
Wurde gerade durch eine Youtube-Werbung auf ein Stipendium des waff aufmerksam und bin ehrlich gesagt ziemlich baff. Wortwitze beiseite, das Ganze kurz gefasst: € 10.000 für Frauen die berufsbegleitend etwas technisches studieren. Genauer hier: https://www.waff.at/beruf-weiterbildung/frauen-studieren-berufsbegleitend/
Die Begründung dafür: Erhöhung des Frauenanteils bei Fachhochschulstudien im Bereich Digitalisierung, Technik und Ökologie
Wir haben so in etwa ein Drittel Frauen unter den Studierenden in MINT-Fächern. Gleichzeitig gilt für geisteswissenschaftliche Fächer in etwa das Umgekehrte. Auf der VetMed in Wien sind seit Jahren etwa 80% der Studierenden Frauen, auf Pädagogischen Hochschulen ähnliche Zahlen. Wieso ist es also schlimm wenn mehr Männer in technischen Studiengängen sind, jedoch nicht wenn Umgekehrtes in anderen Fächern gilt? Wieso kriegt der männliche Studienanfänger der Veterinärmedizin keine 10.000 Euro von der Stadt Wien obwohl der Geschlechterunterschied in diesem Studiengang noch gravierender ist? Freue mich über Antworten, ich verstehe wirklich nicht wie das im Sinne einer Gleichberechtigung sein soll
39 comments
Nerv nicht mit deinen irrelevanten Fakten!!
Lol…weil weder vet med noch Pädagogik auch nur annähernd fair bezahlt werden. Mint halt scho
Ich denke, es ist deshalb, weil Frauenstudien typisch für Berufe ausbilden, die schlechter bezahlt sind als jene Berufe, die man nach einem MINT-Studium ergreift, und man will, dass Frauen es auch in diese besserbezahlten Berufe schaffen und sich das zutrauen.
Interessanter Incel Bait, bin gespannt wie sich der thread entwickelt. 🍿🍿🍿
Weil STEM als der heilige Grahl gilt. Die Gehälter dort sind im Durchschnitt höher; man erhofft sich dadurch einen Ausgleich des Gender-Pay-Gap. Ich glaube auch, dass in dem Bereich generell mehr Förderungen und Stipendien mit höherem Wert vergeben werden.
Das Grundproblem, das die Leute sehen, ist ja irgendwie so: STEM ist toll und man hat dort gute Karrierechancen, die Wirtschaft will mehr Fachkräfte in dem Bereich. Ergo pumpt man da Geld rein, weil in den Interessengruppen auch Geld vorhanden ist.
Im Gegensatz dazu haben wir Geisteswissenschaften und Pädagogik. lol, wer soll da was fördern? Es jammern zwar alle, dass net genug Lehrer da sind, aber probier mal in der Wirtschaft Geld für Lehrer abzugreifen. Es müssten auch mal höhere Gehälter in diesen Bereichen her, damit Männer dahinwechseln von den lukrativen Techkarrieren, die ihnen vielleicht, und aus welchen Gründen auch immer, mehr gefallen.
Vets gibt’s denk ich genug, deswegen gibt’s da wohl auch keine großartige wirtschaftliche Motivation, was zu machen.
Was ich damit sagen will: Ja, grundsätzlich ist das Förderungsmeme eher Frauen in gute Berufe zu bringen, in denen’s wenige Frauen gibt. Das bringt auch gute Publicity und es zahlt sich wirtschaftlich aus. Umgekehrt nicht wirklich und das zeigt sich auch bei den Studiengängen. Es ist aber nicht so einfach, das auf reine Frauenbevorzugung oder einen anderen Sexismus zu reduzieren. Da spielt mehr rein.
ur der Witz! wennst schon vor paar Jahren studieren begonnen hast auf dem Feld und jetzt auch drauf angewiesen wärst schaust durch die Finger, wiedereinmal ein unnötiger Versuch “Gleichberechtigung” zu erreichen, meiner Meinung nach. Würde mich wundern wie viele sich tatsächlich wegen dem Geld zu so einem Studium motivieren lassen und und dann tatsächlich in dem Feld Fuß fassen und motiviert bleiben…
Man liest das auch oft in Stellenausschreibung von Unis und FHs was ich echt fürchterlich finde. Bei Gleichberechtigung sollte es eigentlich um Inklusion gehen und nicht um Exklusion.
Als eigentlicher Feminist, wage ich dennoch zu sagen, dass dieses Gleichberechtigungsthema auch bestimmt von vielen ausgenutzt wird, um die persönliche Moral zu postulieren a la altruistischer Egoismus.
