Ist das noch Brauchtum? (Krampus-/Perchtenläufe)

36 comments
  1. Also ich kann damit gar nix anfangen. Ich versteh auch nicht, warum da wer mit Kindern hingeht. Wollen die die verbotene gsunde Watschn legal auslagern?

  2. 1. Posting ist vom Veranstalter eines solchen Events in meinem Heimatort – darunter zwei Kommentare

    Mich erschreckt besonders der Zugang mancher Leute dazu – dass quasi wie in einer Purge-Light anderen Leuten Schmerzen zuzufügen dazugehört und die so quasi einwilligen wenn sie hingehen. Und wenn Kinder vorne stehen dann dürften die quasi nicht weinen wenn sie dann auch eines drauf bekommen… und selbst in der Kinderzone ist es den Läufern egal so scheint es.

    Es erschließt sich mir net wirklich warum gewisse Leute solches echt grenzwertiges Verhalten so sehr verteidigen

  3. Kann sein dass es dort und da noch gesundes Brauchtum darstellt, aus Erfahrung ausm Kaff und umliegenden Semi-Kaffs, kann ich sagen dass die Verreine zu einem Großteil Komplettbananen mit schwerem Männlichkeitskomplex anziehen

    Edit: typo

  4. Ich hab noch nie verstanden warum sich ansaufen und dann andere verprügeln und vergewaltigen “Brauchtum” sein soll, aber ich bin halt a Stadtkind und kann das wohl nicht verstehen mit dem Brauch…

  5. **Krampusläufer hier:**
    Ich bin schon seid 10 Jahren in meinem Verein und wir schlagen definitiv NICHT auf Kinder ein. Leider kann es mal passieren das wir jemanden anderes Streifen mit der Rute da wir durch die Maske ein sehr eingeschränktes Sichtfeld haben. Bei uns im Verein herrscht aber auch vor jedem lauf striktes Alkoholverbot, leider sind die meisten Läufer von anderen Vereinen oftmals stark betrunken und können halt nicht einschätzen wie fest sie zuschlagen oder auf wen. Das aber Krampuse dennoch “wilder” unterwegs sind als beim Perchten/Tamperer sollte jedem bekannt sein. Hier gehören Rutenschläge **!auf die Beine!** dazu und das ist auch Brauchtum, wer das nicht will soll bitte nicht in der ersten Reihe stehen oder zuhause bleiben. Aufgrund des eingeschränkten Sichtfelds sollen auch Kinder, Gebrechliche oder Schwangere NICHT in der ersten Reihe sein.

    Wir veranstalten auch jedes Jahre selber einen Lauf wo wir selbst nicht laufen aber andere Vereine einladen. Hier gibt es auch einen Kinderbereich dieser wird hier aber von den wenigsten Eltern genutzt. Sind die Teilnehmenden zu stark betrunken wird ihnen das laufen sofort verboten. Eskalieren sie zu stark beim Lauf (schlagen oberhalb der Gürtellinie, treten auf jemanden oder reissen Gitter weg) dürfen sie nicht mehr bei uns auftreten. Ins geschehen können wir leider nur sehr schwer eingreifen da das ganze meist zu schnell passiert. In der Kinderzone gilt sowieso ein schlag verbot.

    **Wir tragen aber alle Nummern** und sind beim Veranstalter gemeldet sollte mal etwas schlimmeres passieren merkt euch bitte die Nummer und meldet dies sofort dem Veranstalter. Hat jemand oder mehrere keine darf nicht Teilgenommen werden, Anonymes “laufen” ist verboten! Oft wird einfach gesagt das es den Vereinen nicht mehr um dem Brauchtum gehen würde sonder eher um das herumschlagen. Dies stimmt aber überhaupt nicht, leider fallen oft ein paar Personen negativ auf und wissen nicht wie sie sich zu benehmen haben, diese Personen vermitteln dann den schlechten Eindruck. Meldet sie und der Verein entfernt diese uns ist dabei sehr geholfen.

    Der Krampusbrauch war vor 30 Jahren aber noch krasser. Da gab es keine Gitter oder Sonstige Sicherheitsmaßnahmen da wurden Kinder in die Körbe am Rücken geworfen oder am Hänger vom Traktor eingesperrt. Geschlagen wurde jeder. Ich bin froh das es Verschärfungen gab und finde das die aktuellen Regeln und Vorschriften gut sind. So bietet es jedem die Chance so eine Veranstaltung besuchen zu können.

