
[Link zum Artikel und zum Video, ORF](https://tirol.orf.at/stories/3184337/)
Auszug aus Bericht der TT(Artikel hinter paywall)
>Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger hat einen … ironischen Werbespot mit dem Titel „Wir sind zu allen herzlich“ scharf kritisiert. Darin bestellt ein Krampus einen Latte macchiato mit Hafermilch. Hechenberger sieht darin einen „Affront gegenüber der Tiroler Landwirtschaft“
Ich kenne Josef persönlich. Ich bin nicht oft seiner Meinung, auch wenn ich seine Rolle als einer der wenigen wirklichen Bauern/Arbeiter im Nationalrat an sich begrüße. Doch mit dieser Aktion hat er sich meiner Meinung nach lächerlich gemacht. Das ist kein Tirol Milch Werbespot. Auch wenn sich der Krampus einen Pumpkin Spice Macchiato mit Hafermilchsahne und Schokostreuseln bestellt hätte, hat das doch nichts mit unserer heimischen Milchproduktion zu tun. Finde es schade, dass die tirol Werbung da so schnell klein bei gegeben hat.
Edit: typo und Formatierung.
47 comments
Sind Hafer- und Sojabauern keine Landwirtschaft? Nur weil sie die Umwelt nicht so stark beeinträchtigen?
>Erboste Bäuerinnen und Bauern beschwerten sich jetzt bei der Landwirtschaftskammer. Sie fühlen sich durch den Spot ausgebremst. Dort weist man unter anderem daraufhin, dass der Begriff Hafermilch in der EU verboten sei, weil Milchersatzprodukte nicht mit „Milch“ bezeichnet werden dürfen.
Ist das diese Cancel-Culture? Oder einfach nur massives Lobbying mit genug Geld in Brüssel?
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Verbote retten Europa!
[https://tirol.orf.at/stories/3184337/](https://tirol.orf.at/stories/3184337/) Falls wer den Clip sehen will. Die TT sind auch gscheide Idioten mit ihren Popups.
Es stimmt schon, dass der Begriff Hafermilch vielleicht ein bissl unglücklich gewählt ist, weil in der EU mittlerweile so verboten, aber so bildet es die Realität halt besser ab (kenn niemanden der/die, nur weil die Hafermilch sich offiziell nicht so nennen darf, nicht trotzdem Hafer/Soja/Erbsen/Reis/whatevermilch sagt…) Und ich find die Message dahinter gut, nämlich: Du bist auch bei uns willkommen und wirst ganz selbstverständlich freundlich/herzlich behandelt, auch wennst nicht aus unserer Ortschaft, sondern der Krampus bist und vielleicht “Extrawürscht” hast.
Schade, dass man sich da jetzt wieder selbst ins Knie schießt, weil man darauf besteht, dass es nur eine “richtige” Meinung geben soll und wehe, es weicht irgendwas davon ab, auch wenns keine dedizierte Milchwerbung ist – damit bestätigt man nur Klischees.
Der Spot gefaellt mir nicht. Das mit der Milch ist mir hingegen egal.
>Erboste Bäuerinnen und Bauern beschwerten sich jetzt bei der Landwirtschaftskammer. Sie fühlen sich durch den Spot ausgebremst.

Warum san de leid bei uns so deppad? Jz ehrlich?
Als Tiroler Politiker darfst einfach keine Chance auslassen dich extrem lächerlich zu machen. Sonst holst das nie wieder auf.
Hafermilch ist toll. Verwende ich selbst am liebsten
Aber Hafermilch im Kaffee ist eine wiederliche Ausgeburt der Hölle und gehört zurecht kritisiert.
So oder so ein weiterer Tirol fail.
Ebene 1 – die Darstellung des Hafermilchtrinkers als komischer Außenseiter zu dem man ja doch freundlich ist weil Tirol Tourismus und so.
