Prognose für 2023: Stagflation „erstmals seit 70er Jahren“

6 comments
  1. Und das ist jetzt eine Überraschung? Das haben Ökonomen seit den 2020 Corona-Maßnahmen vorausgesagt. Aber die sind halt alle ignoriert worden.

    Hier z.B. für die USA (aber dasselbe trifft auf Österreich auch zu). [Publiziert im März 2020](https://www.cnbc.com/2020/03/19/what-comes-after-coronavirus-for-economy-worry-about-stagflation.html):

    >While the benefits of cutting a federal funds rate already close to zero is limited, there will be risks associated with the Fed’s policy in the aftermath of the coronavirus crisis. In particular, when containment is achieved, production will still be restrained by those infected and unable to work and by those displaced by unemployment and struggling to find other jobs that may not fit their qualifications. However, there will be a surge in demand as fear abates, customers return to shopping centers and restaurants, and businesses and consumers look to borrow at historically low interest rates. Ultimately, the imbalance will create a lopsided recovery with slow output growth with accelerating prices and inflation; in other words, stagflation.

    Genau das ist auch so ziemlich 100% eingetroffen. Die Lösung wird im selben Artikel auch diskutiert:

    >To avoid this dangerous scenario, the Fed would need to take quick action to reverse their recent rate cuts.

    Und genau das macht die FED derzeit auch sehr aggressiv, auch wenn etwas zu spät. Die EZB ist da viel zu langsam und außerdem kann man im Euroraum die Zinsen sowieso nicht wirklich erhöhen, weil sonst Staaten wie Italien der Reihe nach bankrott gehen. Also das altbekannte Problem das wir eine gemeinsame Währung haben, aber keine Fiskalunion. Ob das der Euro überlebt ist sehr fraglich.

  2. Abgesehen von Corona auch mal ein grundsätzlicher Gedanke: es ist auch nicht möglich ein BIP jedes Jahr zu steigern. Wir leben nicht auf einem Planeten mit unbegrenzten Ressourcen, einem Land mit unbegrenzten Jobs, unbegrenzter Kaufkraft und unbegrenzter Produktion.
    Alles hat a Limit, alles wird auf ein Plateau zusteuern, besonders Sachen, die mit Wirtschaft zu tun haben.

    Es sei denn man kreiert ständig Blasen, die irgendwann aber mal platzen.

  3. Einerseits ja ned verkehrt mal zu realisieren das ständiger Wachstum eine Utopie ist die sich auf Dauer nicht halten lässt.

    Aber nun wird das mal wieder auf den Rücken der Bürger abgeladen anstatt einzusehen das man viele Jahre an den falschen Ecken investiert hat.

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