>Ein weiterer Grund für die geringe Einbürgerungsquote ist, dass in Österreich in den vergangenen zwei Jahrzehnten der Großteil der Zuwanderung auf EU-Bürger entfällt, die seltener einen Staatenwechsel anstreben. Er ist mit hohen Kosten verbunden, bietet EU-Bürgern aber nur wenige Vorteile. Das Wahlrecht wäre zwar ein Vorteil, er wiegt aber offenkundig individuell nicht schwer genug.
>Zu den gesetzlichen Hürden kommen auch praktische wie die Höhe der Gebühren. Zwar sind die Länder zuständig, dennoch verlangt der Bund pro Einbürgerungsbegehr eine Gebühr von 1.115 Euro.
Auch wenn ich für das Kommentar vermutlich downgevotet werde, aber wollen wir wirklich Personen einbürgern die sich diesen Betrag nicht leisten können oder wollen? Soviel ist das jetzt auch wieder nicht und diejenigen die mit diesem Betrag Probleme haben sind vermutlich dieselben Menschen die den Rest ihres Lebens dem Steuerzahler auf der Tasche liegen werden.
Wichtiger würde ich es eigentlich finden die Bedingungen für qualifizierte Fachkräfte massiv zu erleichtern.
Was ich immer komisch find, ist, dass sie über die Verkürzung vom Mindestaufenthalt reden. Man kann jetzt schon nach 6 Jahren mit dem B2 Deutsch die Staatsbürgerschaft kriegen. Und über welchen Wahlrecht kann man ohne zumindest B2 reden? Ich finde die B1 Voraussetzung auch nach 10 Jahren lächerlich. Man kann keine gute und informierte Entscheidungen treffen, wenn man die Landessprache nicht versteht.
Für mich und für viele andere Migranten ist die Wehrpflicht eine der Hauptgründen, warum wir noch keine Staatsbürgerschaft haben. Denn Sinn kann ich verstehen, weg von Arbeit und Familie sechs Monate zu sein kann ich mich aber nicht leisten.
Die Idee, dass Kinder die Staatsbürgerschaft schneller erhalten sollen, finde ich gut. Ansonsten ist das – abgesehen von furchtbaren Ämtern – denke ich ganz gut gelöst. Ein Staatsbürgerschaft is ja kein Spar Sammelheft, die is ja durchaus mit Pflichten verbunden. Und damit auch Rechten. Es ist ein mehr oder minder lebenslanges Commitment, wo sich der Mensch zum Staat, und der Staat zum Mensch zugehörig und VERANTWORTLICH erklärt.
Unser Sozialstaat ist so aufgebaut, dass man viele Nettozahler braucht, um ihn tragen zu können. Damit das auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir viele “breite Schultern”, und die einfachste Methode sind Einkommensgrenzen zu ziehen, denn Steuern finanzieren den Sozialstaat.
Denn wenn man das cool findet wie das hier so abgeht, dann muss man auch cool damit sein, dass man viel in den Topf einzahlt, damit diejenigen, die es brauchen, auch genug im Topf vorfinden.
Sonst sind wir irgendwann wie in den USA, oder GB. Und das stinkt gewaltig
Es ist einfach eine absolut hohe Schwelle, dass man drei Jahre am Stück nach Abzug sämtlicher Kosten über 900 € im Monat zur freien Verfügung haben muss. Ich bin mir sicher, das schafft der Großteil der Österreicher nicht. Und sobald du einmal Sozialhilfen beziehst, beginnt diese Frist wieder von neu. Ja, das ist wieder mal richtig schlecht getimed von der SPÖ, aber dieser Vorschlag hat auf jeden Fall seine Berechtigung.
Irgendwie hat das eine mit dem anderen nichts zu tun
Weil viele wollen ja ihre Staatsbürgerschaft nicht aufgeben, vor allem EU Bürger, sollten aber trotzdem wählen dürfen
Da wäre es einfacher und sinnvoller wenn EU Staatsbürger an ihrem Hauptwohnsitz wahlberechtigt sind, in der ganzen EU, als das wechseln der Staatsbürgerschaft einfacher zu machen
Unabhängig davon ob die Staatsanwaltschaft einfacher zu bekommen sein sollte oder nicht, aber das Konzept das EU Bürger nur mit der richtigen Staatsbürgerschaft wählen dürfen ist ein Problem für die Demokratie, nicht der Zugang zur Staatsbürgerschaft
hat scho an grund warum die spö in der bedeutungslosigkeit versunken ist, gestörte vorschläge wie diese sind ein grund dafür
Ich orte auch ein Demokratiedefizit, jedoch orte ich das eher bei der Verhaberung zwischen Medien und der Politik. Die Inseratenkorruption hat in Österreich ein Ausmaß erreicht, das einfach nicht mehr hinnehmbar ist. Die Stadt Wien gab 2021 ~32 Mio. Euro für Werbung und Kommunikationsmaßnahmen aus. Darin enthalten sind ~24,2 Mio. Euro Inserate.