Ebene 2 – der lächerliche Aufschrei, besonders lustig, dass die (einige?) Tiroler Bauern offenbar denken, dass Hafer nicht von Landwirten angebaut wird. Gut, vielleicht gibts in Tirol keinen Haferanbau und da endet ja wie man sieht der Horizont dieser Leute.
Ebene 3 – der Rückzieher
Das macht mich als Hafermilchtrinker (bevorzugt aus Österreich/EU) doch recht betroffen. Ich hoffe Tirol befreit sich irgendwann vom Würgegriff der Lobbys.
komisch? …in Tirol werden sogar, neben normalen Hafer, auch alte aussterbende tiroler Hafersorten gezüchtet…
[https://www.tiroler-umweltanwaltschaft.gv.at/naturschutz/naturprojekte/alte-tiroler-getreidessorten/](https://www.tiroler-umweltanwaltschaft.gv.at/naturschutz/naturprojekte/alte-tiroler-getreidessorten/)
Ich denke Hechenberger präsentiert sich hier als dreckiger Nestbeschmutzer und sollte, sofern er nicht wie ein echter Tiroler den Heldentod bevorzugt, zurücktreten!
und zwar sofort!
Weg mit dem Dreck, Mander!! Bischt a Tiroler oder bischt a Nestbeschmutzer!!1!
*haha
hmm, wird in tirol kein hafer angebaut? wsl wegen der ganzen kaffeefelder, auf denen der heimische kaffee wächst.
Lasst die Perchten aus Perchtesgaden kommen, gebt ihr noch Schlapfen und es passt scho…
Die Werbung ist genial!
Tirol..wir sind zu allen herzlich, aber nur wennst a bezahlen kunnst und jetz schleich di wieder ham damit ma unter sich san du Oarschlochhhh
Dümmer gehts echt nicht mehr:
>Seitens der Tirol Werbung reagiert man nun darauf. Der Spot soll schnellstmöglich überarbeitet werden. “Das Wort Hafermilch wird nicht mehr ausgesprochen, um Irritationen bei den Tiroler Bäuerinnen und Bauern zu vermeiden”, erklärt Florian Neuner, Leiter der Unternehmenskommunikation.
[https://www.kleinezeitung.at/kaernten/osttirol/6221667/TirolWerbespot_Krampus-trinkt-Hafermilch_Das-stoesst-sauer-auf](https://www.kleinezeitung.at/kaernten/osttirol/6221667/TirolWerbespot_Krampus-trinkt-Hafermilch_Das-stoesst-sauer-auf)
Und niemand regt sich auf, dass der Krampus Sven heißt?
Hafermilch schäumt eigentlich nicht.
“You have to abuse the animals and you have to like it!
I won’t have any of this ethical tomfoolery! >:(“
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https://preview.redd.it/uom1c1tji33a1.png?width=345&format=png&auto=webp&s=37f60b84977ff2850bcfb91b6fbf1c065b24852e
Peak Tirol
Hafer ist ja bekanntlich ein industriell-chemisches Bergbauprodukt aus den USA
Jetzt hat ihn der Hafer gestochen.
Tiroler Werbung: Wir sind weltoffen, wir tolerieren sogar Hafermilchtrinker
Tirol hingegen schäumt vor Wut und fühlt sich von dieser Werbung nicht repräsentiert
Olle deppat
Da frägt man sich adhoc, is der Hafer ein Konkurrenzprodukt zur Milch, kein landwirtschaftliches Produkt, sondern Hafer fällt in die Zuständigkeit der Metallindustrie, Papierindustrie, Woswasiindustrie?
… und spekuliert, es wird wohl darum gehen, dass die Mülch milliardenschwer gefördert wird und der Hafer halt ned. Da geht sie hin, die Werbeidylle, dass Landwirtschaft irgendwie was mit Naturverbundenheit zu tun hätt. Sollt eher Landzerstörungs- und Subventionsverbrennungswirtschaft heißen.
Maa so viele Dodln.
