Ex-Politiker wegen Kinderpornos und Erpressung vor Gericht

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  1. Urteil liegt bereits vor.

    > Er befinde sich in psychologischer Behandlung und arbeite “alles auf”, wie der Angeklagte selber meinte. Ein wirkliches Motiv für seine Tat habe er bisher noch nicht finden können, außer vielleicht, dass er nach der Geburt seines Kindes daheim “nicht mehr so wichtig war”, nannte er einen Erklärungsansatz.
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    > Trotz der “enormen kriminellen Energie” des 45-Jährigen stellte auch die Staatsanwältin fest: “Er versucht echt, bei sich die Ursache zu finden.” Die Richterin wertete die Unbescholtenheit des Angeklagten, dessen zum Teil geleistete Schadenswiedergutmachung und die Reumütigkeit als strafmildernd. So kam er mit einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen a zehn Euro und 14 Monaten bedingter Haft davon. Der Strafrahmen hätte bis zu zehn Jahren Gefängnis gereicht.
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    > https://www.sn.at/panorama/oesterreich/x-129249079

    Wie die [OÖN](https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/;art4,3415843) im Juni 2021 schrieb, war Christoph Sagmüller damals in ersten Vernehmungen bereits teilgeständig:

    > Bei einer Einvernahme gab der mutmaßliche Täter an, von rund zehn Personen jeweils 300 bis 400 Euro erpresst zu haben.
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    > https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/;art4,3415843

    Es war dann offenbar doch noch ein wenig umfangreicher:

    > 89 Kontakte hatte er so zu Männern aufgebaut. Elf der Opfer sind dem Gericht namentlich bekannt. Von allen verlangte er mit seiner Fake-Identität Nacktfotos, mit denen die Männer schließlich erpresst wurden. Bei der Auswertung der Datenträger fanden die Ermittler auch 14 Kinderpornos, mit denen der Angeklagte aber nicht handelte.
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    > Von 2019 bis 2021 hatte der Angeklagte mit den Intim-Chats nachweislich 145 Gutscheine erpresst. Von den insgesamt knapp 15.000 Euro löste der Mann Coupons von gut 11.500 Euro ein.
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    > https://www.sn.at/panorama/oesterreich/x-129249079

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