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Andererseits ist es auch gut, wenn sich der Frauenanteil in MINT Fächern erhöht, nur halte ich dieses konkrete Stipendium für den falschen Weg. Gezieltes Marketing für Frauen wäre da schon angebrachter.
I hoffe auf eine Klage wegen sexueller Diskreminierung….
Weil STEM als förderfähig gilt und VetMed nicht. Das ist der ganz einfache Grund. In STEM wird einfach allgemein Geld reingepumpt.
Im übrigen gibt es recht viele Stipendien. Weder als Frau noch als Mann ist es sonderlich schwierig eins zu bekommen sofern man sich anstrengt.
Dass diese verdammten Frauen auch niemals das machen, was (vor allem Männer) gerne von Ihnen hätten, nämlich was gscheites lernen was viel Geld macht.
Gfrasta.
Ich wusste die haten dich zu tode als ich die Überschrift gelesen habe.
Aber ja Fakten sind Fakten.
Probier vielleicht mal eine Frau sein, dann kriegst das Stipendium und merkst dass es trotzdem nicht so nice ist eine zu sein
Literally das selbe hat mich auch schockiert als ich eine Ausbildung in dem Bereich machen wollte das fing schon beim ams an das die nur Facharbeiterinnen intensiv ausbildungen hatten für Frauen im Programmier Bereich.
weil GlEiChBeReChTiGuNg
Finde allgemein gehören die Studienförderung bzw Stipendien überarbeitet ABER, weil hier eh jeder 2. eine IT-Ausbildung hat: Jeder von euch weiß wie es mit den Dropout-Raten auf den Höheren ausschaut, und zumindest bei den zwei Studiengängen die ich hinter mir habe hats immer einen Großteil der Frauen erwischt, beim Master haben 100% aufgehört. Daher finde ich das bissl lächerlich jetzt wegen paar Stipendien hier auf die große Ungleichberechtigungsglocke zu hauen.
sexismus geht halt nur in eine richtung 🙂
Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht woher dieser Aberglaube käme, die Frauen dürfen keine Männerberufe machen, oder sollen davon ferngehalten werden, oder sonstige Hirngespinnste.
Wenn die Frau besser Kohle als ich verdient, fleißig hacklt und ich dann auch noch jeden Abend ein warmes Essen am Tisch habe, da wär ich doch bitte der glücklichste Mann der Welt.
Nein Spaß beiseite, Kochen würd auf jeden Fall ich. Und ich wär gerne ein Hausmann der auf die Kinder aufpasst.
Diese ganze Förderei und Quotenregelung ist Geldverschwendung. Man sollte die fördern, die es schwer haben und es nicht anders schaffen würden, nicht die die opportun 10k€ gratis bekommen. Komplett sinnbefreit.
Wer Frauen in der Technik haben will, der muss in den Osten blicken und dort die Lage verstehen. Ich hab keine Ahnung wie die es machen, aber die machens. Rechtskonservative Gesellschaften mit mehr Technikerinnen als wir im Westen haben lol. Und bei uns rennen die Feministinnen mit den Regenbogenfahnen herum und glauben sie retten die Welt.
Pff bitte. Sowas wie sexismus gibts nur gegenüber Frauen. Und jetzt geh heim mit deinem male privilege /s
Yep, there are a lot of “progressive” ideas / quotas which are really just sexist if you think about it.
Da gibt es dann doch diese Erklärung dass das “””Gleichberechtigung””” ist weil “””Gleichberechtigung””” à la woke bedeutet, dass für die Schaffung der “Gleichberechtigung” jegliche Mittel recht sind und zwar auch UNGleichbehandlung und unfaire Vorteile, so lange sie “dem guten Zweck”(tm) dienen. [sic.]
Also, mal abgesehen davon das das unfair ist: die fahren dieses Programm mittlerweile schon seit Jahren. Und die “Frauenquote” steigt dennoch kaum (in den technischen Bereichen).
Das ist also auch eine Geldbeschaffungsaktion der Personen die das hier organisieren.
Ich merke das auch im Computer-Bereich. Da wird der Frauenanteil kaum jemals mehr als 20%, 25%, 30% sein. Da ist das Interesse einfach generell nicht vorhanden. Gibt natürlich Ausnahmen und so aber tendenziell ist das so.
Sowas sind glaube ich mehr Alleingänge von höheren Beamt*innen, die gut klingen und umgekehrt aus Gründen sozialen Drucks nicht hinterfragt werden dürfen.