1. die Bauern die sich ausgebremst fühlen…. uhjegal i fühl mi durch die Kärntner Touriwerbung benachteiligt, weil dort Seen zu sehn sind und i keinen in der Nähe hab *facepalm*
2. Hafermilch ist ein Affront gegen die Landwirtschaft.. jo eh. Was pudlt sich der auf?
Noch viel schlimmer: Kaffee! Der kommt ausn Ausland! Denkts doch bitte an die Wirtschaft und trinkts einfach nur a Glas Milch oder Bier!
Nur weil unsere Bauern nicht wissen wie man Hafer anbaut…
Wirds nicht subventioniert, wirds nicht gemacht
hafer kann auch in tirol angebaut werden btw
Soll der Krampus nicht auch das Vieh der Bauern vor Krankheiten schützen? Veganer Krampus klingt für mich gar nicht so falsch 😉
Grund n+1 warum ich eigentlich ganz froh bin, jetzt in Wien zu sein (ganz abgesehen davon, dass mein letztes Jahr in Wien unvergleichbar wundervoll war 😅)
Er gehört halt zu den Personen, die komplett brainrotten durch die Politik geworden sind. Alles wird aus der Linse betrachtet, ob es einen Nutzen für die eigene Klientel hat. Und wenn dies nicht der Fall ist, dann muss es so lange bekämpft werden, bis die Klientel irgendeinen Vorteil daraus ziehen kann.
r/nichtdietagespresse
Er kann ein so echter bauer/arbeiter sein wie er will bei der övp trägt er trotzdem neoliberale und xenophobe politik mit
Was der Spot sagt: “Liebe Leute kommts nach Tirol! Bei uns sind alle willkommen und auf Leute mit besonderen Bedürfnissen nehmen wir natürlich Rücksicht!”
Was der Wappler sagt: “Leute die ka Laktose vertragen oder sich Vegan ernähren brauchen glei goaned kema, schleichts eich ihr Sonderlinge!”
Hmm.
Es ist falsch Tiroler zu sein
Made my day
Dass der Hechenberger sich gar net drüber aufregt, dass das eine KrampussIn ist (der Stimme nach)
@nichtdietagespresse
Tirol Tourismus: schauts wie entspannt und weltoffen wir sind, kommts auf Besuch :))
Tiroler: NA SAMMA NIT SCHLEICHTS EUCH!!!!
Man könnnte meinen Tirol bewirbt etwas (Aussen konservativ, innen weltoffen) das scheinbar gar nicht vorhanden ist! :p
Was ich auch bemerkt hab: Von dem was eine Gesellschaft am meisten wertschätzt kann man im Umkehrschluss auf ihre Schwächen schließen.
sicher hats was mit der milchproduktion zu tun.
so wie jeder der nicht öl verbraucht wenn er es könnte der ölindustrie schadet
Hafer wird nicht von Bauern angebaut? Oder wie soll man den Sepp da verstehen?
“Pumpkin Spice Macchiato mit Hafermilchsahne und Schokostreuseln”
Das ist boboesk, schnöseliges Hipstertum.
Ich bezweifle ob Tirol sich auf diese Schiene positionieren will…
Das ist eine riesige Frechheit!! Jeder weiß, dass die in Tirol keine Hafermilch haben, sondern importiert wird und in keinster Weise eine Grundlage für den Tourismus liefert. Daher fordere ich, dass zum echten Tiroler Kaffee, ausschließlich echte Tiroler Milch serviert werden darf!!
