Bahn-KV-Verhandlungen gescheitert – morgen Streik

29 comments
  1. Und in einer anderen zeitung gibt es als kommentar:

    “Wem hilft ein Streik ausser den Gewerkschaftern? Den Pendlern, die auf Züge angewiesen sind, sicher NICHT 😡😡😡😡😡 ”

    Da hat jemand das Prinzip nicht verstanden…

  2. OTS0018 5 WI 0385 NGB0002 II So, 27.Nov 2022

    Gewerkschaften/vida/Bahn/Kollektivvertrag/Streik

    vida-Tauchner zu Bahn-KV: „Acht Euro wenden keinen Warnstreik ab“

    Utl.: Arbeitgeber verhöhnen Beschäftigte mit neuem Scheinangebot –
    Verantwortung für österreichweiten 24-stündigen Warnstreik am
    28.11.22 bei Wirtschaftskammer =

    Wien (OTS) – Der Fachverband Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat nach über zehn KV-Verhandlungsstunden für die 50.000 Eisenbahnbeschäftigten ein neues zeitlich befristetes Angebot vorgelegt: Das ursprüngliche Angebot von 200 Euro monatlichen Fixbetrag wurde lediglich um acht Euro erhöht. „Acht Euro wenden keinen Warnstreik ab“, sagt Gerhard Tauchner, stv. Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida und Leiter des vida-KV-Verhandlungsteams. Die Gewerkschaft vida wird daher den österreichweiten 24-stündigen Warnstreik am 28.11.2022 von 0-24 Uhr durchführen. „Die Verantwortung für diesen Warnstreik, für die Auswirkungen auf die Pendlerinnen und Pendler sowie für den wirtschaftlichen Schaden liegt damit ausschließlich bei der Wirtschaftskammer. Hätte sie sich in den letzten zwei Monaten bewegt und ernsthaft verhandelt, hätten wir schon lange einen Abschluss“, so Tauchner.

    Die VerhandlerInnen der Gewerkschaft vida hätten die ganze Nacht versucht, am Verhandlungstisch eine Lösung zu finden, aber es sei weiterhin nicht möglich gewesen, ein entsprechendes Angebot der Wirtschaftskammervertreter zu erwirken. „Wir kämpfen für einen nachhaltigen Teuerungsausgleich, der im Zuge der explodierenden Preise vor allem niedrigere und mittlere Einkommen stärker entlastet“, so Tauchner. Denn solange es bei der Eisenbahn noch 40-Stunden-Jobs gäbe, wie im Nachtzug, wo KollegInnen 1.356 Euro netto im Monat als Einstiegsgehalt bekommen, gäbe es im Kollektivvertrag noch massiven Aufholbedarf. Derartige Nettoeinkommen liegen erheblich unter der Armutsgefährdungsschwelle, die für einen Einpersonenhaushalt inflationsbereinigt mittlerweile bei über 1.500 Euro netto pro Monat liegt.

    Am 28.11.2022 werden zwischen 0 und 24 Uhr keine Züge in Österreich verkehren. Die Eisenbahnunternehmen wurden von der Gewerkschaft vida bereits Mitte der Woche verständigt und ersucht, die Fahrgäste entsprechend zu informieren. „Wir ersuchen die betroffenen Fahrgäste um Verständnis, Geduld und Solidarität mit den 50.000 Eisenbahnbeschäftigten und entschuldigen uns für Unannehmlichkeiten“, sagt vida-Chefverhandler Gerhard Tauchner.

    „Wir fordern weiterhin einen monatlichen Fixbetrag in Höhe von 400 Euro auf KV- und Ist-Löhne, weil dieser insbesondere die niedrigen und mittleren Einkommen in Zeiten der anhaltenden Rekordinflation von inzwischen 11 Prozent stützt“, bekräftigt Tauchner.

    Die Gewerkschaft vida empfiehlt die zeitgerechte Umplanung/Verschiebung von Bahnreisen. PendlerInnen wird empfohlen, sich beim jeweiligen Verkehrsverbund in Bezug auf Alternativrouten zu erkundigen oder auf einen anderen Verkehrsträger umzusteigen.

  3. Klima Proteste blockieren Verkehr: Bad, da geht es ja nur ums Klima.

    Eisenbahner blockieren Verkehrt: Good, mehr Gehalt ist wichtig.

  4. Kann man einschätzen, was das für Auswirkungen auf die Wiener Ubahn haben wird? Erwartet uns morgen eine Rushhour wie man sie sonst nur in Tokio kennt? ;-D

  5. Wie sieht das arbeitsrechtlich aus? Was ist, wenn man nicht in die Arbeit kann und kein Home Office möglich ist? Entlassung?

  6. Ich verstehe nicht warum so viele Leute pro Streiken sind.

    Auf Unternehmen wird generell jetzt von 2 Seiten Druck ausgeübt, höhere Energie-Kosten und höhere Personal-Kosten. Das Unternehmen als quasi unendliche Geldquelle angehen wird ist schon irgentwie komisch.

    Die Inflation die wird jetzt haben ist wegen einer Anpassung der Energiepreise und nicht wirklich vergleichbar mit unseren “normalen” Influation.

    Außerdem warum genau die bei der OEBB besonders viel Erhöhung haben sollen verstehe ich auch nicht.

  7. Die Anzahl an “Als Autoaktivist ist mir das egal.” und “Ich Dummerchen wollte was gutes für’s Klima tun und mit dem Zug fahren, jetzt fahre ich halt mit meinem Benziner.” Kommentaren lässt mich sehr an Österreich zweifeln. Was für ein Deppenstaat sind wir eigentlich…

  8. Man könnte also sagen…dass der Zug für eine Einigung abgefahren ist.

    (⁠ಠ⁠_⁠ಠ⁠)⁠>⁠⌐⁠■⁠-⁠■

    (⁠⌐⁠■⁠-⁠■⁠)

  9. Vollkommen richtig und nachvollziehbar.

    Ich freue mich auch schon auf den Suder-Thread morgen. 😀

  10. Warum wird jemand, der eine Straße für 2h aus Gründen des Klimaschutzes sperrt, Terrorist genannt und jemand, der beinahe Österreichs gesamten Bahnverkehr für einen ganzen Tag wegen mehr Lohn lahmlegt, hat scheinbar ein gutes Recht darauf?

  11. Spannend die Zeitungsrundschau ist.

    Die Presse bringt einen neutralen Artikel mit Fakten und Darstellung beider Seiten.

    Der Standard Propaganda „die Gewerkschaft legt die Bahn lahm, die armen gequälten Pendler verstehen es nicht“

    Strange Times.

  12. Falls wer in Wiener Neustadt bzw Korneuburg (+Umgebung) wohnt – gibt vom Land NÖ ein Projekt das nahallo heißt (nahallo.at). Ist für Fahrgemeinschaften, kriegt man für Fahrten teilen was + wenn wer mit fährt extra. Kostet einen selbst nix.

  13. Bin gespannt, wie man den Fall mit dem Klimaticket regelt – durch die Ausfälle hat man ja defacto einen pauschalen Kompensationsanspruch für (alle) ausgefallene Züge (nach der Statistik)

    ​

    Wär interessant, wie sich das auf Klimaticketbesitzer auswirken wird

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