Zusammengefasst: EZB hätte früher den Leitzins erhöhen müssen.
Seine Conclusio kann ich so nicht teilen. Die Inflationsrate ist meiner Meinung nach nur eine Kennzahl, nach der die EZB gemessen werden muss. Was hilft eine niedrigere Inflation, wenn ganze Staaten für dieses Ziel ins straucheln kommen?
Dachte es wird um Kurz & co gehen, bissl enttäuscht.
Persönliche Haftbarkeit von Politikern wäre in einer Demokratie bzw in demokratischen Strukturen eigentlich ohnehin essentiell.
Aber davon sind wir in Österreich bzw auf EU-Ebene (und damit auch bei der EZB) ohnehin noch weit entfernt – das Resultat davon bekommen wir täglich zu spüren.
Ja, die glauben sie können einfach machen, was sie wollen – weil es so ist.
Wenn hierzulande ein Minister oder Mitarbeiter eines Ressorts Geld beim Fenster rauswirft, seinen Job einfach gar nicht macht oder ganz offensichtliche Fehlentscheidungen aufgrund von Inkompetenz trifft, passiert dem auch nix. Da schaut auch UHB zu und findet vielleicht mal bissi tadelnde Worte zur Pseudobefriedigung der Öffentlichkeit im ORF zwischen 20:00-20:05 und das war’s dann auch schon wieder.
So sind wir.
Bin ja kein Ökonom, aber der Schluss, dass die EZB mit ihrer Niedrigzinspolitik am Ukrainekrieg, Energie- und Lieferkettenproblemen schuld ist, während die schweizerische Nationalbank mit ihrer noch niedrigeren Zinspolitik alles richtig gemacht hat, kann wohl nicht so ganz stimmen. Reine Polemik.
Ziemlich polemisch: Der Leitzins der Schweiz is aktuell niedriger als der von der EZB.
Es wird auch die Leitzinssetzung viel zu vereinfacht dargstellt: Soweit ich weiss missn da alle Euro-Notenbanker auf an Leitzins einigen. UNd grad in Europa is des ned so einfach, weil die Schuldenkrise immer noch ned vorbei is. Manche Staaten, wie zB Italien, aber auch ein bissl wir, jammern ja jetzt schon, dass die Zinsen fir de Staatsschulden so stark gstiegen sand.
Christian Ortner ist ein Dodl. Flat Tax, Leute wollen nix mehr hackeln, Lohnsteuer ist Deppensteuer. Grüne sind böse und machen die Wirtschaft kaputt. Zurück zur 42-Stunden-Woche per default, etc. yadda. Klassischer Neolib.
Die Kategorie Mensch, die der Meinung ist, Jeff Bezos arbeitet tatsächlich milliardenmal so viel wie einer von uns. Die Kategorie Mensch, die bei CEOs und Übergewinnen klassisch für “Gewinne privatisieren, Schaden sozialisieren” ist und das gut befindet. Außer bei dem politischen Organ EZB, das er nicht mag.
Edit: Nicht *alles* was er schreibt ist Schmahfuh, aber seine Takes kommen schon von einer sehr privilegierten Position. Mit seinem “Lohnsteuer sollte niedriger sein, dafür aber Erbschaftssteuer höher” geh ich d’accord, mit ein paar seiner Takes zur verfehlten europäischen Energiepolitik auch – aber halt nicht mit… flat tax. Und da jetzt einzeln die EZB rauspicken und haftbar machen wollen ist mir dann, um die Frage zu beantworten, ein bisserl zu polemisch und vereinfacht.
Ich hab bei “Die EZB verursacht die Inflationsrate” aufgehört zu lesen. Was für ein Schwachsinn sondergleichen.
Ortner, also garantiert polemisch mit fragwürdigem Bezug zur Wahrheit. Der hat auch in der Presse schon unterschwellig Klima geleugnet (“nur 4% des CO2-Ausstoßes sind menschlich, wir sind garned so schlimm mimimi” – JA GENAU DAS IS DAS PROBLEM DU DODL), von daher kann ich ihm nix glauben.
Im Grund hat er Recht.
