Extinction Rebellion Austria unterbricht WKO Event. Ist das der angemessene Ort für Protest?

34 comments
  1. Ich find, wenn jemand, dessen Organisation jegliche Versuche anzupacken blockiert und bremst wo nur geht, dann sagt “Junge Leute, protestiert’s nicht, packt’s lieber selbst an” dann ist das der perfekte Ort, um seinen Protest anzubringen.

  2. Ich bin zwar insgesamt skeptisch über die momentanen Proteste, aber wenn dein Protest niemanden stört, wird er auch nix bewirken

  3. Das Witzige ist ja, dass ganz egal ist, wo fürs Klima protestiert wird – die meisten Leute werden sich immer beschweren, dass der Ort unangemessen sei. Wenn man die Lokalität diskutieren kann, muss man die Message nicht mehr diskutieren.

    Alternativ gefragt: Wenn Straßen, Hörsäle, Kunsthäuser und Greenwashing-Events nicht adäquat sind für solche Aktionen, welcher Ort wäre es? In den privaten Wohnzimmern der Protestierenden macht’s halt wenig Sinn.

  4. Also ich finde das hier nicht so schlimm wie Gemälde mit Farbe überschütten, Graffiti an Gebäuden anzubringen oder sich irgendwo anzukleben damit kein Auto mehr durchkommen kann (inklusive Rettungsfahrzeuge).

    Was mich jedoch extrem stört ist diese Radikalisierung. Das beginnt ja bereits wie bei einer Sekte “wir werden alle sterben”. Man sieht das ja bereits im Namen “Extinction Rebellion”. Mir scheint es hier nicht um die Sache selbst zu gehen, sondern ganz bewusst um eine Radikalisierung. Das finde ich extrem bedenklich.

  5. Wenn der Anspruch sein soll, so zu protestieren dass die Kronen Zeitung und ihre Leserinnen nix dagegen haben, wird net viel übrig bleiben.

    Das einzige was mich an der Aktion stört ist dass sie imo viel zu harmlos ist. Aber ich sitz hier mit meinem Handy am Heisl, die riskieren tatsächlich was. Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin, alleine diese Bereitschaft ringt mir Respekt ab.

    ​

    Edit: Eingangsstatement vom Leitl ist schon auch ein Hammer.

  6. gähn, müssen wir das jetzt jeden Tag ausdiskutieren?

    solange sich nix ändert find ich den protest in Ordnung, hier und da könnte er zielgerichteter sein, aber im großen und ganzen gut. Jedes negative Kommentar bestätigt dass das Thema noch nicht genug Platz in den Köpfen meiner Mitbürger:innen eingenommen hat.

  7. Die WKO ist als Vertretung der österr. Wirtschaft und als langjähriger Blockierer echter Klimapolitik ein absolut angemessener Ort für Demos von Klimaaktivisten.

  8. Immer leichter sowas zu betrachten wenn man sich vorstellt wie unsere Kinder das in 50 Jahren beantworten könnten.

    Eher: “Warum haben die damals blöd protestiert?” oder “Warum hat damals keiner auf die gehört und früher was getan?”

    Ich finde die meisten Proteste zuerst nicht gut (Museum etc) aber dann stelle ich mir die Frage und denke ich mir es wird wohl eher zweiteres werden

  9. Nein, die sollen natürlich nur da protestieren wo sie niemanden stören und sie niemand hört… /s

    In der Tat sind Aktionen wie diese wohl die effektivsten und zielgerichtetsten (Liebe Deutschlehrer*innen hier, ist dieser Superlativ korrekt?). Geht genau an den Adressaten und schafft sofort eine große Bühne. Bitte mehr hiervon im Idealfall kann die WKO kein Event mehr unter normalen Bedingungen abhalten. Dasselbe bitte auch für Konzerne wie OMV.

  10. Und als dann klebten an Strassen und Bildern
    Die Kinder, da bellte Geschrei.
    Die an den Sesseln und Schalthebeln klebten,
    skandierten: Skandal! Barbarei!

    ​

    Viel Heiliger als Überleben ist Kunst!
    Wo Staus sind entscheidet nicht ihr!
    WIR sind die Vandalen, ihr haltet euch raus!
    Die Welten zerstören nur WIR:

    ​

    WIR brennen die Wälder! WIR öden das Feld!
    WIR werfen die Meere aufs Land!
    So gebt endlich auf liebe Kinder! Nicht ihr:
    WIR Fahren die Welt an die Wand

    Thomas Gsella – Die Vorletzte Generation

Leave a Reply