Find das auch immer lächerlich, wenn sich die höchsten Entscheidungsträger der Republik dann hinstellen und sagen wie toll es ned ist, dass wieder 2-3 Millionen gespendet wurden.
54 Millionen wurden erst letztens für absurde „Digitalisierung“ von Medien rausgehaut, wo sich das Regionalfernsehen Schasklappersdorf einen TikTok-Kanal für €50.000+ zahlen lässt. Komplett falsch einfach alle Politiker zusammen. Hat bissl was von modernem Ablasshandel.
Es gibt genügend andere Projekte, wo das Geld von LiD hingeht – eben nicht nur an Menschen mit Behinderung.
Dann eben lieber an die Projekte, die das Geld auch haben wollen.
Ein absolut grauenhafter Artikel.
Immer wieder wird angeführt, Österreich verstoße gegen die UN-Konvention, aber nie auch nur irgendein Beispiel gebracht. Es wird nur ein UN-Prüfer 2013 paraphrasierte, der die „Sichtweise“ kritisiert. Wie oft die Begriffe „Verstoß gegen die UN-Konvention“ auch dem Leser eingehämmert wurden, Recherche für Beispiele wurde anscheinend nicht betrieben…
Auch finde ich die Darstellung von Spendern zT völlig unverantwortlich: „Dabei verlassen sie sich darauf, dass Bevölkerung und Unternehmen – so manches davon muss Jahr für Jahr Ausgleichstaxe zahlen, weil nicht genügend Menschen mit Behinderung angestellt sind – mit Spenden in die Bresche springen“ – diese Formulierung legt eindeutig nahe, dass das Spenden eher eine Augenauswischerei ist, aber die bösen Unternehmen zahlen dann doch lieber an den Staat, als Behinderte anzustellen.
Das ist völlig falsch. Die gesetzliche Einstellungsquote von Behinderten sieht vor, dass nur das Erfüllen der Quote das Zahlen der Ausgleichstaxe hinfällig macht. Dabei wird nicht berücksichtigt, ob überhaupt behinderte Menschen in Reichweite diese Anstellung annehmen wollen oder überhaupt dort leben. Deswegen gibt es gerade viele mittlere Betriebe, die keine Behinderten Menschen einstellen und Ausgleichstaxe zahlen müssen.
Ohne diesen Kontext ist die obige Darstellung einfach nur verzerrend und mMn unverantwortlich und manipulativ.
Solche Aktionen gibts ja bezeichnenderweise nicht nur in AT.
Und jede sogenannte zivilisierte Gemeinschaft, vom Dorf bis zum Staat, die Almosen verteilen nicht einmalig bis kurzfristig, also als Notfallmassnahme nach außergewöhnlichen Ereignissen, sondern als Dauerlösung einsetzt, erklär damit, dass das soziale Netz versagt, bzw nicht vorhanden ist. Eine moralische Bankrotterklärung.
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Find das auch immer lächerlich, wenn sich die höchsten Entscheidungsträger der Republik dann hinstellen und sagen wie toll es ned ist, dass wieder 2-3 Millionen gespendet wurden.
54 Millionen wurden erst letztens für absurde „Digitalisierung“ von Medien rausgehaut, wo sich das Regionalfernsehen Schasklappersdorf einen TikTok-Kanal für €50.000+ zahlen lässt. Komplett falsch einfach alle Politiker zusammen. Hat bissl was von modernem Ablasshandel.
Es gibt genügend andere Projekte, wo das Geld von LiD hingeht – eben nicht nur an Menschen mit Behinderung.
Dann eben lieber an die Projekte, die das Geld auch haben wollen.
Ein absolut grauenhafter Artikel.
Immer wieder wird angeführt, Österreich verstoße gegen die UN-Konvention, aber nie auch nur irgendein Beispiel gebracht. Es wird nur ein UN-Prüfer 2013 paraphrasierte, der die „Sichtweise“ kritisiert. Wie oft die Begriffe „Verstoß gegen die UN-Konvention“ auch dem Leser eingehämmert wurden, Recherche für Beispiele wurde anscheinend nicht betrieben…
Auch finde ich die Darstellung von Spendern zT völlig unverantwortlich: „Dabei verlassen sie sich darauf, dass Bevölkerung und Unternehmen – so manches davon muss Jahr für Jahr Ausgleichstaxe zahlen, weil nicht genügend Menschen mit Behinderung angestellt sind – mit Spenden in die Bresche springen“ – diese Formulierung legt eindeutig nahe, dass das Spenden eher eine Augenauswischerei ist, aber die bösen Unternehmen zahlen dann doch lieber an den Staat, als Behinderte anzustellen.
Das ist völlig falsch. Die gesetzliche Einstellungsquote von Behinderten sieht vor, dass nur das Erfüllen der Quote das Zahlen der Ausgleichstaxe hinfällig macht. Dabei wird nicht berücksichtigt, ob überhaupt behinderte Menschen in Reichweite diese Anstellung annehmen wollen oder überhaupt dort leben. Deswegen gibt es gerade viele mittlere Betriebe, die keine Behinderten Menschen einstellen und Ausgleichstaxe zahlen müssen.
Ohne diesen Kontext ist die obige Darstellung einfach nur verzerrend und mMn unverantwortlich und manipulativ.
Solche Aktionen gibts ja bezeichnenderweise nicht nur in AT.
Und jede sogenannte zivilisierte Gemeinschaft, vom Dorf bis zum Staat, die Almosen verteilen nicht einmalig bis kurzfristig, also als Notfallmassnahme nach außergewöhnlichen Ereignissen, sondern als Dauerlösung einsetzt, erklär damit, dass das soziale Netz versagt, bzw nicht vorhanden ist. Eine moralische Bankrotterklärung.