Nur dazu, das war jetzt nicht in den letzten Jahten, dieses “Verbrechen” ging irgendwann nach 2008 schon los.. nach der Finanzkrise war eine extrem niedrige Zinspolitik durchaus legitim, aber das hätte man schon viel viel früher wieder abdrehen müssen. Klar wenn man die Geldmenge verdreifacht schlägt das irgendwann durch, ein bisserl paradox nur, warum das so lange gedauert hat (wobei auch hier der Frust in der jetztigen Generation schon gezeigt hat wohin es gewandert ist, in den Immobilienmarkt, wir können keine Immoiblien leisten, die für unsere Eltern noch sehr erschwinglich waren). Zweitens es ist nicht die EZB alleine schuld, sondern auch die Fed (USA) die EZB hat hier nur bedingten Handelsspielraum von der Weltleitwährung abzuweichen (sonst würgt sie z.B: die Europäische Wirtschaft ab)
Der gute Herr macht es sich schon sehr leicht. Er ignoriert eine vielzahl an externalitäten, die zu dieser Inflationskrise beigetragen haben, um schlußendlich die EZB als alleinige schuldige auszumachen.
Als phd thesis würde er mit dem nicht weit kommen
Ja, so ein Wirtschaftsraum wie die Eurozone kennt natürlich nur eine Stellschraube und die hat genau zwei Auswirkungen.
Inflation hoch -> Zinsen rauf
Inflation zu niedrig -> Zinsen runter
Die Entscheidung hat natürlich überhaupt keine Auswirkungen auf tausende Jobs, Staatsschulden, Unruhen usw.
Ich will nicht sagen, dass die EZB alles richtig gemacht hat aber die haben sicher auch nicht alles falsch gemacht. Bei so einem komplexen Thema habe ich als Laie einfach zu wenig Ahnung um es wirklich seriös beurteilen zu können was die besten Maßnahmen wären.
Unabhängig davon erkenne ich aber wenn es sich jemand zu leicht macht wie dieser Herr hier.
PS: die Haftung an solchen messbaren Sachen einzuführen ist übrigens keine schlechte Idee. Für gewisse Ministerposten könnte ich es mir das grundsätzlich vorstellen
Also ich kenn mich ja nicht wirklich mit Geld aus, aber wenns so wenig braucht um eine (vermutlich sehr gut bezahlte) Kollumne in einer Tageszeitung zu bekommen..
Die Steuern gehen 1 zu 1 in “die Tasche” vom Finanzminister und es ist nur in seinem Interesse, dass wir Steuern zahlen.
Die EZB hat einen Drehregler für Inflation und diese Deppen haben den ernsthaft auf 10 gedreht und nicht auf 0 wo ich ihn haben will wtf.
Das Verbrechen begeht immer die Institution und niemals ein Kapitalist, der sich an der Not anderer bereichert.
Absoluter Dummschiss, ich will unbedingt einen Experten, der Sachen vereinfacht darstellt um seine Meinung zu untermauern.
Also die Antwort auf diese Frage ergibt sich aus der Zeitschrift in der dieser Artikel steht.
Naja, das ist zumindest 95% Polemik…
Dieses Video beschäftigt sich genauer mit den Ursachen (und möglichen Lösungen) der Eurokrise:
Wer sein Höhe Summen Geld in Geld “veranlagt” hat ist selber schuld.
Herr Ortner macht halt einen großen Bogen um die Frage, wie sich eine Erhöhung der Leitzinsen auf die Wirtschaft auswirken würde.
Höhere Leitzinsen sind äquivalent mit teureren Krediten, was einen Rückgang der Investitionstätigkeit zur Folge hat. Das bedeutet, Bauvorhaben werden verschoben, Firmen werden nicht gegründet, Wirtschaftswachstum stagniert, Konsumieren wird unattraktiver. Das alles führt in weiterer Folge zu höherer Arbeitslosigkeit. Dafür bleibt aber die Inflation niedriger.
Man kann darüber diskutieren, ob das nach einer Corona-getriebenen Wirtschaftskrise die richtige Policy wäre. Es gibt sicher auch Argumente dafür, dass eine niedrige Inflation wichtiger als hohe Investitionsquoten und niedrige Arbeitslosigkeit sind.
Aber man sollte die Dinge schon beim Namen nennen und nicht – wie Herr Ortner hier – einfach nur laut “Haltet den Dieb” schreien.
Der restliche Schmarrn wurde ja schon zerpflückt, aber was soll bitte der Vergleich mit der Schweiz. Die haben ein viel höheres Einkommensniveau. Die externen Faktoren – also alles, was von außerhalb der Schweiz gekauft wird – sind relativ gesehen einfach ein kleinerer Teil der Kosten.