Empirisch belegt sind da wünschenswerte Kausalzusammenhänge schon lange nicht mehr. Viele haben irgendwann einfach akzeptiert, dass wir die Karrieren von Menschen durch solche Aktionen erleichtern oder erschweren und die ganze Gemengelage ist sowieso so kompliziert, dass es keinen Determinismus mehr gibt, um ihren Wert nachträglich festzustellen. Umgekehrt und eben weil viele anscheinend höchst bedauerlicherweise akzeptiert haben, dass solche Positivdiskriminierungen ohne weitere validierende Absicherung *einfach das Gute, Wahre, Schöne und Richtige* sind, *the right thing to do*, halten wir uns aber auch nicht mehr damit auf, mit solchen Diskriminierungen nur dann weiterzumachen, wenn sie merklich etwas bringen.
In den USA fallen Männer gerade massenweise aus der postsekundären Bildung heraus. So schlimm wird es bei uns nicht werden, aber das Pendel wird noch länger in die Richtung ausschlagen, bis wir kollektiv den Mut aufbringen werden, die Opfer-Erzählung von Frauen in diesem Zusammenhang zu hinterfragen.
aso also wenn nix weiter passiert ist, als dass du realisiert hast, dass Frauen in Österreich entgegen jeder angeblichen Opferrolle von der Gesellschaft mehr gefördert werden und im Bildungssystem mit samthandschuhen angefasst werden und bei gleichem Ergebnis besser benotet werdem hätte ich mal gesagt nix neues. War in meiner HTL Zeit schon so vor 20 Jahren. Und falls mir so ein moderner Weltversteher damit kommen will, dass die Behauptung mot der Benotung nicht stimmt.. Das wurde bereits mehrfach belegt und ist ein bekanntes Problem om Bildungssystem..
Moderne Frauenpolitik hat es geschafft gleichzeitig Opfer über Identitätspolitik zu sein und zeitgleich sind Frauen angeblich die besseren Menschen. Gleich gut oder blöd wie der durchschnittliche Mensch ist da nicht gut genug. Der moderne Feminismus versteht die Wünsche, Bedürfnisse und Handlungen seines eigenen Subjekts Frau nicht und handelt so als wären Frauen fehlerfrei und Null von ihrer Biologie beeinflusst. Willkommen im 21 Jahrhundert wo du einerseits angeblich überall benachteiligt bist und gleichzeitig überall wo es geht bevorzugst wirst. Und wenn du mal Mist baust als Frau, wird dir geholfen weil es waren, die Umstände, die Beteiligten, Hauptsache nicht die eigene Handlungen die man selbst verantworten sollte. Und nein ich bin kein Frauen Hasser, ich verachte bloß das was aus dem cooleb Oldschool Feminismus geworden ist.
Wird trotzdem nichts werden. In Ländern, in denen die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen am höchsten ist (folglich entscheiden sich Frauen dafür, auch wenn wenig bis keine Einflüsse aus der Gesellschaft vorhanden sind), ändert sich wenig an den Interessen und der “klassischen” Berufswahl von Frauen, sprich: wenig Frauen in MINT, viele Frauen in Berufen, in denen vordergründig relativ viel Menschenkontakt besteht, sprich Sozialbereich wie Pflege und Erziehung.
Interessanterweise wird genau dieser freien Entscheidung ein Riegel vorgeschoben, indem heute von diversen Gruppierungen propagiert wird, dass Frauen doch auch Berufe im MINT-Bereich erlernen sollten – dass dafür erwiesenerweise bei diesen viel weniger Interesse besteht, wird ignoriert.
Bin gespannt, wie sich das entwickeln wird. Sinn ergibt es keinen.
Ich will hier nicht zu weit ausholen aber der Post hat schon ein klein wenig “All lives matter” vibes.
Die Förderung einer Gruppe die von Haus aus schlechter gestellt ist (und das sind Frauen am Arbeitsmarkt nun mal) muss nicht immer ein Äquivalent bei der besser gestellten Gruppe (in dem Fall Männer) nach sich ziehen. Wenn’s darum geht einen historischen Missstand zu korrigieren kann positive Diskriminierung (wie hier die Förderung) durchaus helfen auf einen bestimmten Stand zu kommen der sich dann auch ohne Förderung selbst erhalten kann.
Wenn das Land Zusatzunterricht für lernschwache Kinder zahlen würde, hätten wir wahrscheinlich Eltern die sich aufregen dass ihr Leon auch Zusatzunterricht bekommen soll damit er vom Notenschnitt 1,5 auf 1,0 kommt.
Bald hab ich mein Jordan Peterson Bullshit Bingo beisammen
Mir kommt literally das kotzen, wenn Männer weils amal in ihren Leben benachteiligt werden, meinen sie müssen sich jetzt groß aufregen.