[https://www.derstandard.at/story/2000141349997/latte-macchiato-mit-hafer-statt-kuhmilch-tiroler-bauern-toben](https://www.derstandard.at/story/2000141349997/latte-macchiato-mit-hafer-statt-kuhmilch-tiroler-bauern-toben)
Das ist eben das „Milchmärchen“ das so langsam auffliegt. Ein Großteil der Konsumenten denkt eben, dass man Kühe nur auf die Weide stellen muss und dann geben die Milch. (Dazu beigetragen hat natürlich viel Werbung der Landwirtschaftsorganisationen)
Kühe müssen also laufend befruchtet werden (bei Menschen würde man sagen vergewaltigt, da gegen deren Willen) und die „Muttermilch“, die eigentlich für die Kälber vorgesehen ist wird dann eben als „Kuhmilch“ verkauft. Und da eine frische Kuh-Mama nur eine gewisse Zeit Milch gibt, wird der Prozess eben die ganze Zeit wiederholt und somit wird eine Kuh alle paar Monate befruchtet.
Kälber werden dann noch zusätzlich von der Mutter getrennt und in Boxen gesperrt. Den Kälbern (sofern für die Schlachtung vorgesehen) gibt man dann oft auch noch Nahrung ohne Heu, damit sie eine Blutarmut entwickeln und das Fleisch „heller“ ist (Alles für den Konsumenten yay)
Und da der Kälber-Konsum bei uns nicht so hoch wie die Geburtenrate ist, werden die übrigen ins Ausland geschafft. Gibt dann immer mal wieder eine Schlagzeile, wenn ein Containerschiff bis ins letzte Loch nach Marokko mit Kälbern überfüllt irgend ne Katastrophe hat. Aber wir haben ja keine Schuld dann, dass sind dann die bösen Marokkaner oder andere aus dem Zielland, die keinen Tierschutz haben.
Die andauernde Befruchtung ist natürlich extrem anstrengend für eine Kuh, weshalb die natürlich nicht sehr alt werden und meist schon nach ein ein paar Jahren geschlachtet werden.
Was aber am schlimmsten ist: Kühe sind von Natur aus Herdentiere, haben ein komplexes Sozialleben. Da meistens Anbindehaltung betrieben wird, ist nichts mit Sozialem und so. Gesetzliche Regelungen haben zudem so viele Schlupflöcher, dass man hier nicht von Tierschutz sprechen kann.
Frag mich, wie man das als Bauer oder Politiker alles rechtfertigen will und kann?
Die Leute wachen eben langsam auf von dem Märchen des „schönen Bauernhofs“.
Bin aktuell weder vegetarisch noch vegan, auch wenn ich es gerne wäre, speziell wenn man sich mal damit befasst, wo unser Zeug eigentlich herkommt. Da ich am Dorf lebe habe ich immerhin gute Möglichkeiten bio beim regionalen Metzger zu kaufen, auch wenn man hier auch nie zu 100% weiß, wie es den Tieren ergangen ist.
Milchalternativen habe ich schon mehrere durchprobiert, schmecken leider alle sehr wässrig (klar, weil im Prinzip nur rausgepresstes Wasser) aber früher oder später wird kein Weg darum herum führen. Aus ethischer Sicht kann man eben nur vegan leben. Find die aktuelle Entwicklung sehr gut, dass speziell veganes „Fleisch“ schon teilweise echt nah am „echten Fleisch“ geschmacklich hin kommt. Wird denk ich noch einige Jahre dauern bis die Mehrheit vegan lebt, aber die Richtung stimmt.
Das Problem an sich ist, dass zu viele Menschen sich ignorant Verhalten und eben nicht einsehen wollen, dass das, was wir den Tieren „antun“ möglicherweise nicht so toll für die ist. Resultiert meistens aus Unwissenheit und dem Fakt, dass man sich selber nie als „Täter“ sieht bzw. eher sich noch verteidigt, als Fakten zu erkennen und sich einzugestehen, was falsch gemacht zu haben.
Es gibt im Grunde auch kein einziges richtiges Argument, dass dafür spricht, warum wir Tiere essen sollten.
Wall of Text Ende 🙂
Frag mich, ob sich die ÖVP Politiker bei Sachen wie „Sonnenmilch“ und „Scheuermilch“ genauso aufregen, dass das doch gar keine Milch ist…