    * Unsere Verein führt auch eine Show auf welche wir jedes Jahr 2-3 Monate lang üben. Wir laufen nicht nur rum und “verprügeln” andere.

    ** Ich möchte auch noch gerne ergänzen was den meisten entgeht:
    Es kommt auch oft vor das Zuschauer uns an den Hörnern packen und runterziehen oder festhalten (10-18 Jährige machen das ganz gerne ab und an auch Erwachsene). Hier ist es ganz klar das der Läufer dann zuschlägt da es für diesen die einzige Möglichkeit ist sich zu lösen. Dies Maske mit den Hörnern ist meist schwer und durch das packen entsteht eine große Gefahr das es uns das Genick bricht.

    *** Etwas traurig finde ich es auch das offenbar so viele diesen Brauch sinnlos finden. Wir stecken sehr viel Geld in unsere Ausrüstung (3000€+) und bieten die Shows (zumindest unsere) Kostenlos an.

    **** Am Nikolaustag begleiten wir immer unseren Lokalen Nikolaus und besuchen mit ihm die Kinder (etwas weiter hinter ihm natürlich) er erklärt den Kinder das sie keine Angst von uns haben müssen. Haben sie es dennoch geben wir unsere Make herunter und nehmen ihnen diese Angst.

  6. Folgende Situation:

    Bin Tiroler aus einer Gegend wo’s oft absurd wild zugeht und jedes Jahr ein paar Leute ins Krankenhaus eingeliefert werden.

    Ich überlege dieses Jahr meine Eltern zu besuchen und wurde als ich das letzte Mal im Winter dort war ein paar Mal von Krampussen versucht zu werfen.

    Seitdem ist so viel Zeit vergangen und ich bin inzwischen ein ganz fähiger Judoka. Wenn ich von einem Krampus angegangen werd (passiert meist gegen meinen Willen) – und ich mache einen Wurf der ihn recht unsanft landen lässt – was dann?

  7. Hat’s zum Glück bei uns im Ort nie gegeben. Der lokale Perchtenverein hat sich in all den Jahren immer anständig aufgeführt und bringt Kinder sogar zum lachen.

  8. Ich finde wir sollten prinzipiell fightclub mäßig jede woche nen tag und nen ort haben wo man sich gegenseitig die Birne einschlagen kann wenn man ein problem hat. Evtl hätten wir dann im endeffekt eine weniger hasserfüllte gesellschaft.

  9. Ich finde, in dem o.a. Kontext das sind Bräuchtümer die sadistischen Arschlöcher die Gelegenheit geben, ihre Neigungen anonym auszuleben.

    Ich habe in meiner Kindheit damit negative Erfahrungen gemacht, es war oft so dass Leute wirklich verletzt wurden. Man konnte dann niemanden belangen; abgesehen davon dass man nicht wusste wer es war, wurde gesagt das “gehört dazu” und man darf nicht auf den Umzug wenn man so wehleidig ist und die “Rute nicht spüren will”.

    Da regelmäßig Leute verletzt werden, im Spital landen und dieses Thema auch schon vor den Gerichten gelandet ist, sehe ich keinen Grund meine Meinung zu ändern…

    Ich finde das Brauchtum ok wenn es geregelt ist, es eine/n klare/n Verantwortlichen gibt, wenn.m nicht vorher gsoffn wird und darauf geschaut wird, dass niemand verletzt wird. Und einige Vereine/Orte machen das so.

    Unter dem Deckmantel der Anonymität unschuldige Menschen, teilweise sogar Kinder zamdreschen? Nein danke.

  10. Als Wiener hab ichs nie verstanden warums sowas überhaupt gibt.

    Für meine persönliche Einstellung ists definitiv eine Tradition die man rasch vergessen sollte.

  11. Hab ich als 8 Jähriger deppad funden, genauso als 14 Jähriger und daran hat sich bis heute nix geändert.

    Perchtenläufe und Krampusläufe sind so ziemlich eine der unnedigsten Sachen in Österreich

  12. Krampuslauf ist noch Brauchtum, aber wenn ein paar Trottel noch die Raute echt einsetzen ist das unlustig und eventvuell sogar Körperverletzung.

  13. Bei uns wurden letztes Jahr Frauen geschlagen, vorwiegend auf den Hintern, leider auch eine Gruppe Muslima am Heimweg nach dem Einkaufen. Selten so geschämt für unsere Bräuche.