Hab einen Informatik Hochschlußabschluß, ihr könnts euch tlw gar ned vorstellen, wie gräslich die teilweise schon ausgesprochenen Meinungen waren (was sich manche so gedacht haben will ich gar ned wissen).
Ich wage zu behaupten, das niemand von euch Mânnern, gefragt worden is, bei wenn ihr abgschrieben habts, damit ihr das drittbeste Bundsergebnis in einen Mathetest kriegts habt (wo jeder in der Klasse 20% unter mein Ergebnis lag)
An der TU (wars zumindest vor wenigen Jahren) ähnlich. Frauen bekamen Stipendiengeld ab einem Notendurchschnitt von 3, irgendwas, Männer ab 1,2. Nachdem ich bemerkt habe, wie unterschiedlich Männer und Frauen behandelt werden, fand ichs nicht mehr unfair. Ich weiß noch, dass ich ganz positiv überrascht war, von Profs mal “wie ein Kollege” behandelt zu werden und nicht wie ein Kind. Dann ist mir klar geworden, dass ich (ein Transmann) auch zum ersten Mal dort als Mann aufgetreten bin und nicht als Frau 🙃 Frauen wurden dort auch von vielen Profs eher als Kinder behandelt. Will sagen: es gibt so viel Abstoßendes als Frau in einem MINT Fach zu studieren, ich verstehe, dass man Anreize setzen muss, das durchzuziehen. Ich glaub, ich hätte mir auch überlegt, in ein Fach zu wechseln, in dem tendenziell mehr Frauen unterwegs sind, hätte ich mir in jeder zweiten Vorlesung einen blöden Kommentar anhören müssen. Rein zufällig sind halt auch diese Fächer genau die, mit denen man am ende am wenigsten geld verdient. Tja. Ich seh das einfach so, wie bei vielen anderen Dingen: wenn ein System so verbohrt ist, dass es sich nicht von selbst zum besseren regulieren kann, dann sollte es durch Quoten reguliert werden, bis es sich selbst erhalten kann.
Naja bei einem Job wie Reinigungskraft ist es völlig egal, wer ihn besetzt. Eine Frau wird den Boden sauber kriegen, ein Mann ebenfalls. Da gibts keinen Unterschied.
bei STEM gibt es immer mehrere Wege mit unterschiedlichen Ausgängen. Die Jobs die so super bezahlt sind in den Fächern sind deshalb so gut bezahlt weil eben wenig Leute wirklich gute Ideen haben. Gehirne von Frauen und Männern funktionieren erwiesenermaßen unterschiedlich, dort profitiert man von der Vielfalt, deshalb wird sie mehr gefördert.
Beim Waff muss man verschiedenste Kriterien für Förderungen erfüllen, oder eine Vagina haben. War auch schockiert als ich letztens auf deren Website war.
Bei den Kommentaren merkt man wieder, dass Reddit großteils männlich ist haha
Solange Kinderspielzeug Pink und Blau ist und es der Feuerwehrmann und der Arzt heißt, solange wird es auch solche Gegenmaßnahmen brauchen.
Klar, es könnte auch Förderungen für männliche Pfleger und Kindergärtner geben. Das es das nicht gibt liegt aber eher am knappen Budget und der geringen Wertschätzung für diese Berufe und nicht am Geschlecht.
Und nein, es ist auch nicht unfähr, dass Frauen nicht ins BH müssen wenn man sich ansieht was es für eine Frau beruflich (und somit auch in der Pension) heißt ein Kind zu bekommen.
Vor paar Jahren gab es auch Förderungen für männliche Studenten im Lehramtsstudium auf der PH Baden. Das war meines Wissens nicht wenig.
Da sind dann halt die Frauen leer ausgegangen.
Im beruf siehts dann wieder anders aus. Wir haben bei uns in planung/montage/service von ca 300 mitarbeitern keine einzige frau. In buchhaltung, HR usw 90% frauen und das hat nichts mit körperlicher limitation zu tun. Die traurige realität ist leider: viele frauen trauen sich technische berufe nicht zu. Ich persönlich fänd es schon ganz nett mal zumindest eine einzige kollegin in meinem feld zu haben.
Das nennen sie dann “Gleichberechtigung”. Genauso wie gekämpft wurde dass Frauen, die es wollen, zum Bundesheer DÜRFEN, während Männer weiterhin gezwungen werden (Militär oder Präsenzdienst). … Abstimmen dürfen natürlich alle, also mehr Leute die es nicht selbst betrifft, als die betroffen sind. “Gleichberechtigung”.
Man muss schon keine Eier haben um sich von Frauenförderung bedroht zu fühlen. Sonst haben wir nämlich keine Probleme.