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>Ein weiterer Grund für die geringe Einbürgerungsquote ist, dass in Österreich in den vergangenen zwei Jahrzehnten der Großteil der Zuwanderung auf EU-Bürger entfällt, die seltener einen Staatenwechsel anstreben. Er ist mit hohen Kosten verbunden, bietet EU-Bürgern aber nur wenige Vorteile. Das Wahlrecht wäre zwar ein Vorteil, er wiegt aber offenkundig individuell nicht schwer genug.
>Zu den gesetzlichen Hürden kommen auch praktische wie die Höhe der Gebühren. Zwar sind die Länder zuständig, dennoch verlangt der Bund pro Einbürgerungsbegehr eine Gebühr von 1.115 Euro.
Auch wenn ich für das Kommentar vermutlich downgevotet werde, aber wollen wir wirklich Personen einbürgern die sich diesen Betrag nicht leisten können oder wollen? Soviel ist das jetzt auch wieder nicht und diejenigen die mit diesem Betrag Probleme haben sind vermutlich dieselben Menschen die den Rest ihres Lebens dem Steuerzahler auf der Tasche liegen werden.
Wichtiger würde ich es eigentlich finden die Bedingungen für qualifizierte Fachkräfte massiv zu erleichtern.
Was ich immer komisch find, ist, dass sie über die Verkürzung vom Mindestaufenthalt reden. Man kann jetzt schon nach 6 Jahren mit dem B2 Deutsch die Staatsbürgerschaft kriegen. Und über welchen Wahlrecht kann man ohne zumindest B2 reden? Ich finde die B1 Voraussetzung auch nach 10 Jahren lächerlich. Man kann keine gute und informierte Entscheidungen treffen, wenn man die Landessprache nicht versteht.
Für mich und für viele andere Migranten ist die Wehrpflicht eine der Hauptgründen, warum wir noch keine Staatsbürgerschaft haben. Denn Sinn kann ich verstehen, weg von Arbeit und Familie sechs Monate zu sein kann ich mich aber nicht leisten.
Die Idee, dass Kinder die Staatsbürgerschaft schneller erhalten sollen, finde ich gut. Ansonsten ist das – abgesehen von furchtbaren Ämtern – denke ich ganz gut gelöst. Ein Staatsbürgerschaft is ja kein Spar Sammelheft, die is ja durchaus mit Pflichten verbunden. Und damit auch Rechten. Es ist ein mehr oder minder lebenslanges Commitment, wo sich der Mensch zum Staat, und der Staat zum Mensch zugehörig und VERANTWORTLICH erklärt.
Unser Sozialstaat ist so aufgebaut, dass man viele Nettozahler braucht, um ihn tragen zu können. Damit das auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir viele “breite Schultern”, und die einfachste Methode sind Einkommensgrenzen zu ziehen, denn Steuern finanzieren den Sozialstaat.
Denn wenn man das cool findet wie das hier so abgeht, dann muss man auch cool damit sein, dass man viel in den Topf einzahlt, damit diejenigen, die es brauchen, auch genug im Topf vorfinden.
Sonst sind wir irgendwann wie in den USA, oder GB. Und das stinkt gewaltig
Es ist einfach eine absolut hohe Schwelle, dass man drei Jahre am Stück nach Abzug sämtlicher Kosten über 900 € im Monat zur freien Verfügung haben muss. Ich bin mir sicher, das schafft der Großteil der Österreicher nicht. Und sobald du einmal Sozialhilfen beziehst, beginnt diese Frist wieder von neu. Ja, das ist wieder mal richtig schlecht getimed von der SPÖ, aber dieser Vorschlag hat auf jeden Fall seine Berechtigung.
Irgendwie hat das eine mit dem anderen nichts zu tun
Weil viele wollen ja ihre Staatsbürgerschaft nicht aufgeben, vor allem EU Bürger, sollten aber trotzdem wählen dürfen
Da wäre es einfacher und sinnvoller wenn EU Staatsbürger an ihrem Hauptwohnsitz wahlberechtigt sind, in der ganzen EU, als das wechseln der Staatsbürgerschaft einfacher zu machen
Unabhängig davon ob die Staatsanwaltschaft einfacher zu bekommen sein sollte oder nicht, aber das Konzept das EU Bürger nur mit der richtigen Staatsbürgerschaft wählen dürfen ist ein Problem für die Demokratie, nicht der Zugang zur Staatsbürgerschaft
hat scho an grund warum die spö in der bedeutungslosigkeit versunken ist, gestörte vorschläge wie diese sind ein grund dafür
Ich orte auch ein Demokratiedefizit, jedoch orte ich das eher bei der Verhaberung zwischen Medien und der Politik. Die Inseratenkorruption hat in Österreich ein Ausmaß erreicht, das einfach nicht mehr hinnehmbar ist. Die Stadt Wien gab 2021 ~32 Mio. Euro für Werbung und Kommunikationsmaßnahmen aus. Darin enthalten sind ~24,2 Mio. Euro Inserate.