    Ahja und meinen Hund habens auch verstört, rannten in voller Perchtenmontur auf uns zu im Finstern. Hab nur noch geschrien dass sie ma den Hund verstören und aufhören sollen. Die Größe und Lautstärke vom armen Hund hat sie dann abgeschreckt. Hund wird dieses Jahr vermutlich reaktiv auf Kramperl/Perchten reagieren, ganz toll, danke.

  14. Also generell hab i das immer super gfunden a als kind.

    aber hab noch nie gsehn das ana a kind zammdrischt oder mitn stock auf wen einprügeln dätt. an klaps am popsch, und zwar so das lustig is.

    ketten warn a bissi arg aber die hams hauptsächlich zum angst/lärm machen mitghabt

  15. Schöne Grüße aus dem grundsätzlich tollen Salzkammergut.

    Als ich von DE hierher kam nahm mich meine Frau mal zum Krampuslauf mit weil ich das nicht kannte. “Männer”, besoffen, hinter Maske versteckt, verteilen Rutenschläge – ganz toll. Das eine (und letzte) mal als ich dabei war sind sie vor allem auf junge hübsche Frauen losgegangen, und das alles unter “Brauchtum” deklariert. Mir hat das gereicht und meine Frau fand das dann auch sehr seltsam (sie hatte es in ihrer Erinnerung anders abgespeichert) und wir sind nie wieder hingegangen. Aus der ganzen Familie geht auch nie jemand hin, schon seit Jahren nicht, auch nicht mit Kindern. Früher immer aber sie sagen auch, dass das mittlerweile nur sinnloses herumprügeln ist und es jedes mal (!) Verletzte gibt – in die Zeitungen schaffen es nur die ganz schlimmen Fälle.

    Brauchtum ist eben häufig das was es schon lange gibt und das meiste davon kann verschwinden – wie z.B. die Vögelfängerei, ebenfalls im Salzkammergut.

    Sorry, ist aber so.

  16. kA ich halte von so Schilderungen recht wenig. Ist immer sehr emotional aufgeladen und verzerrt.

    Grundsätzlich halte ich den Brauchtum irgendwie für schön, auch mal etwas das “grauenhafte” etwas Raum geben. Nur leider sind Bauern halt Bauern, insbesondere mit Alkohol dass dort als Grundnahrungsmittel konsumiert wird kann es da in der Rolle des Krampus schon leicht zu Grenzüberschreitungen kommen.

    Ich denke diese horrenden Negativszenarien sind inzwischen eher die Seltenheitt, aber man sollte trozdem noch mit etwas mehr Regulationszwang entgegenwirken.

  17. bei uns im Ort wars eigentlich immer voi nett, und es hat auch mit schutzzonen und entsprechender moderation immer problemlos funktoniert.

    Bei uns tragen die Kramperl brav nummern, und die identitäten hinter den nummern müssen auch vorher(!) den entsprechenden Behörden bekannt sein.

  18. Krampusläufe waren noch nie (traditioneller) Brauchtum.
    Brauchtum ist, wenn ein Nikolaus mit paar Krampusse unterwegs ist, Hausbesuche macht oder sowas.

    Verstehe auch gar nicht was an „wir laufen im Kreis, reißen am Gitter und schlagen mit Ruten in die Menge“ so spannend ist, dass man da jährlich zuschauen geht.
    Die Sache mit der Brutalität, Übertreiben seitens der Krampusse, etc. war schon vor Jahren ein Thema, da kommt halt wieder mal eine Schlagzeile in der Zeitung, dann werden „Maßnahmen“ beschlossen aber im Endeffekt bleibt alles beim alten und wird mit „Brauchtum“ gerechtfertigt.

    So wie bei uns in Österreich viel Nonsens mit „Brauchtum“ oder „das war schon immer so“ abgetan wird.

  19. Wer Ende November einen Krampuslauf veranstaltet braucht mir mit Brauchtum nicht kommen.
    Was auch immer die Intention dahinter ist – jemandem Angst machen, seine großen Glocken zeigen oder ein paar Taler machen – Brauchtum wird nur auf die Fahnen geschrieben um zu legitimieren.

  20. Naja ansonsten musst ins Laufhaus gehen, wennst deine BDSM Fantasien ausleben willst, bei uns gibts das halt 1x im Jahr gratis

  21. Ja, exakt das ist Brauchtum. Wir scheißen auf Gesetze, Empathie und allgemeine Menschlichkeit, weil wir das immer so gemacht haben, und wer dagegen ist, ist ein großkopferter Wiener und soll scheißen gehn.