PS. Grundlegend gehört Arbeitszeit reformiert. Beruf und Familie muss sich für beide Partner ausgehen können. Inklusive entsprechender qualitativer Betreuungsmodelle. Also generell die Berufe aufzuwerten wo man mit Menschen und nicht mit Dingen oder gar nur Geld arbeitet wär mal ein Anfang.
Finde ich absolut richtig. Ohne Anreiz keine Veränderung. Ohne höhere Frauenquote der selbe Mist wie eh und je.
Frauen sind nicht die besseren Menschen, aber sie sind genauso Menschen wie Männer, nur wurden Frauen über Jahrhunderte unterdrückt und jlein gehalten. Diese tief in der Gesellschaft verankerten Vorstellung kriegt man nicht mit good will alleine verändert, man muss aktiv dafür etwas tun. Als Männer sollten wir froh über derartige Entwicklungen sein, eine ausgeglichenere Gesellschaft kommt uns allen zugute.
Diese Förderungen gibts schon recht lange einseitig. Während meines PhD vor einigen Jahren auf der TU, gabs geförderte PhD Programme für Frauen mit dem gleichen Ziel. Leider hat man als Mann insgesamt sehr schlechte Chancen generell zu einer Förderung zu gelangen, deswegen muss man im Normalfall bei der FFG oder FWF einen Förderantrag stellen.
Aus meiner längeren Erfahrung jetzt, kann ich folgendes sagen: Frauen nehmen diese Förderungen an und bekommen dann auch ihren PhD. Allerdings (komme aus der IT) verlagert sich der Schwerpunkt bei den Dissertationen bei Frauen meistens von den technischen Aspekten ein bisschen weg. Ist natürlich nur meine Observation von der Zeit am Institut und im Berufsleben, wenn man miteinander darüber spricht.
Auf jeden Fall habe ich dann bemerkt, dass Frauen dann in den Firmen eher Projektleiter werden und vom technischen Aspekt komplett weggehen, oder überhaupt auf die Familie fokusieren und gar nicht mehr in dem Bereich arbeiten.
Gefühlt vom Bachelor Studium, zum Master Studium, zum PhD und dann in die Arbeitswelt, gehen 95% der Frauen an andere Felder verloren. Es ist auch mein Eindruck, dass die wenigsten Frauen daran interessiert sind und es sie eher in die Kommunikativen Prozesse zieht (mit Menschen arbeiten). Wenn neue Hardware ins Büro kommt (spezielle Kamera, AR Headset, oder irgendetwas spezielles), dann stehen eher die Männer herum und bewundern es.
Ich glaube, dass es die wenigsten Frauen interessiert, und die, die es sowieso machen wollen, gehen sowieso in die Richtung und die sind dann auch sehr gut. Deswegen glaube ich, dass diese Förderungen nur sehr wenig am ursprünglichen Problem ändern werden.
Ich will mit meinem kleinen sample keine Aussage machen, nur meine Erfahrung teilen.
Kann man sowas eigentlich vor dem Verfassungsgericht zur Anzeige bringen?🤔
Passt mMn auch so. Ich hab erst auf der TU von weiblichen Kommilitonen mitbekommen, was im technischen (ingenieurwissenschaftlichen) Bereich in der Privatwirtschaft so abgeht. Da kommen creepy alte Vorgesetzte, die was von dir wollen, Arbeiter die dir als Spaß^(TM) in die Dusche/Umkleidekabine nachlaufen und Chefs, die dich nicht haben wollen, einfach weil sie in der Firma keine Frauen haben wollen, halt öfters vor. (Nicht gegendert, weils nur Männer sind). Diese Vorkommnisse konkret basieren logischerweise nur auf Erzählungen von Freundinnen, die im Rohstoff- und Werkstoffbereich studieren. Mir als Mann laufen dann doch eher selten die anderen Arbeiter auf die Dusche nach.
Da find ich es halt (basierend auf Sachen, die mir erzählt wurden, und eigenen Eindrücken aus Praktika in der Produktion) schon fair, wenns Stipendien rein für Frauen gibt. In der Arbeitswelt hab ich als Mann dann eh den Vorteil, weil einige Arbeitgeber eine recht offene Misogynie an den Tag legen. Hebt sich, zynistisch gesehen, dann auch irgendwie auf.
TL;DR: Zynisch gesehen: Frauen können ruhig in der Ausbildung bevorzugt werden, in der Wirtschaft hab ich als männlicher Absolvent einer TU dann eh den Vorteil, weils in der Technik noch immer überraschend viele misogyne Volltrotteln gibt.