Ich kritisiere die EZB und die Finanzpolitik der EU auch gern von hinten bis vorm (Stichwort Schuldenunion für Länder, deren Einwohner wesentlich mehr Privatvermögen – Durchschnitt und Median – haben als Deutsche oder wir Österreicher, z.B. Italien), aber hier der EZB die alleinige Schuld zu geben ist nicht korrekt und die Zinsanhebung leider auch nicht unbedingt die richtige Medizin. Wir haben aktuell hohe Inflation weil die Lieferketten nicht funktionieren und durch Deglobalisierung Produktionen verschoben werden, das Angebot hinkt der Nachfrage nach – wir bräuchten mehr Investition in Logistik und Produktion in Europa, nicht weniger. Mit höheren Zinsen würgt man die Investitionen aber eher ab, das Angebot wird gering bleiben, die Inflation hoch. Gleichzeitig wird bei niedrigen Zinsen in der Euro-Zone und hohen Zinsen in den USA der Euro nach Amerika wandern, der Dollar noch stärker steigen und wir würden uns die Inflation importieren. Es ist leider wirklich nicht so einfach, wie es der alte weiße Herr da darstellt…
Wie sollen die Euro Staaten denn sonst von den Schulden runterkommen, wenn nicht über Inflation?
Verwunderlicher ist doch das von den Staaten versucht wird der Inflation mit Helikoptergeld entgegenzuwirken.
Ich weiß, einige der Auslöser sind diesmal viel komplexer mit Lieferketten, Gaspreisen, etc. Aber einige der VWL Grundregeln sind doch noch immer gültig, aber werden von der Politik meiner Meinung nach wohl einfach verdrängt…
Bitte den Ortner nicht ernst zu nehmen. Muss man nur mal schaun was der so in der Presse verzapft.
Ortner is ein Trottl, mehr muss ma net wissen
Unterschreib ich 110% so.
Oida wer hod bitte 100 000€?
Maximal als Kredit zum Zurückzahlen.
23 comments
Zusammengefasst: EZB hätte früher den Leitzins erhöhen müssen.
Seine Conclusio kann ich so nicht teilen. Die Inflationsrate ist meiner Meinung nach nur eine Kennzahl, nach der die EZB gemessen werden muss. Was hilft eine niedrigere Inflation, wenn ganze Staaten für dieses Ziel ins straucheln kommen?
Dachte es wird um Kurz & co gehen, bissl enttäuscht.
Persönliche Haftbarkeit von Politikern wäre in einer Demokratie bzw in demokratischen Strukturen eigentlich ohnehin essentiell.
Aber davon sind wir in Österreich bzw auf EU-Ebene (und damit auch bei der EZB) ohnehin noch weit entfernt – das Resultat davon bekommen wir täglich zu spüren.
Ja, die glauben sie können einfach machen, was sie wollen – weil es so ist.
Wenn hierzulande ein Minister oder Mitarbeiter eines Ressorts Geld beim Fenster rauswirft, seinen Job einfach gar nicht macht oder ganz offensichtliche Fehlentscheidungen aufgrund von Inkompetenz trifft, passiert dem auch nix. Da schaut auch UHB zu und findet vielleicht mal bissi tadelnde Worte zur Pseudobefriedigung der Öffentlichkeit im ORF zwischen 20:00-20:05 und das war’s dann auch schon wieder.
So sind wir.
Bin ja kein Ökonom, aber der Schluss, dass die EZB mit ihrer Niedrigzinspolitik am Ukrainekrieg, Energie- und Lieferkettenproblemen schuld ist, während die schweizerische Nationalbank mit ihrer noch niedrigeren Zinspolitik alles richtig gemacht hat, kann wohl nicht so ganz stimmen. Reine Polemik.
Ziemlich polemisch: Der Leitzins der Schweiz is aktuell niedriger als der von der EZB.
Es wird auch die Leitzinssetzung viel zu vereinfacht dargstellt: Soweit ich weiss missn da alle Euro-Notenbanker auf an Leitzins einigen. UNd grad in Europa is des ned so einfach, weil die Schuldenkrise immer noch ned vorbei is. Manche Staaten, wie zB Italien, aber auch ein bissl wir, jammern ja jetzt schon, dass die Zinsen fir de Staatsschulden so stark gstiegen sand.
