Und dann wundern sich die anderen Verkehrsteilnehmer noch, wieso ich mit dem Rad mindestens 50cm vom Fahrbahnrand entfernt fahre um bei knappen Situationen immer noch einen Puffer zu haben…
Ich fahre seit Jahren wenn ich in Wien bin mim eScooter.
Fahr weder gestresst oder aggressiv.
Seit Anfang des Jahres merke ich aber, dass ich EXTREMST defensiv fahren muss sonst werde ich jede Fahrt in der Stadt zumindest einmal über den Haufen gefahren.
Jedes mal wenn ich irgendwo in eine Kreuzung oder sonst was fahre, fahre ich nach dem Prinzip “was wäre wenn & was könnte jetzt passieren”. Das hat mich schon mehrmals von einem Unfall bewahrt.
Ich frage mich halt nur wieso es hier so heftig ist?
Ist es eine EGO Sache? Aufmerksamkeit?
War vor nem Monat in Izmir und habe mir dort auch einen LINK Scooter ausgeleiht.
So chaotisch der türkische Verkehr ist hab ich so defensiv nie denken müssen.
Ich verstehs überhaupt nicht. Manche Autofahrer haben einfach den Drang, Radfahrer zu überholen. Sogar in der 30er, wenn ich selbst 27 fahre, werd ich überholt. Und an der nächsten Kreuzung wartet man wieder gemeinsam. Aber gleichzeitig über die hohen Spritpreise sudern, ohne sein Verhalten auch nur ansatzweise anpassen zu wollen. Gerade in der Stadt ist es sinnlos, schnell zu fahren.
Deswegen fahre ich in der Fahrstreifenmitte, wenn ich mich an einer Stelle nicht sicher fühle, überholt zu werden. In Wien ist es eh an den meisten Stellen eh notwendig, um nicht in der dooring zone zu fahren. Die meisten Autofahrer haben dafür auch Verständnis, hin und wieder hat man halt Trotteln, aber die gibt’s eh überall.
Ja Leute, so lang ma Radln und Autos auf der gleichen Straße fahren lässt, und beide glauben, der andere is da Teufel in Person, wird sich da auch nix dran ändern…
Flächendeckend baulich getrennte Radwege oder gehts scheißen verflucht nochmal das ist doch echt ned so schwierig heiliger Bimbam san die echt alle so deppat
Von 90% aller VerkehrsteilnehmerInnen sind 100% Trotteln
Ehrlicherweise ist das Führerscheinsystem da einfach zu wenig. Wenns laufende Gesetzesänderungen gibt, braucht man irgendwie einen Weg die entweder wirklich gezielt zu transportieren (kA…Brief an jeden Führerscheinbesitzer) und im Idealfall werden die auch mal abgeprüft alle x Jahre.
Nur weil man einen Führerschein hat, heißt das nicht, dass man Zeitung liest oder vor Fahrtantritt die StVO auf Änderungen überprüft.
Auch bei Radfahrern seh ich das Problem (ich fahre alles in der Stadt mit Rad und bin absoluter Verfechter vom Radverkehr 😉 ), aber wenn jemand in Österreich Rad fährt, der weder den Fahrradführerschein aus der Volksschule hat, noch einen A/B Führerschein (der zumindest ein Gefühl für normale Verkehrsregeln gibt) hat, dann macht der garantiert einiges falsch. Mir nehmen auch viele Radfahrer die Vorfahrt, schauen nicht richtig und verhalten sich einfach schlecht und unvorhersehbar.
Wir haben halt die absurde Situation dass die StVo Radfahren maximal als obskure Freizeitbeschäftigung für unterbeschäftigte Nebenstraßenbewohner wahrnimmt und so was wie eine Fahrradinfrastruktur maximal auf dem Papier existiert, aber gleichzeitig von allen möglichen Stellen, inklusive der Wiener Stadtregierung, massiv Werbung fürs Radfahren gemacht wird.
Ich mein, entscheidet euch doch. Entweder propagiert das Rad als Lösung unserer Probleme, aber dann baut auch ordentliche Infrastruktur und passt die StVo an. Oder lasst es halt bleiben, aber dann schaut auch dass ihr den Fahrrad-Boom wieder abdreht oder zumindest klein haltet.
So kann das ja nur zu Konflikten und Unfällen führen.
wenn die gesetzlichen bestimmungen nicht geahndet werden…..