    Ich hatte ca 1995 engeren Kontakt mit einer jungen Dame aus der Steiermark. Die hat sich um diese Jahreszeit kaum auf die Straße getraut. (Und dann hat sie das Brauchtum doch wieder verteidigt… sie war halt auch gespalten, was ich durchaus verstehe.)

    Was ein Brauch bringen soll, der darauf hinausläuft, Leute zu prügeln – und natürlich Frauen besonders – und natürlich je jünger, desto besser – und natürlich nicht unter 2 Promille – ist mir rätselhaft. Aber was solls. Als glernter Österreicher werd ich mirs mit diesen leuchtenden Kronen der intellektuellen Erschöpfung nicht anlegen.

  22. Mir und meiner Schwester sind’s in den 90ern in die Kniekehlen gesprungen. Da war meine Schwester 11 und ich 8. Wir waren nicht mal am Lauf, aber bei uns im Dorf waren die einfach Tage lang bsoffen unterwegs. Das sind einfach misogyne, bsoffene Trotteln, die einmal im Jahr mit Maske prügeln dürfen.

  23. Ich möchte nicht sagen, dass alle die das sich verkleiden angetrunkene Idioten sind, aber der Job, andere mit einer Rute zu versohlen wird sicherlich nicht die empathievollsten Menschen anlocken. Ich sehe den Brauch als überholt und sehr fragwürdig. Klingt für mich wie ein Freibrief für das Ausleben von Gewaltfantasien. Ebenso habe ich den Befürchtung, dass sexuelle Belästigung bei diesen Ereignissen hohe Dunkelziffern hat.

  24. Lauf selber seit vielen Jahren als Krampus (nicht Percht, anderer Brauch). Die Rute gehört zum Brauchtum. Solange es mit Maß und Ziel passiert, regt sich auch keiner auf. Hat bis jetzt noch nie eine Beschwerde bei unserem Verein gegeben.

    Es gibt aber auch unter den Zuschauern gerade jüngere Männer die das auch wollen. Gibt selten einen Lauf bei dem ich nicht mindestens einmal höre “Fester, fester” nachdem man ihnen mit der Rute eine migibt. Klingt komisch ist aber so.

    Zum Thema Kinderzone. Bei unserem Heimlauf gibt’s eine Kinderzone. Leider stehen da immer auch betrunkene Erwachsene, da sie da mehr sehen. Die Kinder haben keinen Platz und stehen hinterm normalen Gitter, wo man sie kaum sieht.

    Keiner von uns schlägt absichtlich Kinder. Das wär schon ziemlich krank. Leider passiert es, dass man Kinder übersieht. Gerade bei Läufen, bei denen Nebelmaschinen usw. eingesetzt werden. Ist dann natürlich scheisse für Zuschauer und Krampus.

    Alkohol gibt’s bei uns nur in geringsten Mengen vorm Lauf. Ein Glühwein macht noch keinen betrunken aber danach ist Schluss.

    Was ich heuer leider schön öfters mitbekommen habe, ist eine erhöhte Aggressivität bei den Zuschauern. Hörner reissen, Schlagen, Anspucken, mit Glühwein anschütten usw. Kann für den Läufer schlimm enden.

    Natürlich gibt’s auch bei den Krampusvereinen Schwarze Schafe. Aber bei den Läufen, hat es keine Ausschreitungen gegeben.