Christian Ortner ist ein Dodl. Flat Tax, Leute wollen nix mehr hackeln, Lohnsteuer ist Deppensteuer. Grüne sind böse und machen die Wirtschaft kaputt. Zurück zur 42-Stunden-Woche per default, etc. yadda. Klassischer Neolib.
Die Kategorie Mensch, die der Meinung ist, Jeff Bezos arbeitet tatsächlich milliardenmal so viel wie einer von uns. Die Kategorie Mensch, die bei CEOs und Übergewinnen klassisch für “Gewinne privatisieren, Schaden sozialisieren” ist und das gut befindet. Außer bei dem politischen Organ EZB, das er nicht mag.
Edit: Nicht *alles* was er schreibt ist Schmahfuh, aber seine Takes kommen schon von einer sehr privilegierten Position. Mit seinem “Lohnsteuer sollte niedriger sein, dafür aber Erbschaftssteuer höher” geh ich d’accord, mit ein paar seiner Takes zur verfehlten europäischen Energiepolitik auch – aber halt nicht mit… flat tax. Und da jetzt einzeln die EZB rauspicken und haftbar machen wollen ist mir dann, um die Frage zu beantworten, ein bisserl zu polemisch und vereinfacht.
Ich hab bei “Die EZB verursacht die Inflationsrate” aufgehört zu lesen. Was für ein Schwachsinn sondergleichen.
Ortner, also garantiert polemisch mit fragwürdigem Bezug zur Wahrheit. Der hat auch in der Presse schon unterschwellig Klima geleugnet (“nur 4% des CO2-Ausstoßes sind menschlich, wir sind garned so schlimm mimimi” – JA GENAU DAS IS DAS PROBLEM DU DODL), von daher kann ich ihm nix glauben.
Im Grund hat er Recht.
Nur dazu, das war jetzt nicht in den letzten Jahten, dieses “Verbrechen” ging irgendwann nach 2008 schon los.. nach der Finanzkrise war eine extrem niedrige Zinspolitik durchaus legitim, aber das hätte man schon viel viel früher wieder abdrehen müssen. Klar wenn man die Geldmenge verdreifacht schlägt das irgendwann durch, ein bisserl paradox nur, warum das so lange gedauert hat (wobei auch hier der Frust in der jetztigen Generation schon gezeigt hat wohin es gewandert ist, in den Immobilienmarkt, wir können keine Immoiblien leisten, die für unsere Eltern noch sehr erschwinglich waren). Zweitens es ist nicht die EZB alleine schuld, sondern auch die Fed (USA) die EZB hat hier nur bedingten Handelsspielraum von der Weltleitwährung abzuweichen (sonst würgt sie z.B: die Europäische Wirtschaft ab)
Das ganze war ein global Experiment des Moneratismus die Variante “Modern Monetary Theory” vor dessen Trümmerhaufen wir jetzt stehen. https://www.derstandard.at/story/2000121634395/kann-geld-in-der-krise-knapp-werden-nein-wir-haben
Der gute Herr macht es sich schon sehr leicht. Er ignoriert eine vielzahl an externalitäten, die zu dieser Inflationskrise beigetragen haben, um schlußendlich die EZB als alleinige schuldige auszumachen.
Als phd thesis würde er mit dem nicht weit kommen
Ja, so ein Wirtschaftsraum wie die Eurozone kennt natürlich nur eine Stellschraube und die hat genau zwei Auswirkungen.
Inflation hoch -> Zinsen rauf
Inflation zu niedrig -> Zinsen runter
Die Entscheidung hat natürlich überhaupt keine Auswirkungen auf tausende Jobs, Staatsschulden, Unruhen usw.
Ich will nicht sagen, dass die EZB alles richtig gemacht hat aber die haben sicher auch nicht alles falsch gemacht. Bei so einem komplexen Thema habe ich als Laie einfach zu wenig Ahnung um es wirklich seriös beurteilen zu können was die besten Maßnahmen wären.
Unabhängig davon erkenne ich aber wenn es sich jemand zu leicht macht wie dieser Herr hier.
PS: die Haftung an solchen messbaren Sachen einzuführen ist übrigens keine schlechte Idee. Für gewisse Ministerposten könnte ich es mir das grundsätzlich vorstellen
Also ich kenn mich ja nicht wirklich mit Geld aus, aber wenns so wenig braucht um eine (vermutlich sehr gut bezahlte) Kollumne in einer Tageszeitung zu bekommen..