Würd mich interessieren, ob die Polizei auch Radfahrer straft, die die 1,5m auf der rechten Seite von hinten kommend beim vorbeifahren (selbst wenn man noch Schrittgeschwindigkeit fährt) unterschreiten. Die 1,5m müssen ja für beide gelten und wenn der Platz nicht da ist, sollte ein Radfahrer auch nicht vorfahren können.
Ein weiteres Fragezeichen, Radfahrer die gegen die Einbahn fahren dürfen – gelten die als Rechtskommende mit Vorrang? Wäre so, wobei es Gassen gibt, wo die entsprechende Beschilderung auf der rechten Seite auf der Einbahntafel als Zusatz steht, die man aber physikalisch erst im Rückspiegel sehen kann. Öamtc Rechtsabteilung hatte keine Lösung dafür.
hilft halt nix wenn viele die regeln nicht kennen oder sie sie einfach ignorieren, und das mangels kontrollen nicht geahndet wird. andererseits, wie oft hab ich gelesen wenn ein radler mal aufgehalten wurde weil sein licht nicht geht, acab willkür bla …
am schlimmsten find ich aber, das viele sich einfach blind drauf verlassen das der andere “eh” ein richtiges verhalten an den tag legt, vielleicht eigenes fehlverhalten, oder zumindest nicht optimales verhalten duldet, wie zb am zebrastreifen stehen bleibt – und nicht einmal links/rechts schauen sondern einfach drauf los spazieren. ich habs nicht nur einmal erlebt das ich an einer roten ampel stand uns links neben mir (!) ein radler angeschossen kam und einen fussgänger mit genommen hat. bei fast 100tkm im jahr seh ich leider sehr viel. das nachsehen hat der fussgänger, auch bei einem unfall mit radler.
generell hat die aggression und die rücksichtslosigkeit extrem zugenommen, nicht nur im strassenverkehr. dort merkt man es aber am deutlichsten. als nächstes im supermarkt.
Naja, die glauben immer noch dass sie eine mangelnde Infrastruktur mit immer mehr Regeln und Gesetzen doch irgendwie hinkriegen.
13 comments
Welch Überraschung!
Und dann wundern sich die anderen Verkehrsteilnehmer noch, wieso ich mit dem Rad mindestens 50cm vom Fahrbahnrand entfernt fahre um bei knappen Situationen immer noch einen Puffer zu haben…
Ich fahre seit Jahren wenn ich in Wien bin mim eScooter.
Fahr weder gestresst oder aggressiv.
Seit Anfang des Jahres merke ich aber, dass ich EXTREMST defensiv fahren muss sonst werde ich jede Fahrt in der Stadt zumindest einmal über den Haufen gefahren.
Jedes mal wenn ich irgendwo in eine Kreuzung oder sonst was fahre, fahre ich nach dem Prinzip “was wäre wenn & was könnte jetzt passieren”. Das hat mich schon mehrmals von einem Unfall bewahrt.
Ich frage mich halt nur wieso es hier so heftig ist?
Ist es eine EGO Sache? Aufmerksamkeit?
War vor nem Monat in Izmir und habe mir dort auch einen LINK Scooter ausgeleiht.
So chaotisch der türkische Verkehr ist hab ich so defensiv nie denken müssen.
Ich verstehs überhaupt nicht. Manche Autofahrer haben einfach den Drang, Radfahrer zu überholen. Sogar in der 30er, wenn ich selbst 27 fahre, werd ich überholt. Und an der nächsten Kreuzung wartet man wieder gemeinsam. Aber gleichzeitig über die hohen Spritpreise sudern, ohne sein Verhalten auch nur ansatzweise anpassen zu wollen. Gerade in der Stadt ist es sinnlos, schnell zu fahren.
Deswegen fahre ich in der Fahrstreifenmitte, wenn ich mich an einer Stelle nicht sicher fühle, überholt zu werden. In Wien ist es eh an den meisten Stellen eh notwendig, um nicht in der dooring zone zu fahren. Die meisten Autofahrer haben dafür auch Verständnis, hin und wieder hat man halt Trotteln, aber die gibt’s eh überall.
