Jeder dritte Medizinabsolvent geht nicht in Österreich in den Arztberuf

13 comments
  1. Oh welch wunder (zumindest in Tirol). Alle diejenigen NC Flüchtlinge die sich bewusst das gratis Medizinstudium im Skiparadies Innsbruck ausgesucht haben wollen also nicht langfristig hier bleiben.

    *surprised Pickatchu*

  2. Auf orf lautete die headline “Jeder dritte Medizinabsolvent geht nicht in Arzt Beruf”

    Mit gendern würde es noch dramatischer klingen.

  3. Einfach einführen, dass jeder Absolvent mindestens 10 Jahre in Österreich als Arzt arbeiten muss oder sonst die kompletten Studienkosten zurückzahlen muss.

  4. Kann ich verstehen. Das Gesundheitssystem in Österreich garantiert zwar, dass das Service für die Patienten kostenlos bzw. billig ist, gleichzeitig ist die Bezahlung von Ärzten aber eher schlecht.

    Österreich:

    >Allgemeinmediziner im Krankenhaus verdienen zum Einstieg etwa 50.000 Euro bis 80.000 Euro, Fachärzte 55.000 Euro bis 90.000 Euro im Jahr.

    USA:

    >According to the Medscape Physician Compensation Report, in 2018, Primary Care Physicians in the United States earned on average $237,000, while Specialists earned $341,000.

    Schweiz:

    >Als Gehalt verdient ein frei praktizierender Arzt in der Schweiz rund 200.000 Euro pro Jahr […]

    Selbst mit den höheren Lebenserhaltungskosten bleibt am Ende deutlich mehr über.

  5. Nichts dagegen tun und sich Jahr für Jahr über dasselbe “Phänomen” wundern. Typisch Österreich.

    Ein weiteres Problem, über das ständig gemeckert wird, aber dagegen nichts weiter unternommen wird, als eine Pseudo-Aufnahmeprüfung einzuführen, ist das Jus-Studium, für das sich jährlich tausende Studenten anmelden. Die Frage ist, ob man wirklich so viele Juristen braucht, bleibt natürlich unbeantwortet.

  6. Jeder 3. Absolvent ist auch kein Österreicher.
    Spaß bei Seite, ich bin jetzt bissi über 40 und ich mach mir doch langsam Sorgen wie unser Medizin System langsam zusammenfällt.

    Wäre jetzt auch billig den Studenten die Schuld daran zu geben, es knirscht im System selbst. Die paar Studis machen keinen Unterschied, nur ein Holzkopf glaubt des.

    Aber schätze es ist wieder Mal einfacher die Schuld bei den Studenten zu suchen anstatt zu überlegen warum die Leute gehen.

  7. scheiß bezahlung, scheiß arbeitsbedingungen und lebenshaltungskosten jenseits von gut und böse. jeder dumm der bleibt wenn er nicht muss

  8. Aber andererseits hat Österreich die 2. meisten Ärzte pro Einwohner innerhalb der OECD-Länder. An Ärzten mangelt es definitiv nicht. Auch in der Ausbildung liegt Österreich über dem OECD-Schnitt.

    Was halt das Problem ist, ist, dass wenige Ärzte am Land in einer Ordination mit Kassenvertrag arbeiten wollen, aber sehr viele in einer Stadt als Wahl- oder Privatarzt. Hier müsste man ansetzen, wenn man etwas verändern will, und nicht bei Medizinstudenten, die erst nach einer 10jährigen Ausbildung selbstständig praktizieren dürfen.

  9. Ist doch nicht nur bei Ärzten so? Kenne einige die mit Wirtschaftsinformatik oder mit BWL in dir Schweiz oder Deutschland gehen.
    Die Gehälter sind in Ö etwas niedrig, da der Lebensstandard in Österreich teurer ist als von vielen gedacht.

  10. Meine Überraschung geht gegen null, wenn man sich hier entscheidet Arzt zu werden muss man in der Zeit vom Studium bis man eine eigene Praxis aufmachen darf scheiße fressen wie ein Dungkäfer (Stichworte: Bezahlung, Arbeitszeiten, Verantwortung und wie diese Verhältnismäßig zueinander.) und hats selbst mit eigener Praxis nicht so rosig. In anderen EU-Ländern (und teilweise auch ausserhalb) sehen da die Rahmenbedingungen schon ganz anders aus.

    Tangentialdiskussion:
    Warum ist das Schichtmodell nach Halstead für Ärzte immer noch so verbreitet in der westlichen Welt? Dass ein narzisstischer Kokser tagelange Schichten schieben kann versteh ich ja noch, aber wie wurde das zu einem “Industry Standard”?

  11. Ausbildungskosten von bis zu 542.000€?

    Was kostet da so viel?
    Selbst die teuerste private Medizinuni verlangt nur 150.000€.

  12. Evtl. verpflichten dass sie da bleiben dafür gratis studieren oder massiv zahlen lassen wenn sie sofort gehen wollen.

    Aber ja … ich erinnere mich noch vor ein paar jahren wie es geheißen hat, zugangsbeschränkungen weil wir sind überfüllt nanana und zuviele ärtzte, und jetzt heulen alle herum, WO SIND MEINE ÄRTZT ?!?!

  13. Wenn du junge Leute in dein Land lässt, die hier leben und studieren und dann nach mindestens sechs Jahren trotzdem nicht in deinem Land bleiben wollen um dort zu leben und zu arbeiten, dann machst du was falsch.

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