Die Steuern gehen 1 zu 1 in “die Tasche” vom Finanzminister und es ist nur in seinem Interesse, dass wir Steuern zahlen.
Die EZB hat einen Drehregler für Inflation und diese Deppen haben den ernsthaft auf 10 gedreht und nicht auf 0 wo ich ihn haben will wtf.
Das Verbrechen begeht immer die Institution und niemals ein Kapitalist, der sich an der Not anderer bereichert.
Absoluter Dummschiss, ich will unbedingt einen Experten, der Sachen vereinfacht darstellt um seine Meinung zu untermauern.
Also die Antwort auf diese Frage ergibt sich aus der Zeitschrift in der dieser Artikel steht.
Naja, das ist zumindest 95% Polemik…
Dieses Video beschäftigt sich genauer mit den Ursachen (und möglichen Lösungen) der Eurokrise:
[https://www.youtube.com/watch?v=TADH8QSSdSs](https://www.youtube.com/watch?v=TADH8QSSdSs)
Wer sein Höhe Summen Geld in Geld “veranlagt” hat ist selber schuld.
Herr Ortner macht halt einen großen Bogen um die Frage, wie sich eine Erhöhung der Leitzinsen auf die Wirtschaft auswirken würde.
Höhere Leitzinsen sind äquivalent mit teureren Krediten, was einen Rückgang der Investitionstätigkeit zur Folge hat. Das bedeutet, Bauvorhaben werden verschoben, Firmen werden nicht gegründet, Wirtschaftswachstum stagniert, Konsumieren wird unattraktiver. Das alles führt in weiterer Folge zu höherer Arbeitslosigkeit. Dafür bleibt aber die Inflation niedriger.
Man kann darüber diskutieren, ob das nach einer Corona-getriebenen Wirtschaftskrise die richtige Policy wäre. Es gibt sicher auch Argumente dafür, dass eine niedrige Inflation wichtiger als hohe Investitionsquoten und niedrige Arbeitslosigkeit sind.
Aber man sollte die Dinge schon beim Namen nennen und nicht – wie Herr Ortner hier – einfach nur laut “Haltet den Dieb” schreien.
Der restliche Schmarrn wurde ja schon zerpflückt, aber was soll bitte der Vergleich mit der Schweiz. Die haben ein viel höheres Einkommensniveau. Die externen Faktoren – also alles, was von außerhalb der Schweiz gekauft wird – sind relativ gesehen einfach ein kleinerer Teil der Kosten.
Ich kritisiere die EZB und die Finanzpolitik der EU auch gern von hinten bis vorm (Stichwort Schuldenunion für Länder, deren Einwohner wesentlich mehr Privatvermögen – Durchschnitt und Median – haben als Deutsche oder wir Österreicher, z.B. Italien), aber hier der EZB die alleinige Schuld zu geben ist nicht korrekt und die Zinsanhebung leider auch nicht unbedingt die richtige Medizin. Wir haben aktuell hohe Inflation weil die Lieferketten nicht funktionieren und durch Deglobalisierung Produktionen verschoben werden, das Angebot hinkt der Nachfrage nach – wir bräuchten mehr Investition in Logistik und Produktion in Europa, nicht weniger. Mit höheren Zinsen würgt man die Investitionen aber eher ab, das Angebot wird gering bleiben, die Inflation hoch. Gleichzeitig wird bei niedrigen Zinsen in der Euro-Zone und hohen Zinsen in den USA der Euro nach Amerika wandern, der Dollar noch stärker steigen und wir würden uns die Inflation importieren. Es ist leider wirklich nicht so einfach, wie es der alte weiße Herr da darstellt…
Wie sollen die Euro Staaten denn sonst von den Schulden runterkommen, wenn nicht über Inflation?
Verwunderlicher ist doch das von den Staaten versucht wird der Inflation mit Helikoptergeld entgegenzuwirken.
Ich weiß, einige der Auslöser sind diesmal viel komplexer mit Lieferketten, Gaspreisen, etc. Aber einige der VWL Grundregeln sind doch noch immer gültig, aber werden von der Politik meiner Meinung nach wohl einfach verdrängt…
Bitte den Ortner nicht ernst zu nehmen. Muss man nur mal schaun was der so in der Presse verzapft.
Ortner is ein Trottl, mehr muss ma net wissen
Unterschreib ich 110% so.
Oida wer hod bitte 100 000€?
Maximal als Kredit zum Zurückzahlen.