Ja Leute, so lang ma Radln und Autos auf der gleichen Straße fahren lässt, und beide glauben, der andere is da Teufel in Person, wird sich da auch nix dran ändern…
Flächendeckend baulich getrennte Radwege oder gehts scheißen verflucht nochmal das ist doch echt ned so schwierig heiliger Bimbam san die echt alle so deppat
Von 90% aller VerkehrsteilnehmerInnen sind 100% Trotteln
Ehrlicherweise ist das Führerscheinsystem da einfach zu wenig. Wenns laufende Gesetzesänderungen gibt, braucht man irgendwie einen Weg die entweder wirklich gezielt zu transportieren (kA…Brief an jeden Führerscheinbesitzer) und im Idealfall werden die auch mal abgeprüft alle x Jahre.
Nur weil man einen Führerschein hat, heißt das nicht, dass man Zeitung liest oder vor Fahrtantritt die StVO auf Änderungen überprüft.
Auch bei Radfahrern seh ich das Problem (ich fahre alles in der Stadt mit Rad und bin absoluter Verfechter vom Radverkehr 😉 ), aber wenn jemand in Österreich Rad fährt, der weder den Fahrradführerschein aus der Volksschule hat, noch einen A/B Führerschein (der zumindest ein Gefühl für normale Verkehrsregeln gibt) hat, dann macht der garantiert einiges falsch. Mir nehmen auch viele Radfahrer die Vorfahrt, schauen nicht richtig und verhalten sich einfach schlecht und unvorhersehbar.
Wir haben halt die absurde Situation dass die StVo Radfahren maximal als obskure Freizeitbeschäftigung für unterbeschäftigte Nebenstraßenbewohner wahrnimmt und so was wie eine Fahrradinfrastruktur maximal auf dem Papier existiert, aber gleichzeitig von allen möglichen Stellen, inklusive der Wiener Stadtregierung, massiv Werbung fürs Radfahren gemacht wird.
Ich mein, entscheidet euch doch. Entweder propagiert das Rad als Lösung unserer Probleme, aber dann baut auch ordentliche Infrastruktur und passt die StVo an. Oder lasst es halt bleiben, aber dann schaut auch dass ihr den Fahrrad-Boom wieder abdreht oder zumindest klein haltet.
So kann das ja nur zu Konflikten und Unfällen führen.
wenn die gesetzlichen bestimmungen nicht geahndet werden…..
Würd mich interessieren, ob die Polizei auch Radfahrer straft, die die 1,5m auf der rechten Seite von hinten kommend beim vorbeifahren (selbst wenn man noch Schrittgeschwindigkeit fährt) unterschreiten. Die 1,5m müssen ja für beide gelten und wenn der Platz nicht da ist, sollte ein Radfahrer auch nicht vorfahren können.
Ein weiteres Fragezeichen, Radfahrer die gegen die Einbahn fahren dürfen – gelten die als Rechtskommende mit Vorrang? Wäre so, wobei es Gassen gibt, wo die entsprechende Beschilderung auf der rechten Seite auf der Einbahntafel als Zusatz steht, die man aber physikalisch erst im Rückspiegel sehen kann. Öamtc Rechtsabteilung hatte keine Lösung dafür.
hilft halt nix wenn viele die regeln nicht kennen oder sie sie einfach ignorieren, und das mangels kontrollen nicht geahndet wird. andererseits, wie oft hab ich gelesen wenn ein radler mal aufgehalten wurde weil sein licht nicht geht, acab willkür bla …
am schlimmsten find ich aber, das viele sich einfach blind drauf verlassen das der andere “eh” ein richtiges verhalten an den tag legt, vielleicht eigenes fehlverhalten, oder zumindest nicht optimales verhalten duldet, wie zb am zebrastreifen stehen bleibt – und nicht einmal links/rechts schauen sondern einfach drauf los spazieren. ich habs nicht nur einmal erlebt das ich an einer roten ampel stand uns links neben mir (!) ein radler angeschossen kam und einen fussgänger mit genommen hat. bei fast 100tkm im jahr seh ich leider sehr viel. das nachsehen hat der fussgänger, auch bei einem unfall mit radler.
generell hat die aggression und die rücksichtslosigkeit extrem zugenommen, nicht nur im strassenverkehr. dort merkt man es aber am deutlichsten. als nächstes im supermarkt.
Naja, die glauben immer noch dass sie eine mangelnde Infrastruktur mit immer mehr Regeln und Gesetzen doch irgendwie hinkriegen.