https://www.nachrichten.at/wirtschaft/glasfasernetz-in-oberoesterreich-wird-dichter-aber-viele-ziehen-mobilfunk-vor;art15,3747728

Er meint ernsthaft, dass die Kunden fürs Streaming nix bezahlen.

Er lässt dabei schön die Servicegebühren, Servicegrundgebühren, Monatliche Grundgebühr, Anschlusskosten und die Kosten für den Dienst selbst weg. Wie kann man nur so verblendet sein? Wofür nehmen die dann das Geld? Für ein schönes China-Kast? Ich dachte man bezahlt eben dafür, dass man einen Zugangspunkt zum globalen Netzwerk hat?

Der einzige Grund warum Menschen denen Geld in den Rachen schieben sind genau diese Dienste. Für alles andere reicht Handy-Internet vollkommen aus.

16 comments
  1. Hat er auch nicht. Es wurde auch im Jahr 2021 ein neues Fernsehprodukt rausgebracht, welches am Anfang gar nicht funktioniert hat (tut es jetzt teilweise noch immer nicht) und wir haben es verkaufen müssen mit der Argumentation, dass es jetzt besser ist. Tja niemand möchte mehr normales Fernsehen und dennoch gibt es ein “tolles” neues XploreTV.

  2. So einen scheiss traut der sich sagen, nachdem sein “Free Chat” gerichtlich für nicht zulässig erklärt wurde?

  3. Im Zuge dessen würd ich gerne die Diskussion über Annonymität und Privatsphäre im Internet nochmal anstoßen…

    Meiner Meinung Nach gibt es kein “Grundrecht” oder “Menschenrecht” auf Privatsphäre im Internet. Jemand verlegt ein Kabel und ich darfs verwenden. Wenn der jetzt sagt ich les mit was du auf meinem Kabel machst, kann ich damit einverstanden sein, ein anderes Kabel verwenden, oder muss mich selbst darum kümmern, dass ich auf dem Kabel so mit anderen rede, dass es keiner versteht der es nicht verstehen soll. Ich verstehe nicht ganz wenn man sich drüber aufregt, dass Internetprovider oder andere Anbieter mitlesen was man ins Internet schreibt. Ich reg mich ja auch nicht auf wenn der Postler meine Postkarten liest. Wenn ers schafft meinen Brief zu öffnen, dann muss ich meinen Brief halt besser verschlüsseln.

  4. Mich haben sie verloren als sie ohne Ankündigung als einziger österreichischer Anbieter das Roaming mit UK beendet haben.

  5. Achso deshalb kann i ab 18 uhr Abends ned mal mehr einen twitchstream in 720p gucken weil es sonst durchgehend laggt… teilweise laggt sogar 360p danke für nix dafür zahl i jedes Monat 70Euro…

  6. Das uneingeschränkte Datenvolumen haben aber schon die Provider selbst eingeführt. Hat mich damals eh gewundert am Anfang vom Breitband gabs ja eig. sehr viel unterschiedliche Tarife mit unterschiedlichem Datenvolumen.

  7. Das zugrundeliegende Problem ist die Zentralisierung der Services. Auf der Seite des Streamingproviders, kannst du dir mit Multicast und ähnlichen Technologien helfen, aber die Netze habe halt dann trotzdem die Belastung.

    Besser wäre es, zukünftig auf Peer2Peer Technologien zu setzen, so dass sich der Content zwischen den Teilnehmern in den Netzen verteilt. Die Contentmafia und Streamingdienste würden sich aber vermutlich mit aller Gewalt dagegen wehren.

  8. Das Thema ploppt seit Jahren immer wieder auf. Auch die anderen großen Provider sehen das so. Man versucht halt auf Biegen und Brechen neue Einnahmequellen zu erschließen, weil die Konkurrenzsituation am Provider-Markt in Österreich relativ schwierig ist. Man kann nur hoffen, dass sie damit auch in Zukunft auf Granit beißen.

    Besonders A1 bekommt massiv Druck von seinem mexikanischem Eigentümer. Es wäre sogar denkbar, dass A1 komplett aus Österreich abwandert, um Personalkosten zu sparen. Bald läuft eine entsprechende Vereinbarung zum Standortschutz aus und dann kann man alle Mitarbeiter in den Osten verlagern. Einfach nur grauenhaft, was aus der Telekom Austria geworden ist.

  9. Die Telekommunikationsanbieter sollten endlich aufhoren von *”Datenmaut”* und ähnlichem Blödsinn zu fantasieren und die zu erwartende Netzauslastung in ihre Angebote **einpreisen**. Danach entscheidet dann der freie Markt (sprich: der Kunde).

    Und die Behauptung, Kunden würden bei Streamingdiensten *”bisher nur mit ihren Daten, nicht mit Geld [zahlen]*” muss man wohl gar nicht kommentieren.

  10. Kannst als ETNO/DTAG Propaganda betrachten.

    DTAG zwingt schon seit zwei Jahrzehnten Content Provider für Peerings zu bezahlen, was in der Branch äußerst unüblich ist. Sogenannter „Double Paid Traffic“. Der Standard ist: jeder zahlt für seine Seite und bis auf DTAG und China Telecom handhabt das auch jeder so, weltweit.

    Es ist ja nicht so, als würden die Internetriesen nicht ihr eigenes Glasfasernetz haben, im Gegenteil A1, DTAG & Co. bedienen ja hauptsächlich die Last Mile. Der größte Besitzer von Subsea-Kabeln ist übrigens Meta (die Facebook-Holding), nur so nebenbei.

    Allerdings läuft DTAG langsam ihr quasi Monopol davon, früher hätte Google/Netflix/etc nie nein sagen können zu einem Peering mit DTAG. Da blieb nur, zu zahlen, was auch immer DTAG fordert. Daher haben sie das Thema im Rahmen des Telekom-Verbands ETNO aufgebracht. Quasi gemeinsam (alle Telkos) Double Paid Traffic zum Standard machen, so das Content Providern gar keine andere Wahl bleibt als nachzugeben.

    Natürlich gefällt das A1, Vodafone und den anderen großen Provider. Heißt mehr Gewinn für sie, wer will das nicht.

    Schlimmer noch, ETNO versucht auf EU-Ebene Lobbying zu betreiben, dass statt wie bisher, ein Peering ein frei verhandelbarer Verträge zwischen zwei Netzbetreibern bleibt, stattdessen eben von der EU festgesetzt wird (als Data-Creator-Pays Prinzip). Eben weil die bestehenden Telko-Riesen (DTAG, Vodafone, Orange, A1, …) immer schwächer werden—geschwächt von Content Providern (Google, Facebook, etc) aber auch von immer mehr kleinen Challenger-ISPs—und dadurch nicht mehr ihre bisherige Verhandlungsposition haben.

    Im Prinzip hätten sie gerne, dass die EU ihnen ihre Monopolstellung über ihre Nutzer gesetzlich einbetoniert. Was schon ein ordentliche Ironie aufweist: sie argumentieren gegen ein Monopol von Google/etc zu sein, versuchen aber dieses Anti-Monopol mit einem gesetzlich garantierten Monopol für sie zu kontern.

  11. Das sind halt die Experten, die Mobilfunk anstatt FTTH als Lösung propagiert haben, weil es angenehmer und einfacher umzusetzen war für sie.

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