  25. Nennt mich ein deppates Kind aus der Stadt welches „brauchtum“ nicht versteht, aber was meine Familie und ich als 5a Kind 1993 in Hinterstoder erlebt haben, hat mich jahrelang traumatisiert.
    Wir saßen beim Essen im Gasthaus als mit viel Lärm um die 10 Perchten das Lokal gestürmt haben. Ich hatte schiss hoch 10 und meine Eltern waren Anfangs noch guter Stimmung.
    Den damals ca 9 jahre alten Sohn meiner Wiener Nachbarn habens schreiend aus dem Lokal getragen. Seine Eltern dachten in diesem Moment nichts böses.
    Während die Perchten rumliefen und randalierten, habens nach ner Minute angefangen jeden der zwischen 12 und 18a war mit der den Ruten zu verdreschen. Da kippte auch dann die Stimmung. Als sie bei mir am Tisch waren waren versteckte ich mich hinter meine Mama der sie dann mit der Rute ins Gesicht gehaut haben sodass Blut geflossen ist.
    Im Lokal haben sich dann die Männer die da waren auch lautstark gewehrt und die Perchten rausgeschmissen.
    Meine Nachbarn haben wie verrückt nach ihren Sohn geschrien als dieser selbst draußen nicht zu finden war. Schließlich fand man ihn 2 Gassen weiter Kopfüber in nem Mistkübel stecken. selber konnte er sich nicht befreien und hat, so hat er mir es gesagt, auch nicht wirklich luft bekommen.
    Das ganze wurde bej der dortigen Polzei gemeldet wo selbst ich als 5a befragt wurde. Meine Eltern meinten jedoch dass ihnen gesagt wurde „dass das zwar nicht schön ist, oba halt auch bissl brauchtum und des wor schon immer so“. Auf die Suche nach den Perchten wurde seitens der Polizei damals verzichtet.
    Summa summarum fand ich das damals so schrecklich dass sich der Abend bis heute in mein Hirn eingebrannt hat.

  26. Das Thema hatt ich heut grad mit meinem Partner. Die Masken (und teilweise Kostüme allgemein) sind schon echt schick, auf das Verhalten der Perchten könnten wir aber auch verzichten. Spätestens wenns Verletzte gibt hört der Spaß mMn auf.

    Kurzum: Die Kunst ist schön, die Kultur dazu grässlich.

  27. Aus meiner persönlichen Erfahrung hat das mit Brauchtum meist wenig zu tun.

    In unserem Kaff gibt es keinen eigenen Krampuslauf, sondern die Krampusse sind am Abend einfach in der Stadt unterwegs. Ich war mit ca 14 an dem Abend im Gasthaus nach der Messe für meinen Opa und die Krampusse haben mich fast rausgezerrt, quer über den Hauptplatz gejagt, eingekesselt und zu dritt auf mich eingeschlagen. Die kannten mich. Sie wurden nachher von meinem Onkel (der sie auch „eingeladen“ hat) auf ein Getränk im gleichen Gasthaus eingeladen.

    Das gehört zu meinen (gsd) wenigen traumatischen Erinnerungen. Seitdem geh ich an diesem Tag absolut nirgends hin.

  28. Es gibt zig Videos auf Youtube wo man sieht worum es eigentlich geht. Legal Aggression ausleben dürfen.

  29. Was sich alles für Verhalten hinter Brauchtum versteckt ist schon arg grenzwertig.
    Eine Gesellschaft darf sich weiterentwickeln und nirgends steht geschrieben dass nur weil man früher die Leut geschlagen hat, dass das heute auch so sein muss. Wenn ein “Brauch” schon Schutzzonen benötigt ist das eh schon klar was abgeht.

    Für mich stellt sich die Frage: Brauch (!) ma des wirklich wenn jedes Jahr die gleichen sadistischen Wixer hervorkriechen und es immer wieder Verletzte und Zwischenfälle gibt oder können wir uns auch weiterentwickeln?

  30. Es is alles absolut übertrieben bei uns rennen die halbstsrken schon seit einer Woche mit ihre scheiss Glocken draussen rum. Brauchtum wäre am 5.12. Hausbesuche mit Nikolaus und vll ein Tischziehen … aber nicht ab mitte November und 1000 Tischziehen. Man sollte das verbieten.

  31. De ganzen Dodlvereine ala “Reiflinger Gruabnteufeln”, “Hinterwoatzinger Wasserlochteufeln”, “Beidlhofner Orschlochteufeln” oder wies a olle hoassn.

    San irgendwie in jedem Ort de söbn Voikoffern de do dabei san. Irgendwelche augsoffenen Blitzkneissa, de mit ana peinlichn Masken mit LED-Augen , Stochidrohtherndl und an Haufen Bengalos zu Hells Bells im Kroas rennan und glaubn se san de Retter unserer Traditionen.
    Nachher wird daun natürlich nu rotzfett an da Seidlbar ums Dorfmoped gebuhlt, während ma si genüsslich d’Marlboro midn FPÖ-Feierzeig auzindt.

  32. Sind für mich gefühlt die selben Leute sie auf den Corona Demos waren. Und mit Brauchtum haben die Läufe eigentlich gar nix zu tun. Früher wurde halt von Hof oder Haus zu Haus gezogen. Jetzt sind’s halt nur noch Saufffestln.

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