Fachkräftemangel!!!

    Tja,warum wohl….
    Reich wirst durch Arbeit nimmer, also wozu sich in dun Burnout arbeiten? Für an Kollektivvertrag macht das keiner mehr.

  6. Wenn er meint… Spätestens, wenn die Boomer scharenweise in Pension gehen und die offenen Stellen nicht sofort nachbesetzt werden, wird das Lohngefüge korrigiert. Vorausgesetzt die Wirtschaft funktioniert zu dem Zeitpunkt noch.

  7. Wunderbar, aber die Arbeitsmarkt Experten wundern sich warum immer weniger Leute ihren Firmen “loyal” bleiben bzw. nurmehr Dienst nach Vorschrift machen. Aber Hauptsache le “das Volk wird arbeitsfaul” raushauen.

    Klar, ich bleib bei steigendem Leistungsdruck und gefühlt jedes Jahr einer indirekten Lohnkürzung von 2-5% definitiv motiviert und engagiert.

  8. Die Kaufkraft der Bevölkerung wird auch nicht mit der Inflation mithalten können. Irgendwann wird man beginnen müssen auf “Luxusartikel” (was das ist muss jeder für sich individuell bestimmen) zu verzichten.

    Wenn mich der normale Alltag xxx € mehr kostet, dann werd ich halt auf irgendwas verzichten müssen. Bei uns wirds wohl nächstes Jahr ein verlängertes Wanderwochenende irgendwo in Österreich sein.

  9. Jessas, dann wird die Arbeitsleistung halt auch nicht mit der Inflation mithalten können. Leider, Leider.

  10. Warum sollten alle Firmen denn einfach so die Inflation ausgleichen können? Das ist keine virtuelle Erhöhung die wir da haben, sondern Energie is teurer geworden. Die Unternehmen verdienen da jetzt nicht einfach 10% mehr für nichts die sie gefälligst weitergeben, die haben selber höhere Kosten so wie fast jeder andere.

    Ich weiss, bei euch haben alle Firmen immer riesige Gewinne von denen man was auch immer einfach zahlen könnte. Aber es wird doch klar sein, dass das auf keinen Fall für alle stimmen kann. Anscheinend sollen aber alle einfach 10% mehr zahlen.

    Ich kann allen die das wirklich für möglich halten nur raten ein Unternehmen zu gründen und sich eine Insel zu kaufen.

    Die Inflation da ist aber halt keine Lohn-Preis Spirale oder irgendein generelles Nullsummenspiel. Da ist ein sauwichtiges Gut teurer geworden, natürlich können sich dann alle weniger leisten. Wir nennens halt Inflation weil das im Warenkorb landet und so gemessen wird. Bestenfalls kannst da den Inflationsausgleich von den konkreten Gewinnern abholen, aber das funktioniert halt nicht indemst einfach alle Kollektivverträge raufhaust.

    Und ja, ich find die Sache auch fürn Oasch. Man kann sich aber halt nicht einfach irgendwas zamträumen so wie anscheinend der ganze Thread hier.

  11. Wir sehen in Italien wo es hinführt, wenn die Politik keine Antworten auf diese Fragen hat.

    Der alte Spruch “Jede Gesellschaft ist nur drei Mahlzeiten von der Revolution entfernt”.

    Der Krieg in der Ukraine ist der Haupttreiber dieser Inflation. Man muss endlich reinen Tisch machen: Wir müssen uns endlich klar werden, dass solange dieser Krieg nicht gewonnen ist, das so weitergehen wird. Der Westen muss diesen Konflikt endlich maximal eskalieren.

  12. Die boomer gehen in Pension und die Geburtenschwachen Nachfolger können es nicht richten. Es ist gerade extrem viel Potential für Gehaltsverhandlungen vorhanden und es wird immer mehr. Arbeitgeberseite ist nach vierzig Jahren pressen pressen pressen weder emotional noch rational in der neuen Realität angekommen. Daher bleiben auch die Druckmittel die gleichen.

    Es wird noch sehr scharf geschossen werden, aber sie werden verlieren. Die Leute haben in coronazeiten gelernt auf sich selbst zu schauen und diesen Winter werden sie lernen sparsam zu sein.

    Wenn der Konsument nicht mehr/ wenig konsumiert und gleichzeitig den Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden viele Firmen nicht mehr lange können, bis sie Mal mit den Gehältern ganz oben runter schrauben und den unteren rauf schrauben müssen. Alternativ können sie auch gerne zusperren. Es werden andere Firmen kommen die verstehen, dass der Wind sich gedreht hat und dann arbeitet man halt dort.

  13. Massenstreiks wird dann halt die Wirtschaft akzeptieren müssen.

    Glauben die wirklich 10% mehr Lohn kommt ihnen teurer als Mitarbeiter die streiken, sei es offiziell oder einfach durch Leistungsreduktion?

    Aber hey, is ja der freie Markt.

  14. Zu seiner Verteidigung: er hat auch was mit gerongerer Profitabilität für die Unternehmen in diesen Zeiten gesagt, klingt halt idealistisch, aber ich glaub nicht, dass ers so bösartig meint, wie es hier in dieser Runde aufgefasst wird

  15. In unserer Firma wurde die jährliche maximale Gehaltserhöhung gedeckelt und der Deckel ist niedriger als die Forderung der Metaller. Keine Ahnung, jetzt musst halt irgendwie schauen, dass du jedes Jahr den Deckel bekommst anstatt alle 2-3 Jahre einen größeren Sprung zu machen, der in der Regel einfacher zu argumentieren ist als jedes Jahr ein bissl was.

  16. Ich finds ja auch ne Frechheit dass die Inflation nicht der untere Punkt der Lohnverhandlungen ist, aber der Post ist schon etwas aufbauschend und den Artikel wirklich gelesen haben anscheinend auch wenige hier.. Weil er klar gesagt wird, dass auch Unternehmen mit einer geringeren Rendite rechnen müssen.

  17. Ist nichts wirklich neues, Löhne steigen schon ewig zu schwach um mit steigender Miete und Lebenshaltungskosten mithalten zu können. Jetzt wird es eben absolut katastrophal.

  18. Das Problem bei deinem Statement: für Konzerne mag das zutreffend sein. Wenn ich bei meinen 40 Mitarbeitern im kommenden Jahr 8-10% mehr Lohn berechnen muss, muss ich Stellen streichen und die Arbeitsbelastung erhöhen.

    Und das trotz 15% Preisanpassung in diesem Jahr am Produkt aber mit massiv steigenden Rohstoffen ist es für kleine einfach massiv schwer.

  19. Das ist die typische Propaganda der EZB Mafia.

    Die versuchen uns einreden zu können das wir real ärmer werden müssen für die Finanzelite, Konzerne, Lobbyisten etc…

    Solche Propaganda von der EZB ignorieren. Die Truppe gehört ins Gefängnis; EZB in der aktuellen Form gehört aufgelöst. Auch die EU gehört komplett reformiert – zu viele Versprechen wurden gebrochen.

  20. Verursacht die Politik Inflation ist alles OK.
    Ziehen die Unternehmen mit oder müssen gestützt werden, alles OK.
    Wollen Arbeiter und Angestelle mitziehen: NO! Das werden wir uns nicht leisten können…

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